Masken-Kritik an Rummenigge

Masken-Kritik an Rummenigge

Karl-Heinz Rummenigge ist in Sachen Maskenpflicht kein Vorbild, meint die Münchner Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek.
Die Impf-Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge schlugen hohe Wellen. Der Bayern-Boss erklärt, wie sein Statement gemeint war.
Impf-Aussagen: Rummenigge fühlt sich missverstanden
02:57
. SID
von SID
am 21. Feb

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München ist in Sachen Maskenpflicht kein Vorbild, meint die Münchner Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek.

Rummenigge gefährde zwar nicht direkt andere, wenn er seine Maske unter der Nase trage, sagte sie dem Deutschlandfunk, aber: "Ich würde vorschlagen, dass man nochmal mit ihm von Seiten des Hygiene-Verantwortlichen spricht. Es ist jedenfalls kein gutes Beispiel."

Rummenigge selbst hatte bereits zugegeben, dass ihm die Masken häufig Probleme bereiten "Als Brillenträger habe ich – wie wahrscheinlich viele andere auch – das Problem, dass meine Brille immer beschlägt, wenn ich eine Maske trage." Um das Problem zu umgehen - und die Maske nicht unter die Nase ziehen zu müssen - hatte er zuletzt sogar auf eine Special-Maske zurückgegriffen. 

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"Leider habe ich noch keine Maske gefunden, die den gesundheitlichen sowie politischen Anforderungen und zugleich meinen Anforderungen genügt", sagte Rummenigge, der auch noch erklärte, dass ihm der übliche Mund-Nasenschutz oft unter die Nase gerutscht sei.

Zurek wies derweil den Vorwurf zurück, es gebe durch die Behörden eine Sonderbehandlung des Fußballs. "Wir sind da wirklich sehr strikt. Bei uns gibt es keinerlei Ausnahmen, egal ob jemand in einer Profiliga spielt oder ob es sich um einen Kontakt handelt, der in einem normalen Büro oder in der Familie stattfindet", betonte sie.

Wenn beim FC Bayern ein Profi positiv auf Corona getestet würde, würde wie in allen anderen Fällen analysiert, ob die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts erfüllt wurden. Wenn dies nicht der Fall sei, müssten auch andere Spieler in Quarantäne. Dies sei bei den jüngsten Münchner Fällen "offensichtlich nicht" so gewesen.