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Die Rückkehr der Bayern-Ultras

Die Rückkehr der Bayern-Ultras

Die aktive Fanszene des FC Bayern kehrt gegen Hoffenheim in die Allianz Arena zurück. Beim letzten Aufeinandertreffen vor Zuschauern sorgten die Ultras für einen Skandal.
Am Samstag tritt der FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim an, allerdings ohne Julian Nagelsmann. Der erklärt, wie er sein Team aus dem Home-Office coachen will.
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von SPORT1

Es ist eine besondere Rückkehr.

Am Samstag empfängt der FC Bayern München in der Bundesliga die TSG Hoffenheim. Und erstmals seit Beginn der Coronapandemie darf der Rekordmeister die Allianz Arena wieder voll auslasten, bis zu 75.000 Zuschauer zulassen. (Bundesliga: FC Bayern München - TSG Hoffenheim, Samstag 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Gegen die Kraichgauer wird damit auch erstmals wieder die aktive Fanszene in München dabei sein. Und das birgt jede Menge Konfliktpotenzial. Zur Erinnerung: Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams vor Fans im Februar 2020 in Sinsheim eskalierte ein schwelender Konflikt zwischen der aktiven Fanszene vieler Bundesliga-Klubs und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp komplett. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Fan-Vertreter: „Keine großen Aktionen geplant“

In mehreren Bundesliga-Stadien gab es Schmähplakate gegen Hopp, so auch im Gästeblock in Sinsheim. Unter anderem war zu lesen: „Alles beim Alten. Der DFB bricht sein Wort. Hopp ist und bleibt ein H***sohn.“ Das Spiel wurde mehrfach unterbrochen, stand damals sogar kurz vor dem Abbruch.

Anlass dieser Aktionen war, dass das DFB-Sportgericht kurz zuvor ein zweijähriges Auswärtsfanverbot für Fans von Borussia Dortmund in Hoffenheim verhängt hatte. Die Fans sahen darin ein zwei Jahre zuvor gegebenes Versprechen vom DFB gebrochen, Kollektivstrafen abzuschaffen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Fast 600 Tage später kommt es also zum Wiedersehen der Bayern-Ultras und Hopp. Droht die nächste Eskalation? „Wir haben aktuell keine großen Aktionen geplant. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es einzelne Spruchbänder geben wird“, sagte Alexander Salzweger vom Club Nr. 12, der Vereinigung aktiver Fans des FC Bayern, bei Spox und Goal. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Er ergänzte: „Wir haben erst mal Interesse daran, unseren Verein zu unterstützen und wollen uns weniger auf diesen Nebenkriegsschauplatz konzentrieren.“ Einige Konfliktpunkte hätten sich inzwischen von selbst gelöst. „Viele Stadionverbote, die damit in Zusammenhang standen, sind im letzten Jahr während Corona ausgelaufen. Die meisten Betroffenen sind jetzt wieder drinnen“, erklärte der Fan-Vertreter.

Auch die neue Klubführung des Rekordmeisters um Präsident Herbert Hainer und Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn spielt bei der Thematik eine Rolle. „Vielleicht hat auch das ein bisschen zur Entspannung beigetragen“, sagte Salzweger. Zudem lobte er die aktuelle „offizielle und inoffizielle“ Kommunikation mit dem Klub.

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