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Historische Gala des FC Bayern

Historische Gala des FC Bayern

Der FC Bayern zeigt im Spitzenspiel der Bundesliga eine Gala-Vorstellung. Bayer Leverkusen erlebt hingegen eine Demontage. Ein klares Statement im Titelrennen.
Machtdemonstration des FC Bayern! Gegen Verfolger Bayer Leverkusen führt der Rekordmeister bereits zur Halbzeit mit 5:0.
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von SPORT1

Es war eine Gala-Vorstellung des deutschen Rekordmeisters, ein Offensivfeuerwerk, ein historischer erster Durchgang und eine Demontage einer Mannschaft der Stunde: Der FC Bayern hat einen Statement-Sieg in der Bundesliga gelandet. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen siegten die Münchner mit 5:1 (5:0) und untermauerten damit die Vormachtstellung in der Bundesliga. Schon nach der ersten Halbzeit war das Spiel entschieden, auf historische Art und Weise.

Noch nie hatten die Bayern bei einem Bundesliga-Auswärtsspiel zur Pause mit fünf Toren vorngelegen. Und andersherum: Noch nie hatte Leverkusen zur Pause so hoch in der Bundesliga zurückgelegen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Waren das also die besten 45 Spielminuten, welche die Bayern zumindest seit sehr langer Zeit gespielt haben? „Ich denke schon. Wir haben fünf Tore in 45 Minuten erzielt. Wie wir nach vorne gespielt haben und die Tore gemacht haben... Zur Pause war klar, dass wir die drei Punkte mit nach München nehmen. Wir können zufrieden sein“, gab Robert Lewandowski bei DAZN eine Antwort.

Kimmich: Erste Halbzeit „gigantisch“

Weltfußballer Lewandowski (4./30.) hatte die Machtdemonstration zuvor mit seinen Saisontreffern acht und neun eingeleitet. Thomas Müller (34.) und Serge Gnabry (35./37.) entschieden die Partie gegen völlig überforderte Leverkusener noch vor der Pause.

„Ich habe uns das schon zugetraut. Die erste Halbzeit war aber ab der 30. Minute dann schon gigantisch“, zeigte sich Joshua Kimmich begeistert.

Patrick Schick (55.) gelang nur das Ehrentor für Bayer, das in der Bundesliga nie höher im eigenen Stadion verloren hat. Die Münchner nahmen nach dem Seitenwechsel aber bereits einen Gang raus, so wurde unter anderem Lewandowski nach gut einer Stunde zwecks Schonung ausgewechselt.

Trotz seines anstehenden Gerichtstermins am Dienstag stand Weltmeister Lucas Hernández wie von Trainer Julian Nagelsmann angekündigt in der Startelf der Bayern. Das 32. Strafgericht in Madrid hatte am Mittwoch angeordnet, dass Hernandez eine 2019 gegen ihn verhängte sechsmonatige Haftstrafe antreten muss.

Bei den Leverkusenern war der Rückenwind des erfolgreichen Saisonstarts nur vor dem Anpfiff spürbar. „Wir haben diese tolle Stimmung im Stadion mit dieser Leistung nicht verdient. In der Halbzeit war das Spiel schon beendet. Es war eine schreckliche Anfangsphase“, schimpfte Keeper Lukas Hradecky nach dem Abpfiff bei DAZN: „Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir alles gegeben haben. Es hat heute von allen etwas gefehlt.“

FC Bayern zeigt sich extrem spielfreudig

Besagten Rückenwind aus fünf Pflichtspielsiegen in Folge nahm Bayer überhaupt nicht mit vor 29.542 Zuschauern. Der frühe Schock durch Lewandowskis sehenswertes Hackentor nach toller Vorarbeit des freistehenden Dayot Upamecano leitete einen historischen Nachmittag im Rheinland ein.

Die extrem spielfreudigen Bayern rissen das Geschehen komplett an sich und fanden viele Räume im Zentrum, wo sich die Abwesenheit von Exequiel Palacios (Sprunggelenkverletzung) bemerkbar machte. Zudem erstickten die Münchner jegliche Versuche eines geordneten Spielaufbaus der Gastgeber mit einem hohen Pressing im Keim.

Den einzigen Vorwurf, den sich die Bayern in den ersten 25 Minuten noch machen mussten, war die fahrlässige Chancenverwertung. Leroy Sané traf den Pfosten (19.), Alphonso Davies (21.) und Leon Goretzka (22.) scheiterten an Bayer-Keeper Lukas Hradecky.

„Wir haben unfassbar viele Abschlusssituationen und eine herausragende Struktur gehabt. Es klingt bei 5:0 komisch, aber wir hatten auch die Chancen auf das sechste, siebte und achte Tor in der ersten Halbzeit“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann bei DAZN.

Kießling: „So kann man das einfach nicht stehen lassen“

Dieser Makel war nach magischen sieben Minuten vergessen: Lewandowski musste aus kurzer Distanz nach einer halben Stunde nur noch einschieben. Dann fälschte Müller einen Schuss von Süle mit dem Oberschenkel in die Maschen ab. Gnabrys Doppelpack ließ Bayer endgültig auseinanderfallen.

„Wir müssen schauen, dass wir uns sammeln, damit es ein bisschen besser aussieht als jetzt. So kann man das einfach nicht stehen lassen“, sagte der frühere Torjäger Stefan Kießling, Referent der Bayer-Geschäftsführung, in der Halbzeit bei DAZN und zuckte ratlos mit Schultern. Vor Wiederanpfiff wurde die Werkself noch mit aufmunterndem Applaus von der Nordkurve bedacht - zumindest mit kleinem Erfolg.

Bayern war danach zwar weiterhin spielbestimmend, dann aber traf Schick mit Hilfe des Innenpfostens. Mit Blick auf das Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon am Mittwoch beendete Nagelsmann dann bereits in der 64. Minute den Arbeitstag von Lewandowski und Müller.

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