Hoeneß: Dann höre ich bei Bayern auf

Hoeneß: Dann höre ich bei Bayern auf

Uli Hoeneß spricht bei einem Event in Dresden erstmals vom Rückzug als Bayern-Präsident und sagt, für welchen Star er "finanziell viele Grenzen" sprengen würde.
Bayern Münchens Präsident hat erstmals über einen Rückzug von seinem Amt gesprochen.
Hoeneß spricht von Rücktritt
00:32
Lisa Obst
von SPORT1
am 9. Nov

Erst ungewohnt leise Töne und nun das.

Als "Außenseiter" fahre sein FC Bayern München zum Bundesliga-Kracher nach Dortmund. Aber damit nicht genug, plötzlich spricht Hoeneß auch vom Rückzug als Bayern-Präsident.

Der 66-Jährige weilte in Dresden beim "sächsischen Wirtschaftsdialog saxxess", dabei nahm er kein Blatt vor den Mund.

"Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen. Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat, und aus dem Fußball kommen. Das wird schwer. Wenn ich einen wüsste, würde ich nächstes Jahr aufhören", sagte Hoeneß vor etwa 100 geladenen Gästen.

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Für Hoeneß hat die Tabellensituation der Bayern direkte Auswirkungen auf seine Gesundheit: "Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit zehn Punkten Abstand bist, macht dich das krank, und da hast du keine schönen Wochenenden. Jetzt mit so einem schönen Weihnachtsergebnis, gewinnt man für zwei Monate Lebensqualität."
Kritische Worte findet er für Ex-Trainer Jürgen Klinsmann: "Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen. Jupp Heynckes hat einen Flipchart und fünf Eddingstifte. Da kostet einer 2,50 Euro. Mit Heynckes gewinnen wir Spiele für 12,50 Euro, und bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt."
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Hoeneß spricht erstmals von Rücktritt

Es ist das erste Mal, dass Hoeneß so deutlich vom Rückzug spricht und einen klaren Zeitrahmen nennt.

Im November 2019 steht seine Wiederwahl an. Hoeneß ist mit Unterbrechungen seit 2009 als Präsident der Bayern tätig und seit 2010 außerdem als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner.

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Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte er im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar 2017 auch wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt.

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Hoeneß-Ansage: "Wir sind nicht so arrogant, wie ihr glaubt!"

"Für Mbappe würde ich viele Grenzen sprengen"

Neben seiner eigenen Zukunft sprach er auch über eine Reihe anderer Themen. So bekräftigte Hoeneß seine Entschuldigung gegenüber Bayerns Ex-Profi Juan Bernat ("nicht in Ordnung").

Außerdem nannte er seinen absoluten Wunschspieler: "Für Mbappe aus Paris würde ich finanziell viele Grenzen sprengen. Aber der will nicht zu uns."