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Hoeneß „fürchtet wohl um sein Wurst-Imperium“

Hoeneß „fürchtet wohl um sein Wurst-Imperium“

Uli Hoeneß lehnt sich mit einer Aussage zu Veganern weit aus dem Fenster. Nun bekommt er von einer Tierschutzorganisation Gegenwind.
Lucas Hernández droht eine Haftstrafe. Der Franzose ist nicht der Einzige, der beim FC Bayern in Konflikt mit dem Gesetz geriet.
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von SPORT1

Uli Hoeneß hat es vorausgesehen - nach seinen Aussagen am Wochenende steht er in der Kritik.

Wie er selbst schon prophezeite, bekam er für seinen jüngsten Verbal-Umschlag - diesmal gegen vegan lebenden Menschen - schnell Kontra. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Das Problem ist, die sind ja militant. Wenn du die heute kritisierst, greifen sie dich an“, hatte Hoeneß am Wochenende in einem viel beachteten Interview bei Antenne Bayern gewettert.

Ein echter Angriff ist es zwar nicht, Gegenwind aber auf jeden Fall. Unter anderem von der Tierrechtsorganisation PETA, die dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern nun widersprach.

„Hoeneß manövriert sich ins Abseits“

Und das entschieden: „Der Konsum von Fleisch und Milch steht, wie in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde, in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes“, erklärte Harald Ullmann, 2. Vorsitzender der Organisation, in einem Statement: „Uli Hoeneß wurde selbst schon wegen Herzproblemen behandelt und hat laut Medienberichten Bluthochdruck. Mit solchen Aussagen manövriert sich Hoeneß ins Abseits.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Hoeneß - der bekanntlich selbst eine Wurstfabrik besitzt - hatte unter anderem verdeutlicht, dass er mit einer fleischfreien Lebensweise nichts anfangen könne. „Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden“, sagte der langjährige Bayern-Boss. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Es störe ihn zwar „überhaupt nicht“, wenn jemand vegetarisch oder vegan lebe. „Ich habe nur ein Problem mit den Leuten, die die anderen kritisieren.“

Auch Schauspieler kritisiert den Ex-Bayern-Boss

Ullmanns Konter in Richtung Hoeneß: „Will er weiter am Ball bleiben, empfehlen wir ihm dringend, seine Wurstproduktion einzustellen und selbst Veganer zu werden. Wir laden Uli Hoeneß ein, an unserem Veganstart-Programm teilzunehmen – damit er sich auch weiterhin mit Kurzpässen beschäftigen kann statt mit Bypässen.“ Hoeneß „fürchtet wohl um sein Wurst-Imperium“.

Immer mehr Menschen würden erkennen, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung das Beste sei, was sie für ihren Körper, die Tiere sowie unseren Planeten tun können – hoffentlich gehört Herr Hoeneß auch bald dazu.“

Der Schauspieler Ralf Moeller ergänzte im Gespräch mit t-online.de: „Ich verstehe natürlich, dass Sie als Wurstfabrikant, die Veganer nicht mögen. Aber ich persönlich bin aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen Veganer und weil ich die größten Zweifel an der Massentierhaltung habe.“

Er empfehle, einmal die Woche vegan und 50 Prozent weniger Fleisch zu essen. Ob er damit bei Hoeneß auf Gehör stößt, dürfte zumindest bezweifelt werden.

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