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Bayern geht in Frankfurt unter

Bayern geht in Frankfurt unter

Die Krise beim FC Bayern verschärft sich. Nach einem frühen Platzverweis für Boateng verliert die Kovac-Elf in Frankfurt. Nur Lewandowski trifft.
Serge Gnabry und der FC Bayern kassierte eine 1:5-Pleite
Serge Gnabry und der FC Bayern kassierte eine 1:5-Pleite
© Getty Images
Sportinformationsdienst
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von Sportinformationsdienst

Thomas Müller und David Alaba diskutierten mit den aufgebrachten Fans am Zaun, der angezählte Trainer Niko Kovac nahm einen tiefen Schluck aus seiner Trinkflasche und verschwand dann erst einmal in der Kabine.

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Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage seit über zehn Jahren hat sich die Herbstkrise beim deutschen Rekordmeister Bayern München noch einmal dramatisch verschärft. Für Kovac wird die Luft nach dem 1:5 (1:2)-Debakel bei seinem alten Klub Eintracht Frankfurt immer dünner.

FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - NOVEMBER 02: Djibril Sow of Eintracht Frankfurt scores his team's second goal during the Bundesliga match between Eintracht Frankfurt and FC Bayern Muenchen at Commerzbank-Arena on November 02, 2019 in Frankfurt am Main, Germany. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)
Benjamin Pavard, Serge Gnabry, Manuel Neuer und Robert Lewandowski (v.l.) mit hängenden Köpfen vor dem Bayern-Block
Bayern Munich's Croatian headcoach Niko Kovac reacts during the German first division Bundesliga football match between Eintracht Frankfurt and FC Bayern Munich on November 2, 2019 in Frankfurt am Main, western Germany. (Photo by Daniel ROLAND / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)
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Bayerns höchste Niederlagen

Kein öffentliches Bayern-Training am Sonntag

Wie die Bayern am späten Abend via Twitter mitteilten, "wurde kurzfristig die Entscheidung getroffen, morgen nicht öffentlich zu trainieren".

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Alles zum 10. Spieltag im CHECK24 Doppelpass mit Marcel Reif, Dieter Hoeneß und Steffen Freund am Sonntag, ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf SPORT1.de.

"Das ist kein riesiges Wunder. Das hat sich angebahnt", kommentierte Kapitän Manuel Neuer im ZDF die Pleite. Nach der frühen Roten Karte gegen Jérôme Boateng (9./Notbremse) agierten die Münchner zwar in Unterzahl, doch das wollte Neuer nicht als Entschuldigung für den desolaten Auftritt gelten lassen. (Die Stimmen aus Franfurt)

Jérôme Boateng des FC Bayern foult Eintracht Frankfurts Goncalo Paciencia
Frankfurt's Portuguese forward Goncalo Paciencia (foreground) and Bayern Munich's German defender Jerome Boateng vie for the ball during the German first division Bundesliga football match between Eintracht Frankfurt and FC Bayern Munich on November 2, 2019 in Frankfurt am Main, western Germany. (Photo by Daniel ROLAND / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)
Markus Schmidt zeigt Jerome Boateng die Rote Karte
Bayern Munich's Croatian headcoach Niko Kovac reacts during the German first division Bundesliga football match between Eintracht Frankfurt and FC Bayern Munich on November 2, 2019 in Frankfurt am Main, western Germany. (Photo by Daniel ROLAND / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)
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Bayerns Horror-Tag - so lief das Debakel für Kovac und Co.

"Das hat es natürlich nicht leichter gemacht. Dennoch darfst du keine fünf Dinger bekommen. Wir sind nicht konsequent in der Verteidigung", schimpfte der Nationaltorhüter, der bei den Gegentreffern durch Filip Kostic (25.), Djibril Sow (33.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciência (85.) chancenlos war.

"Wir haben zu viele Fehler gemacht"

Zuletzt hatten die Bayern im April 2009 in Wolfsburg 1:5 in der Liga verloren - der damalige Trainer Jürgen Klinsmann wurde kurze Zeit später entlassen. Kovac könnte ein ähnliches Schicksal drohen, daran änderte auch das 14. Saisontor von Robert Lewandowski nichts (37.).

