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Rummenigge: Krise als Chance

Rummenigge: Krise als Chance

Karl-Heinz Rummenigge erwartet durch die Coronakrise große Auswirkungen auf den Transfermarkt. Auch beim FC Bayern bemerke man die fehlenden Einnahmen.
Der FC Bayern wollte im Sommer groß auf dem Transfermarkt angreifen. Doch die aktuelle Gemengenlage macht eine Planung unmöglich.
dpa
von dpa
03.04.2020 | 08:19 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge erwartet durch die Corona-Krise Auswirkungen auf den Transfermarkt.

"Jede Krise beinhaltet aber auch eine Chance. Seit langer Zeit entwickeln sich Ablösesummen und Gehälter der Spieler in ungesunder Größenordnung. Das Coronavirus und die daraus resultierende weltweite Krise wird dazu führen, dass dieses 'Immer teurer, schneller, mehr' zumindest gestoppt wird", sagte der Vorstandschef des Deutschen Meisters im Mitgliedermagazin "51".

"Nachfrage und Angebot werden den Transfermarkt regulieren und neu ausbalancieren."

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Atletico Madrid's Portuguese forward Joao Felix reacts to missing a goal opportunity during the Spanish league football match between Club Atletico de Madrid and Levante UD at the Wanda Metropolitano stadium in Madrid on January 4, 2020. (Photo by GABRIEL BOUYS / AFP) (Photo by GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images)
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Im Vorwort des Magazins wies Rummenigge erneut auf den sorgsamen gesellschaftlichen Umgang mit der aktuellen Situation hin. "Es findet eine Entschleunigung des Lebens statt. Und der Fußball muss auch damit vorbildlich und diszipliniert umgehen. Jeder, der unseren Sport liebt, wünscht sich natürlich, dass es möglichst bald wieder auf den Rasen geht", sagte der 64-Jährige. Wann das sein werde, könne keiner seriös voraussagen.

Fußball soll Gesellschaft in Normalität zurückführen

"Wenn es soweit ist - natürlich in enger Abstimmung mit der Politik - kann der Fußball hoffentlich dazu beitragen, dass wir langsam und behutsam in die Normalität zurückfinden", sagte er. Derzeit stünde aber eben das Thema Gesundheit über allem.

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Rummenigge wies auf die schwierige wirtschaftliche Situation des Fußballs hin. "Im Moment sind die Einnahmen aller Clubs praktisch auf null zurückgefahren. Das betrifft auch den FC Bayern. Wir haben nur das große Glück, dass wir uns in den vergangenen Jahren gewisse Reserven schaffen konnten", sagte der Vorstandsvorsitzende.

"Und gerade dieser Fakt ermöglicht, dass wir in dieser großen Krise solidarisch zusammenstehen. Die starken Schultern müssen die schwächeren Schultern stützen."