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Bayerns Zukunft aus Hertha-Stall

Bayerns Zukunft aus Hertha-Stall

Torben Rhein dominiert in der Jugend bei Hertha BSC, entscheidet sich mit 14 Jahren dennoch für einen Wechsel zum FC Bayern. Dort hat er langfristige Pläne.
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Carsten Arndt
Carsten Arndt
von Carsten Arndt

Wühlt man sich durch das Archiv des Hertha-Nachwuchses, kommt man an einem jungen Mann einfach nicht vorbei.

Freches Lächeln, rot gefärbter Irokesen-Schnitt - und immer eine Auszeichnung oder Trophäe in der Hand: Torben Rhein dominiert den Berliner Jugend-Fußball seinerzeit quasi nach Belieben. (Bundesliga: Hertha BSC - FC Bayern München, 20 Uhr im LIVETICKER)

Auf der Homepage des Dresdner Sportclubs 1989 ist gar ein Jugendturnier der G-Jugend (4-6 Jahre alt) dokumentiert, bei dem der Junge mit den roten Haaren auf dem Mannschaftsfoto des Turniersiegers Hertha BSC zu sehen ist. Bester Spieler des Turniers: Torben Rhein.

Unzählige weitere persönliche Auszeichnungen pflastern fortan seinen Jugendweg. Bester Spieler, bester Techniker, größtes Kämpferherz, All-Star-Team - der heut 18 Jahre alte Rhein liefert offensichtlich das Gesamtpaket. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Torben Rhein: Wunschspieler von Gerland

Dabei stets an seiner Seite: Nemanja Motika. Er ist der Vollstrecker in der Hertha-Jugend. Der, der Rheins Vorlagen verwertet.

Gemeinsam gehen sie Schritt für Schritt durch die Berliner U-Teams - bis 2017 der große FC Bayern München anklopft. "Talente-Klau! Drei Hertha-Bubis vor dem Sprung zu Bayern München", titelte die BZ Berlin seinerzeit.

Objekte der Begierde: Die beiden 14-Jährigen Rhein und Motika sowie Motikas ein Jahr jüngerer Bruder Nikola.

Rhein, so heißt es damals in der BZ, sei der absolute Wunschkandidat von Hermann Gerland gewesen. Der "Tiger" war zu dieser Zeit Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Münchner.

Auszeichnung mit Fritz-Walter-Medaille

Der FCB soll die Talente zudem mit Familien zu einem Champions-League-Spiel eingeladen haben. Bei den anschließenden Zukunftsgesprächen sollen sogar die Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge am Tisch gesessen haben, schreibt die Zeitung. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Das hinterließ offenbar Eindruck. Seit Sommer 2017 trägt das Trio das Trikot des deutschen Rekordmeisters.

Nikola Motika steht inzwischen im Kader der U17, Nemanja Motika und Rhein, der im August 2018 der erste Spieler wurde, der unter dem Trainer Miroslav Klose ein Tor erzielte, gehören der U19 an.

Doch der gebürtige Berliner Rhein sticht heraus. Er ist der Kapitän von Bayerns U19 und der deutschen U18-Nationalmannschaft und wird 2020 mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet.

Folgerichtig verkündete der FC Bayern vor wenigen Tagen die Vertragsverlängerung mit dem beidfüßigen Youngster, der sich auf allen Positionen im zentralen Mittelfeld wohlfühlt.

Rhein "überzeugt" vom Umfeld in München

"Ich freue mich sehr über diese Vertragsverlängerung. Ich bin überzeugt, dass ich hier das richtige Umfeld habe, um die nächsten Schritte in meiner Entwicklung nehmen zu können und bedanke mich beim FC Bayern, meiner Familie, meinen Beratern und all meinen bisherigen Trainern in Berlin und München, die bis hierher meinen Weg begleitet und mich gefördert haben", sagte Rhein bei SPORT1.

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Über regelmäßige Einsätze in der dritten Liga bei Bayern II zeitnah für den Profi-Kader von Hansi Flick empfehlen - um dann irgendwann einmal in der Bundesliga im Berliner Olympiastadion aufzulaufen.

"Ich habe dort viele Spiele von Hertha BSC erlebt. Als ich jünger war, habe ich vor allem die Aktionen von Lukasz Piszczek oder später von Fabian Lustenberger und Salomon Kalou verfolgt", erzählt Rhein einmal in einem Interview: "Es war immer etwas Besonderes für mich, in diesem großen Stadion eine Bundesliga-Partie zu sehen."

Am Freitag kommt es nun in jenem Stadion zum Duell seines aktuellen Klubs aus der bayerischen Landeshauptstadt mit dem Verein, bei dem Rhein viele Jahre groß geworden ist.

Den roten Iro aus Berliner Zeiten trägt er heute übrigens nicht mehr, das rote Trikot hingegen dürfte er sich noch öfter überstreifen.