"Nach der Roten Karte war alles über den Haufen geworfen. Dennoch darf uns das am Ende nicht passieren. Es war heute nicht das, was wir von uns erwarten. Wir haben zu viele Fehler gemacht", sagte der angefressene Kovac, der Fragen nach seiner Zukunft schlecht gelaunt beantwortete: "Das weiß ich nicht."

Nach dem Spiel hatten nicht nur die Fans Redebedarf. Lewandowski tauschte sich angeregt mit Neuer und Serge Gnabry aus - die Stars wirkten ratlos. Im Topspiel gegen Borussia Dortmund fehlen nach dem Platzverweis gegen Boateng drei Innenverteidiger - Niklas Süle und Lucas Hernandez sind verletzt.

Robert Lewandowski holt sich nach 2014, 2016 und 2018 zum vierten Mal die Torjäger-Kanone. Der Stürmer des FC Bayern triumphiert vor Paco Alcácer. SPORT1 zeigt die besten Knipser der Bundesliga
TURIN, ITALY - OCTOBER 01:  Kevin Volland of Bayer Leverkusen in action during the UEFA Champions League group D match between Juventus and Bayer Leverkusen at Juventus Arena on October 1, 2019 in Turin, Italy.  (Photo by Pier Marco Tacca/Getty Images)
Moenchengladbach's French forward Marcus Thuram eyes the ball during the German first division Bundesliga football match Eintracht Frankfurt v Borussia Moenchengladbach on May 16, 2020 in Frankfurt, western Germany as the season resumed following a two-month absence due to the novel coronavirus COVID-19 pandemic. (Photo by Michael Probst / POOL / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by MICHAEL PROBST/POOL/AFP via Getty Images)
LEIPZIG, GERMANY - MARCH 10: Patrik Schick of Leipzig runs with the ball during the UEFA Champions League round of 16 second leg match between RB Leipzig and Tottenham Hotspur at Red Bull Arena on March 10, 2020 in Leipzig, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
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Torjäger: Lewandowski holt schon wieder die Kanone

Während die Münchner ihre Wunden leckten, feierte die Mehrzahl der 51.500 Zuschauer ausgelassen die Eintracht. "Das war ein Ausrufezeichen. Das ist ein Freudentag", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Die Fans sangen schadenfroh: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus."

Nach dürftigen Vorstellungen in den vergangenen Wochen, insbesondere bei der Beinahe-Blamage im Pokal beim Zweitligisten VfL Bochum (2:1), hatte Kovac seine Mannschaft in die Pflicht genommen. "Mehr Leidenschaft" erwartete der Kroate vor allem in den Zweikämpfen - eine Vorgabe, die in Unterzahl noch wichtiger erschien.

Zweitschnellster Bayern-Platzverweis

Dabei wollten die Münchner endlich auch wieder spielerisch glänzen. Kovac hatte dafür taktische Änderungen vorgenommen und neues Personal gebracht. Im Vergleich zum Pokalspiel wechselte der in der Kritik stehende Coach auf vier Positionen, unter anderem kehrten Thomas Müller für sein 500. Pflichtspiel, Philippe Coutinho und Lewandowski in die Startelf zurück.

Nach dem zweitschnellsten Platzverweis für einen Bayern-Spieler in der Bundesliga mussten die Gäste vornehmlich Defensivarbeit leisten, die Frankfurter trauten sich in Überzahl noch mehr zu. Erst die geniale Körpertäuschung von Lewandowski und der anschließende Treffer weckte die Bayern kurzfristig aus ihrer Schockstarre. 

Die Münchner kamen auch mit Elan aus der Pause, erhielten aber direkt die kalte Dusche durch Abraham. Kovac reagierte und nahm den unauffälligen Coutinho vom Platz, Kingsley Coman sollte das Offensivspiel beleben. Stattdessen spielten sich die Frankfurter in einen Rausch.