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Jetzt wehrt sich Pavard!

Jetzt wehrt sich Pavard!

Benjamin Pavard sieht sich vor allem in seiner Heimat Kritik ausgesetzt. Nun setzt sich der Bayern-Star zur Wehr und weist seine Kritiker zurecht.
Machtdemonstration des FC Bayern! Gegen Verfolger Bayer Leverkusen führt der Rekordmeister bereits zur Halbzeit mit 5:0.
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von SPORT1

Benjamin Pavard hat dieser Tage in Teilen der öffentlichen Wahrnehmung keinen leichten Stand. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Vor allem in Frankreich steht der Bayern-Star immer wieder in der Kritik. Obwohl der Weltmeister von 2018 mit den Münchnern 2020 auch die Champions League gewann, gilt er in den Augen einiger Beobachter nur als Mitschwimmer.

Auch sein Stammplatz in der Nationalmannschaft wird teils hinterfragt. Sogar seine dortigen Teamkollegen sollen nicht sonderlich überzeugt von den Fähigkeiten des 25-Jährigen sein.

Pavard: „Weniger sexy als ein Hakimi“

Nun setzte sich Pavard gegen die herbe Kritik zur Wehr. „Die Kritik aus Frankreich lasse ich nicht an mich heran, denn ich habe Frankreich jung verlassen“, stellte der Rechtsverteidiger im Interview mit Canal+ klar.

Kritiker werfen Pavard vor allem vor, sich zu wenig in der Offensive einzuschalten. Tatsächlich machte der Rechtsfuß in der jüngsten Vergangenheit seine Sache in der Defensive zumeist solide. Doch im Spiel nach vorne sorgte er kaum für Impulse. Mittlerweile ist der FCB-Profi seit Juni 2020 ohne Torbeteiligung. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Auf dem Papier ist ein Pavard vielleicht weniger sexy als ein Hakimi oder ein Alexander-Arnold“, sagte der Franzose über sich selbst. „Aber ich denke, dass ich defensiv kompletter bin.“

Pavard wünscht sich mehr Respekt

Der Abwehrspieler fühlt sich ungerecht behandelt: „Wenn ich nicht gut genug wäre, wäre ich kein Stammspieler und würde nicht für Frankreich spielen.“

Deshalb wünscht er sich mehr Unterstützung aus der Heimat: „Ich würde in Frankreich gerne mehr respektiert werden, aber ich zwinge die Leute nicht dazu, die Bundesliga zu schauen.“

Pavard glaubt, dass seine Kritiker zu wenige Spiele des FC Bayern sehen, um ihn bewerten zu können. „Ich habe nur selten in der Ligue 1 gespielt, also kennt mich die französische Öffentlichkeit kaum. Sie haben mich wohl erst nach meinem Tor bei der WM wahrgenommen und sich für mich interessiert“, meinte er.

Durch das angesprochene Turnier 2018 stieg der damalige Stuttgarter in wenigen Wochen zum Shootingstar auf. Eine Performance, die den FC Bayern 2019 dazu bewegte, 35 Millionen Euro für Pavard zu zahlen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Gemischte Gefühle auch in München

In München wurde der Transfer von Beginn an mit gemischten Gefühlen betrachtet. Nach gut zwei Saisons lässt sich konstatieren, dass sich daran nicht viel geändert hat. Zuletzt war sogar ein Plakat in der Allianz Arena zu entdecken, das eine deutliche Aufschrift hatte: „Pavard = Kreisliga!“

FC Bayern: Benjamin Pavard musste in letzter Zeit viel Kritik einstecken.
FC Bayern: Benjamin Pavard musste in letzter Zeit viel Kritik einstecken.

Doch nach immerhin schon 87 Pflichtspielen für den FC Bayern will Pavard den kritischen Stimmen nicht zu viel Beachtung schenken. „Die echten Beobachter, die regelmäßig Fußball schauen, wissen genau, was ich getan habe und was ich noch immer tue“, erläuterte der Bayern-Profi.

Pavard sieht sich in der Abwehrzentrale

Dabei fühlt sich Pavard selbst auf Rechtsaußen nicht mehr so wohl, wie das womöglich noch bei der WM 2018 war. Schon in der Vergangenheit deutete er immer wieder an, dass er sich mehr in der Abwehrzentrale sieht.

Nun analysierte Pavard: „Meine Position ist in der Innenverteidigung. Das war schon immer so, hier fühle ich mich am wohlsten. Da habe ich am meisten Spaß. Ich denke, auf dieser Position sieht man meine Qualitäten besser.“

Doch in der Innenverteidigung hat Pavard in München starke Konkurrenz. Sowohl Dayot Upamecano als auch Niklas Süle und Lucas Hernández dürften derzeit einen besseren Stand unter Trainer Julian Nagelsmann haben.

Dazu trägt eben auch bei, dass die Leistungen von Pavard nicht mehr so eindrucksvoll sind, wie in den Jahren 2018 und 2019.

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