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Sadio Mané verkündet Rücktritt - Trainer lehnt ab

Wirbel um Mané-Rücktritt

Sadio Mané erklärt nach dem Afrika-Cup-Finale, nach der WM aus dem Nationalteam zurückzutreten. Sein Trainer ist damit nicht einverstanden.
Das Finale des Afrika-Cup zwischen dem Senegal und Marokko endete am Sonntagabend in Tumulten. Senegal protestierte, verließ die Partie zwischenzeitlich kollektiv in die Katakomben - und durfte am Ende doch noch jubeln.
Sadio Mané erklärt nach dem Afrika-Cup-Finale, nach der WM aus dem Nationalteam zurückzutreten. Sein Trainer ist damit nicht einverstanden.

Seine Entscheidung ist gefallen – und sie sorgt nicht für Begeisterung. Nach dem chaotischen Finale des Afrika-Cups hat Senegals Superstar Sadio Mané angekündigt, seine Karriere in der Nationalmannschaft nach der anstehenden Weltmeisterschaft 2026 zu beenden.

„Ich bin sehr glücklich, aber wie ich bereits gesagt habe, ist das Thema Afrika-Cup an diesem Punkt für mich zu Ende“, sagte der ehemalige Spieler des FC Bayern. „Ich werde bis zur Weltmeisterschaft bei der Mannschaft bleiben, aber danach ist es vorbei.“

Der 33-Jährige hatte die Verantwortlichen bereits über seinen Entschluss informiert, Cheftrainer Pape Thiaw will davon aber nichts wissen.

Mané will aus Nationalteam zurücktreten

„Wenn man Sadio Mané heißt, gehört diese Entscheidung nicht mehr nur ihm. Da steht ein Volk hinter ihm, das ihn gerne weitermachen sehen würde. Ich denke, diese Entscheidung hat er im Affekt getroffen. Das Land ist nicht einverstanden“, brachte er seine Ablehnung im ESPN-Interview zum Ausdruck.

„Wir wollen ihn so lange wie möglich behalten. Er repräsentiert Afrika, die Welt, und wenn wir sagen, dass es seine Entscheidung ist, dann gehört sie nicht nur ihm, sondern auch dem senegalesischen Volk, und das möchte, dass er weitermacht.“

Nach Meinung von Thiaw brauche es Menschen wie Mané. „Er gibt uns eine Lektion, mit seiner Bescheidenheit, seiner Bildung und seinem Einsatz für den Senegal. Er hat sein Leben gegeben, damit diese Mannschaft 2022 zur Weltmeisterschaft fahren kann, er hat sein Leben gegeben, um den ersten Afrika-Cup zu gewinnen und den ersten Stern zu holen.“

Und weiter: „Wenn ich ein Papier unterschreiben müsste, um diesem Spieler den Weggang zu ermöglichen, würde ich ‚Nein‘ sagen, und seine Teamkollegen würden ebenfalls ‚Nein‘ sagen.“

Zukunft auf Vereinsebene noch unklar

Ob sich der Routinier von den Worten seines Nationaltrainers beeindrucken lässt, wird sich zeigen. Bei der WM trifft der Senegal in Gruppe I auf Frankreich, Norwegen und einen noch nicht ausgespielten Gegner aus den Playoffs.

Auf Vereinsebene steht Mané noch bis Juni bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag. Ob er eine Vertragsverlängerung, einen Wechsel oder ein komplettes Karriereende anstrebt, ist aktuell nicht bekannt.