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Berater von Thomas Tuchel über Zoff mit Borussia Dortmund-Bossen

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Nach Zoff: Tuchels Berater spricht

Nach Zoff: Tuchels Berater spricht

Nach den massiven Vorwürfen in den Medien und der Kritik von Borussia Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke an Thomas Tuchel spricht jetzt dessen Berater bei SPORT1.
Bei Borussia Dortmund hängt der Haussegen schief: Spieler und andere Insider kritisieren hinter vorgehaltener Hand die Arbeit von Thomas Tuchel. Die Zitate zeigen, dass beim BVB hinter den Kulissen offenbar miese Stimmung herrscht.
Reinhard Franke
Reinhard Franke

Trotz des Zerwürfnisses mit den Verantwortlichen von Borussia Dortmund will Thomas Tuchel weiter Trainer bei den Schwarz-Gelben bleiben.

Dementsprechend soll es von Tuchels Seite weiterhin keine Replik auf die massiven Vorwürfe in den Medien geben.

"Für mich ist es wichtig, dass Thomas Tuchel in dieser Sache nicht weiter beschädigt wird", sagte dessen Berater Olaf Meinking im Gespräch mit SPORT1.

Bei Borussia Dortmund kriselt es zwischen den Verantwortlichen. Die Experten im Volkswagen Doppelpass sind sich ebenfalls nicht einig und debattieren heiß über die Situation beim BVB.
03:39
Was ist los bei Tuchel und Watzke?

"Thomas war und ist in allen seinen Aussagen sehr ehrlich und aufrichtig. Mir ist sehr daran gelegen, dass wir den sogenannten 'Dissens' ausräumen."

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Tuchel hat noch ein Jahr Vertrag bei den Borussen. "Unser Ziel ist es, dass Thomas beim BVB bleibt und dass sich alles wieder beruhigt", erklärte Meinking.

Chance auf Titel-Gewinn

Obwohl Tuchel mit den Borussen im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt steht und als Tabellen-Dritter die Chance auf die direkte Champions-League-Qualifikation hat, ist das Verhältnis zur Klub-Spitze stark belastet.

Am Wochenende hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview angedeutet, dass es im Zusammenhang mit der Terminierung des Champions-League-Nachholspiels gegen AS Monaco nach dem Anschlag auf die Mannschaft zu einer deutlichen Meinungsverschiedenheit zwischen der Klubführung und Tuchel gekommen war.

Dieses Interview hatte vor dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim für Aufsehen gesorgt.

Kritik aus der Mannschaft

Der Grund für Watzkes Kritik: Tuchel und einige Spieler hätten angegeben, sich vom Geschäftsführer gedrängt gefühlt zu haben, am Tag nach dem Anschlag zu spielen.

Watzke wirft Tuchel vor, seine diesbezügliche Ablehnung erst nach dem Spiel artikuliert zu haben. Auch von BVB-Präsident Reinhard Rauball erhielt Watzke inzwischen öffentlich Unterstützung.

Tuchel hatte sich darüber geärgert, dass Watzke dies zum Thema machte. "Ein großes Thema für einen großen Tag", hatte Tuchel vor der Partie bei Sky sarkastisch angemerkt: "Ich verbiete mir darauf einzugehen oder auch nur darüber nachzudenken, darauf Energie zu verwenden. Wir dürfen uns nicht ablenken lassen."

Auch aus der Mannschaft soll es unterdessen Kritik an Tuchel geben. Die Süddeutsche Zeitung zitierte am Montag ungenannte Teammitglieder, die sich an Tuchels Arbeitsweise störten.

Die Spekulationen über eine vorzeitige Trennung von Tuchel im Sommer werden daher nicht enden.