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Matthäus attackiert Bayern-Bosse

Matthäus attackiert Bayern-Bosse

Lothar Matthäus findet deutluiche Worte für die turbulente Jahreshauptversammlung des FC Bayern München. Er zieht auch einen Vergleich zu seiner aktiven Zeit beim Rekordmeister.
Thomas Müller bezieht nach dem knappen Sieg gegen Bielefeld Stellung. Der Nationalspieler äußert sich auch zur turbulenten Jahreshauptversammlung unter der Woche.
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von SPORT1

Die turbulente Jahreshauptversammlung des FC Bayern sorgt auch zwei Tage später noch für ordentlich Gesprächsstoff. (Bayern München gegen Arminia Bielefeld im LIVETICKER)

Auch Lothar Matthäus äußerte sich zur Thematik. Und der ehemalige Bayern-Profi fands deutliche Worte. „Das Miteinander, was Bayern immer ausgezeichnet hat, ist mit Füßen getreten worden“, monierte Matthäus vor der Bundesliga-Partie gegen Arminia Bielefeld bei Sky. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der Rekordnationalspieler ergänzte: „Ich finde es schade. Man kann sich austauschen, man kann auch Fans zulassen, ihre Meinung zu äußern. Ich glaube, das ist, was Bayern stark macht.“ Man müsse natürlich nicht alles machen, was die Fans wollten. „Man soll es sich zumindest anhören.‘‘ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Matthäus: „Das passt mir als ehemaliger Bayern-Spieler nicht“

So etwas habe es zu seiner aktiven Zeit nicht gegeben. „Das passt mir als ehemaliger Bayern-Spieler nicht.‘‘ Der 60-Jährige betonte: „Wir waren immer eine Einheit, wir haben Erfolge gemeinsam gefeiert, haben aber auch Niederlagen weggesteckt. Diese Gemeinsamkeit hat man am Donnerstag nicht gesehen.‘‘ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Im Vorfeld der Partie äußerte sich kein Verantwortlicher zur turbulenten JHV. Auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic sprach anders als sonst üblich nicht. „Ich finde es schade, dass kein Verantwortlicher des FC Bayern Stellung dazu nimmt“ kritisierte Matthäus. „Ich habe immer Stärke beim FC Bayern gesehen. Da hat ein Karl-Heinz Rummenigge oder ein Uli Hoeneß gestanden. Die haben sich den Medien und Fans gestellt.“

Trainer Julian Nagelsmann stellte sich allerdings. „Ich habe in meinem Stellenprofil mal gelesen, dass es dazu gehört, Stellung zu beziehen. Ich stelle mich gerne.“ Der 34-Jährige gab einen Einblick in die Gespräche nach der JHV. „Ich war in der Geschäftsstelle und habe mit Oli und Brazzo kurz gesprochen. Ich habe auch da meine Meinung gesagt, wie ich die Veranstaltung gesehen habe.“

Sie hätten sich ausgetauscht. „Ich sehe da auch einen Teil meiner Aufgabe darin, meinen Senf dazuzugeben. Am Ende ist die zukünftige Entscheidung nicht meine Baustelle. Aber ich habe Anspruch an mich selbst, da meine Meinung kundzutun.“

Bei der JHV hatte vor allem der Umgang mit dem brisanten Katar-Antrag von Mitglied Michael Ott für Missstimmung bei den Anhängern gesorgt. Inzwischen hat sich Bayern-Präsident Herbert Hainer bei Ott zu Wort gemeldet. „Herr Hainer rief mich an, ich hatte plötzlich eine unbekannte Nummer im Handy. Ich war schon überrascht, weil ich damit nicht mehr gerechnet hatte“, erklärte Ott bei SPORT1. Sie werden ein persönliches Gespräch zum Thema Katar und der JHV führen.

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