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Pongracic sagt „sorry“ - und darf beginnen

Pongracic sagt „sorry“ - und darf beginnen

Marin Pongracic sorgt mit einem kuriosen Interview für Wirbel - auch weil er sich hinterher bei seinen Teamkollegen entschuldigt, darf er im Topspiel gegen Leipzig von Anfang an ran.
Marin Pongracic spricht im Livestream des Twitch-Streamers "SSYNIC" ganz offen über seine Karriere. Dabei verplappert er sich mit einer Aussage zu Erling Haaland.
Patrick Berger
Patrick Berger
von Patrick Berger

Marco Rose lässt Marin Pongracic nach dessen kuriosem Interview nicht fallen - im Gegenteil!

Der Trainer von Borussia Dortmund setzt weiter auf den vom VfL Wolfsburg ausgeliehen Verteidiger, der in einem Twitch-Stream unter anderem versehentlich Details zum Gesundheitszustand von Mitspieler Erling Haaland preisgegeben hatte.

Beim Topspiel des BVB am Samstag gegen RB Leipzig (18.30 Uhr im LIVETICKER) wird der 24-Jährige nach Informationen von SPORT1 von Anfang an spielen - möglicherweise als Teil einer Dreierkette mit Manuel Akanji und Mats Hummels. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Zur Erinnerung: Pongracic hatte sich mit dem Künstler SSYNIC auf der Streamingplattform Twitch unterhalten und dabei nicht nur mit Aussagen zu Haaland (“Also Haaland wird uns jetzt für die nächsten acht Wochen fehlen“) sondern auch zu Hummels (“ist schon was älter, er hat große Probleme mit den Knien“) und seinem Ex-Trainer Mark van Bommel (“wollte ich mir packen“) verblüfft.

Pongracic geht auf Kollegen zu

Dass Pongracic trotzdem gegen RB ran darf, liegt vor allem auch an ihm selbst. Denn der 1,93-Mann entschuldigte sich bei seinem Team. Sowohl mit Haaland als auch mit Hummels suchte er zudem das Gespräch - was gut ankam. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Rose, der Pongracic öffentlich kurz, aber unmissverständlich zurecht gewiesen hatte, soll das Thema bei einer Teambesprechung sogar noch einmal humorvoll aufgenommen haben.

In der Mannschaft dürfte der Interview-Fauxpaus damit ausgeräumt sein. In der Führungsebene kam er aber nicht besonders gut an - auch weil der Twitch-Auftritt weder mit mit der Pressestelle des Vereins noch mit den Beratern des Spielers abgesprochen war.

Geldstrafe steht weiter im Raum

Lizenzspielleiter Sebastian Kehl hatte am Freitag entsprechend wenig erfreut reagiert: „Einige Aussagen waren absolut daneben.“ Ein angekündigtes Gespräch mit Pongracic steht noch aus, das Thema soll aber auf jeden Fall aufgearbeitet werden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Eine Geldstrafe wird von Vereinsseite angedacht - Pongracic würde sich nicht dagegen wehren. Er hat seinen Fehler eingesehen und will nun wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen.

Denn der Verteidiger hofft, und auch das hat er in seinem denkwürdigen Interview ja verraten, nach Ablauf seiner Leihe beim BVB bleiben zu können. Dafür muss er auf dem Platz überzeugen.

Eine erste Chance dazu bekommt er von Rose am Samstag im Topspiel.

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