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Klose: Darum bleibe ich bei der U17

Klose: Darum bleibe ich bei der U17

Miroslav Klose hat sich für die U17 und gegen den Sprung zur U19 beim FC Bayern entschieden. Nun erklärt der Weltmeister von 2014, warum.
Die Bayern wollten ihn als Coach der U19, doch Miroslav Klose blieb lieber bei der U17. Der Weltmeister von 2014 erklärt, weshalb er sich nicht überreden ließ.
Robin Wigger
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Stefan Kumberger
Stefan Kumberger
von Robin Wigger, Stefan Kumberger

Miroslav Klose hat erklärt, warum er beim FC Bayern weiterhin die U17 trainiert und nicht die U19 übernimmt.

"Es ging nur um meine Person. Ich möchte lernen, ich bin noch nicht so weit", sagte Klose am Rande der Premiere der Dokumentation von Toni Kroos: "Ich war immer zu mir ehrlich. Und wenn ich sage, ich bin noch nicht so weit, dann ist das einfach nur ehrlich."

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Bayern wollten Klose für die U19

Die Bayern wollten Klose unbedingt als neuen U19-Trainer, doch der 41-Jährige lehnte die Beförderung ab. Schlussendlich blieb er auf seiner Position als U17-Coach, Martin Demichelis steht nun bei der U19 an der Seitenlinie.

Er folgt bei der U19 auf Sebastian Hoeneß, der seinerseits die Mannschaft von Holger Seitz nach dessen Wechsel in die sportliche Leitung des Nachwuchsleistungszentrums der Münchner übernommen hatte.

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Klose: Das hat zu lange gedauert

Klose betonte, er habe viele Gespräche mit Hasan Salihamidzic und Jochen Sauer geführt. Dabei stieß er offenbar mehrmals auf Unverständnis. "Das (seine Lage, Anm. d. Red.) habe ich versucht, jedem zu kommunizieren. Es hat meiner Meinung nach zu lange gedauert", deutete der Weltmeister von 2014 Konflikte im Entscheidungsprozess an. Zwischenzeitlich sollen die Fronten verhärtet gewesen sein. Sogar ein Rücktritts Kloses stand im Raum.

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Dass man ihn im Klub für die U19 haben wollte, "ehrt uns. Das zeigt auch, was für eine fantastische Arbeit wir geleistet haben mit unserem ganzen Staff", sagte Klose, der mit seinen FCB-Junioren im Halbfinale der Meisterschafts-Endrunde am 1. FC Köln gescheitert war.

Bei der Premiere seines Filmes "Kroos" zollt der Weltmeister von 2014 dem zurückgetretenen Arjen Robben Respekt. Auch Miroslav Klose verneigt sich.
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Doch "wenn es um mich persönlich geht, möchte ich meine Trainerkarriere planen, wie ich es in meiner Fußballkarriere auch gemacht habe", erklärte Klose.

So setzte sich Klose im Machtkampf mit Salihamidzic am Ende offenbar durch. Ob dieser nach den Verhandlungen enttäuscht war, wisse er nicht, sagte Klose. Doch "letztendlich hat er es auch verstanden."

Klose mit U17-Saison zufrieden

"Miro und ich haben noch einmal diskutiert, was für den FC Bayern das Beste ist", hatte Salihamidzic erklärt. "Miro hat mich gebeten, mit der U17 weiterarbeiten zu können. Er weiß, dass wir einen Plan haben für die Ausbildung unserer Talente. Wir haben uns jetzt dahingehend geeinigt, dass er noch ein weiteres Jahr Trainer der U17 bleibt. Das war Miros Wunsch."

Klose beurteilt die Saison seiner U17 positiv. "Wir können sehr zufrieden sein mit der ersten Saison, wenn man sieht, wie sich die Jungs entwickelt haben und wie viele vom jungen Jahrgang wir eingesetzt haben, selbst im Halbfinale gegen Köln."

Nun gilt es, die Talente weiter zu fördern. "Wir haben wirklich gute Jahrgänge am Campus. Jetzt müssen wir sehen, wie wir die schleifen können. Aber vieles liegt auch an den Jungs selbst."