Fußball>

Europa League: VfB-Frust! "Enttäuscht, genervt, traurig"

Chancenwucher! VfB drohen die Playoffs

Die Stuttgarter müssen in der Europa League nun auf Patzer mehrerer Konkurrenten hoffen, um doch noch direkt ins Achtelfinale einzuziehen.
Ermedin Demirovic verrät nach dem Spiel gegen die AS Rom, dass er vor der Partie noch mit Schalke-Neuzugang Edin Dzeko im Austausch war.
Die Stuttgarter müssen in der Europa League nun auf Patzer mehrerer Konkurrenten hoffen, um doch noch direkt ins Achtelfinale einzuziehen.

Dämpfer in der ewigen Stadt: Der VfB Stuttgart muss in der Europa League wohl für die ungeliebten Playoffs planen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß verlor ihr Prestige-Duell bei der AS Rom mit 0:2 (0:1) und verpasste den angepeilten Sprung unter die besten acht.

Damit sind die Schwaben beim Abschluss der Ligaphase am kommenden Donnerstag auf Patzer mehrerer Konkurrenten angewiesen, um doch noch die direkte Qualifikation für das Achtelfinale zu sichern.

Frust beim VfB: „Enttäuscht, genervt, traurig“

„Ich bin enttäuscht, genervt und traurig. Wir hätten hier gewinnen können. Drei Chancen, die wir nicht machen. Sonst lassen sie nichts zu, typisch italienisch. Wir hätten hier gewinnen können, aber jetzt fahren wir torlos nach Hause“, ärgerte sich Jamie Leweling bei RTL.

Hoeneß verwies auch auf die Auswärtspleiten gegen Fenerbahce Istanbul (0:1) und den FC Basel (0:2): „Dreimal ohne Tor und dreimal ohne Punktgewinn. Das ist der Wahnsinn“, sagte der VfB-Coach. Dabei habe man in jedem dieser Spiele keine schlechte Leistung gezeigt.

„Da waren viele Situationen. Das wird eine kurze Nacht für uns alle, aber das müssen wir abhaken. Grundsätzlich haben wir eine gute Leistung gezeigt. Darauf müssen wir aufbauen“, meinte Hoeneß.

Chancenwucher: VfB lässt zahlreiche Chancen liegen

Niccolo Pisilli (40., 90.+3) fügte dem VfB, der in der zweiten Halbzeit etliche Chancen auf den Ausgleich vergab, nach zuvor drei Europapokal-Siegen in Folge die verdiente Niederlage zu.

Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Young Boys Bern brauchen die Stuttgarter mit aktuell zwölf Punkten mindestens einen eigenen Sieg, um die Hoffnung auf den direkten Einzug in die Runde der letzten 16 zu wahren.

Stuttgart muss auf Stiller verzichten

Im Stadio Olimpico musste der VfB auf Angelo Stiller verzichten, der Mittelfeldspieler fehlte aufgrund von Leistenbeschwerden im Kader und wurde von Chema Andrés ersetzt.

Nach einem vielversprechenden Start der Stuttgarter übernahm jedoch die Roma, bei der Trainer Gian Piero Gasperini vor dem wichtigen Ligaspiel bei der AC Mailand am kommenden Sonntag einige Stammkräfte schonte, die Spielkontrolle.

Undav verpasst den Ausgleich

Bis auf eine Chance für Jamie Leweling (34.) ließen die defensivstarken Gastgeber kaum etwas zu und kombinierten sich selbst immer wieder sehenswert nach vorne. Entsprechend verdient war die Führung durch Pisilli, Alexander Nübel verhinderte in der Folge gegen Lorenzo Pellegrini (43.) sogar noch einen höheren Rückstand.

Erst nach der Pause kam der VfB wieder zu Chancen, vor allem durch Deniz Undav. Der Stürmer scheiterte jedoch zunächst an Roma-Keeper Mila Svilar (47.) und vergab anschließend auch noch völlig freistehend aus kurzer Distanz (58.) - genauso wie der eingewechselte Ermedin Demirovic (79.). Pisilli machte auf der Gegenseite alles klar.