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Flick: Sané kein Kimmich oder Müller

Flick: Sané kein Kimmich oder Müller

Vor dem Duell gegen Mainz nimmt Bayern-Trainer Hansi Flick Neuzugang Leroy Sané in Schutz. Dieser habe Qualitäten, die dem Rekordmeister noch helfen werden.
Dank einer furiosen zweiten Hälfte dreht der FC Bayern gegen Mainz einen 0:2-Pausenrückstand in einen hohen Sieg.  Dementsprechend ist Trainer Hansi Flick nach Abpfiff nicht gänzlich zufrieden.
. SPORT1
von SPORT1
03.01.2021 | 22:46 Uhr

Leroy Sané ist beim FC Bayern München noch immer nicht ganz angekommen.

Der Nationalspieler, der vor der Saison von Manchester City zum Rekordmeister gewechselt war, hat die hochgesteckten Erwartungen noch nicht erfüllt. 

Beim 2:1-Sieg in Leverkusen kassierte sogar die Höchststrafe und wurde erst ein- und dann ausgewechselt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zählte den 24-Jährigen daraufhin im CHECK24 Doppelpass von SPORT1 an: "Er muss jetzt den nächsten Schritt machen. Er muss seinen Charakter an den FC Bayern anpassen."

Vor dem Duell gegen den FSV Mainz 05 (FC Bayern - FSV Mainz 05 JETZT im LIVETICKER) erklärte Cheftrainer Hansi Flick nun, warum er seinen Schützling aus dem Spiel nahm. "Man macht sich als Trainerteam Gedanken, was für Optionen wir noch haben. Wir haben alles abgewogen und uns letztendlich so entschieden - und haben das Spiel dann zehn Sekunden vor Schluss durch das Tor von Robert Lewandowski gewonnen."

Flick: Sané ist nicht so emotional

Flick verriet, dass er Sané danach seine Beweggründe in einem Gespräch erklärte. "Ich habe mit ihm offen nach dem Spiel gesprochen und ihm erklärt, warum und weswegen. Er hat das auch so angenommen und er weiß auch, dass er mit Sicherheit noch Luft nach oben hat."

Insgesamt ist der Bayern-Coach davon überzeugt, dass sich der Außenstürmer noch gewinnbringend entwickeln wird. "Er hat enorme Qualitäten, wenn er im Ballbesitz ist und sein Tempo in unser Spiel einbringen kann. "Er ist auch in der Zukunft ein wichtiger Spieler für uns. Wir müssen ihm die Zeit geben. Er arbeitet hart an dem Ganzen."

Dass der eher leise Sané nun sein Temperament um 180° drehen wird, sei indes nicht zu erwarten. "Er ist nicht so emotional, wie sich das vielleicht viele von ihm wünschen. Aber jeder Spieler verkörpert das anders."

Flick hofft auf einen schnellen Befreiungsschlag des Neuzugangs: "Ich würde mich freuen, wenn der Knoten einfach mal platzen würde. Aber er wird nie so ein Spieler sein wie Thomas Müller oder Joshua Kimmich. Das ist Leroy Sané und er hat Qualitäten, die kein anderer hat und die muss er natürlich auch zeigen."

Den Anfang machte Sané bereits im Spiel gegen Mainz. Da gelang ihm nach schönem Solo der Treffer zum 2:2.