Nach der 2:3-Pleite gegen den 1. FC Köln wird es in Wolfsburg so richtig ungemütlich.
Bundesliga: Jörg Schmadte über Krise des VfL Wolfsburg - Dann bin ich morgen weg
Schmadtke: Dann „bin ich morgen weg“
Kurz vor dem besinnlichen Fest steckt der VfL Wolfsburg mitten in einer tiefen Krise. Unter dem neuen Trainer Florian Kohfeldt, der mit zwei Siegen und einem Remis gestartet war, setzte es zuletzt sechs Pflichtspiel-Pleiten in Serie. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
„Irgendetwas stimmt beim VfL Wolfsburg nicht“, analysierte Sky-Experte Lothar Matthäus nach der neuerlichen Enttäuschung der Wölfe. Doch was ist es?
Schmadkte: Dann „bin ich morgen weg“
„Wenn es so ist, dass ich weg bin und wir dadurch besser verteidigen oder besser angreifen, bin ich morgen weg“, sagte Geschäftsführer Jörg Schmadtke nun bei Bild - und machte gleich deutlich, dass er mit der Aussage keineswegs ein Rücktritts-Angebot machen wolle:
„Es ist nicht die Situation, dass ich mich wegducke oder verstecke. Ich habe bereits Planungsfehler eingeräumt, habe gesagt, dass wir den falschen Trainer geholt haben, dass wir Fehler gemacht haben. Ich arbeite auch hart daran, dass wir aus der Situation wieder rauskommen. Das kann mir jeder glauben.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Schmadtke sieht seine Mission in Wolfsburg noch längst nicht abgeschlossen, will auch nach der Saison noch nicht Schluss machen. Nach der Niederlage gegen Köln musste er sich aber sogar Hohn gefallen lassen - und zwar von Kölns Doppeltorschütze Anthony Modeste.
„Ich bin glücklich, weil wir gegen die Mannschaft von Schmadtke gewonnen haben. Es ist sehr schön, hier zu gewinnen und Wolfsburg in die Krise zu schicken“, sagte der Franzose. Der Hintergrund: Schmadtke hatte einen Transfer von Modeste nach China eingefädelt, der dem 1. FC Köln im Jahr 2018 ganze 35 Millionen Euro eingebracht hatte. Der Stürmerstar behauptet, dass er die Stadt am Rhein nie habe verlassen wollen.
Schmadtke wollte auf diese Spitze nicht eingehen: „Die Geschichte interessiert mich gerade nicht und ich werde das nicht weiter kommentieren.“