Transfers? Nagelsmann mit Klartext

Transfers? Nagelsmann mit Klartext

Beim FC Bayern sind die Kaderplanungen eigentlich abgeschlossen. Julian Nagelsmann spricht nun über mögliche Transfers.
Im Testspiel gegen Ajax ließ sich Joshua Zirzkee kurz vor der gegnerischen Torlinie den Ball noch abluchsen. Sein Trainer will deswegen aber kein Fass aufmachen.
Das sagt Nagelsmann über den Zirkzee-Lapsus
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Kai Hartwig
von Kai Hartwig
am 24. Juli

Der FC Bayern testet am Samstag seine Form. Mit Ajax Amsterdam erwartet das Team von Julian Nagelsmann ein echter Brocken (im LIVETICKER auf SPORT1.de).

Der Kader der Münchner ist aktuell geschwächt. Das Fehlen einiger EM-Teilnehmer macht sich bemerkbar. Die Abgänge von etablierten Defensivkräften wie David Alaba, Javi Martínez und Jérôme Boateng sowie die Verletzungen von Alphonso Davies, Lucas Hernández und Marc Roca musste Coach Nagelsmann zudem hinnehmen. Wird der FCB also doch noch mal auf dem Transfermarkt tätig? (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

FC Bayern: Nagelsmann will auf eigene Jugend setzen

Nagelsmann setzt vorerst lieber auf die Spieler, die ihm zur Verfügung stehen. Wie die Neuzugänge Dayot Upamecano und Omar Richards. „Für sie ist es keine einfache Situation. Sie sind im Kader und Training jetzt gut integriert“, sagte Nagelsmann bei RTL vor dem Ajax-Test. Und prophezeite dem Duo einen harten Konkurrenzkampf.

„Trotzdem wird es für sie dann spannend, wenn alle da sind und sie sich dann mit denen messen, die das letzte Jahr durchgespielt haben“, befand der Bayern-Trainer und ergänzte: „Für solche Neuzugänge ist es nicht schlecht, wenn der Kader noch nicht komplett ist, um eben etwas mehr Spielzeit und Aufmerksamkeit im Training zu bekommen. Sie machen es beide gut und die Fans können gespannt sein.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Coach Nagelsmann lehnt „Not-Transfers“ ab

Von Schnellschüssen auf dem Transfermarkt hält Nagelsmann derweil nichts. Vielmehr baut er auf die eigen Nachwuchsarbeit des FC Bayern. „Es sprechen viele Faktoren dafür, immer wieder zu schauen, dass wir gute Nachwuchsspieler haben und diese integrieren können“, meinte Nagelsmann.

„Wenn du aufgrund von Corona gewisse finanzielle Zwänge hast und auch so, dass der englische Markt extreme Ablösesummen bezahlt - da wollen wir nicht immer mitgehen“, bekräftigte der 34-Jährige. „Wir können nicht alle verrückten Dinge mitmachen. Deswegen ist es auch für Bayern München wichtig, Nachwuchsspieler zu integrieren.“

FC Bayern: Salihamidzic schließt Transfers nicht ganz aus

Auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic zeigte sich im Vorfeld der Partie gegen Amsterdam zurückhaltend, ließ sich aber eine Transfer-Hintertür auf. „Natürlich schauen wir immer, was los ist“, meinte der FCB-Boss bei RTL.

Doch Salihamidzic ist sich bewusst, dass die wirtschaftlichen Bedingungen derzeit eine Herausforderung darstellen. „Jeden hat die Pandemie getroffen. Jeder weiß, dass sich der FC Bayern die wirtschaftliche Situation immer ganz genau anschaut“, betonte er und ergänzte: „Wir wollen den sportlichen Erfolg darauf basierend aufbauen. Deswegen ist es im Moment nicht so einfach.“

Lange wurde spekuliert und jetzt ist es bestätigt, der deutsche Rekordmeister wird in der neuen Saison mit einem dunkelroten Trikot mit hellroten Streifen auflaufen.
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Gänzlich ausschließen wollen die Münchner weitere Transfers trotzdem nicht. „Wir lassen immer die Augen offen, arbeiten viel und schauen, was passiert. Wir wissen natürlich auch nicht, was am Transfermarkt passiert“, urteilte Salihamidzic. „Wir sehen, dass es den Fußball richtig getroffen hat, nicht nur uns, sondern viele Vereine. Die Vereine, die Investoren haben, hat es vielleicht ein bisschen weniger getroffen“, erklärte der FCB-Sportvorstand.

Der FC Bayern will im Vergleich zu Vereinen des Kalibers Paris Saint-Germain, Manchester City oder FC Chelsea einen eigenen Weg beschreiten. „Wir versuchen anders zu sein, versuchen natürlich auch, unseren Campus sehr gut einzubinden“, stützte Salihamidzic die Aussagen von Nagelsmann. „Der Trainer ist sehr interessiert daran, auch mit den jungen Spielern zu arbeiten. Das bringt uns natürlich sehr viel.“