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Dardai wäre auch bei Sieg geflogen!

Dardai wäre auch bei Sieg geflogen!

Auch ein Sieg gegen den FC Augsburg hätte Pál Dardai laut Fredi Bobic nicht länger im Amt gehalten.
Der FC Augsburg holt nach seinem Sieg gegen den FC Bayern in Berlin einen Punkt. Für Hertha BSC trifft ausgerechnet ein Ex-FCA-Profi.
SID
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von SID

Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic vom Bundesligisten Hertha BSC hat die Entlassung von Trainer Pál Dardai verteidigt und als alternativlos beschrieben. „Es gibt Zeitpunkte, wo du Entscheidungen treffen musst. Dieser Zeitpunkt war gekommen“, sagte Bobic am Montagnachmittag: „Es geht nur darum, dass wir in ruhigere Gewässer kommen und aus dem, was wir haben, das Optimale herausholen und eine Entwicklung sehen.“

Die Berliner hatten zuvor das Aus von Trainer Dardai verkündet. „Wir hatten insgesamt nicht das Gefühl, dass sich viele Dinge verbessern“, sagte Bobic: „Wenn man Gespräche führt, dann weiß man: ‚okay, da kommt noch mehr, oder nichts mehr oder man wurschtelt sich so durch‘.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Entscheidung habe er dem Ungarn am Morgen im Beisein von Sportdirektor Arne Friedrich mitgeteilt, so Bobic. Es sei ein sehr "kollegiales, offenes und gutes Gespräch" gewesen. Ob Dardai wie bei seiner letzten Entlassung im Sommer 2019 weiter im Verein tätig bleiben wird, soll in Gesprächen im Frühjahr geklärt werden.

Bobic verrät Überraschendes zu Dardai

Hertha BSC hatte am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen den direkten Konkurrenten FC Augsburg einen Last-Minute-Ausgleich kassiert. Ein Sieg hätte die Trennung laut Bobic aber nicht verhindert. „Wenn wir 1:0 gewonnen hätten, wäre die Entscheidung genauso gefallen“, sagte Bobic. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dardais Nachfolger wird Tayfun Korkut. Der 47-Jährige erhält einen Vertrag bis Saisonende. Bei entsprechenden Leistungen stellte Bobic eine Verlängerung in Aussicht.

Korkut finde eine Mannschaft vor, die „intakt und nicht in der Krise ist. Sie sucht Orientierung und klare Strukturen“, sagte Bobic. Die sportliche Lage sei „keine einfache, aber keine hoffnungslose Situation“.