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FC Bayern München: Michael Cuisance will mehr Spielzeit - und spricht über Verhältnis zu Nagelsmann

Cuisance spricht über Leibchen-Wurf

Michael Cuisance äußert sich zu den negativen Schlagzeilen in den vergangenen Wochen und der schwierigen Zeit bei Bayern. Auch über Julian Nagelsmann spricht er.
Michael Cuisance kommt beim FC Bayern München kaum zum Zug
Michael Cuisance kommt beim FC Bayern München kaum zum Zug
© Imago
Michael Cuisance äußert sich zu den negativen Schlagzeilen in den vergangenen Wochen und der schwierigen Zeit bei Bayern. Auch über Julian Nagelsmann spricht er.

Auf dem Platz sorgt Michael Cuisance beim FC Bayern München nicht für Schlagzeilen – neben dem Platz schon.

Der 22-Jährige kommt auch unter Julian Nagelsmann kaum zum Zug. Der Bayern-Coach sagte kürzlich, dass Cuisance zu wenig Spielzeit habe, „um sich zu entwickeln. Wir müssen Gespräche führen, was sinnvoll ist.“ (Bericht: Eine Karriere in Trümmern)

Nun meldet sich der Mittelfeldspieler selbst zu Wort. „Wir werden uns zusammensetzen und über die Situation reden. In meiner Situation möchte ich mehr Einsätze, Minuten“, stellte er in der Bild klar. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Cuisance: „Habe mit Nagelsmann gutes Verhältnis“

Beim 4:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg zum Jahresende entlud sich der Frust über die erneute Nichtberücksichtigung bei Cuisance: Er pfefferte laut Bild sein Leibchen in Richtung Julian Nagelsmann, der ihm allerdings den Rücken zuwandte. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Ein Affront dem Trainer gegenüber? Cuisance selbst sieht das anders. „Ich habe die Schlagzeilen gesehen: Aus meiner Sicht wird das absolut falsch ausgelegt!“ Der Franzose betonte: „Ich habe mit Julian Nagelsmann ein gutes Verhältnis, ich würde ihm gegenüber nie respektlos sein.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Cuisance sieht es so: „Ich habe mein Leibchen nicht absichtlich in seine Richtung geworfen, um mich zu beschweren“. Er sei kein Spieler, der Unruhe stifte. „Ich will keinen Streit mit dem Verein.“

Auch auf die Kritik von Sandro Wagner reagierte Cuisance. Der ehemalige Bayern-Stürmer und heutige Trainer der SpVgg Unterhaching hatte erklärt, so ein Spieler hätte beim Rekordmeister nichts zu suchen. „Es ist seine Meinung, ich akzeptiere es“, entgegnete Cuisance.

„Vielleicht muss ich einen Schritt zurück machen“

Er sei aktuell mit seiner Familie nun im Urlaub und wolle ein paar Tage entspannen. „Wir werden bald wissen, wie es weitergeht. Vielleicht muss ich einen Schritt zurück machen, um dann durchzustarten. Ich glaube immer noch fest daran, dass ich eine große Karriere machen kann.“

Cuisance war 20, als er vor zwei Jahren von Borussia Mönchengladbach an die Säbener Straße wechselte. Den erhofften Durchbruch schaffte er allerdings nicht. Dennoch betonte er: „Aus meiner Sicht war es nicht zu früh! Ich bin für alles bereit.“ Bayern habe damals sehr viel getan, ihn von einem Wechsel zu überzeugen.

Er gestand allerdings auch: „Ich habe mir natürlich mehr Einsatzzeiten erhofft – und bei meinem Wechsel auch fest daran geglaubt, dass ich regelmäßig spielen werde. Das hat leider nicht geklappt.“

Cuisance bereut Bayern-Wechsel nicht

Er sei zudem überzeugt davon, das Niveau für den Rekordmeister zu haben. „Natürlich! Ich habe das Zeug dazu, regelmäßig bei einem Klub wie Bayern zu spielen. Davon bin ich überzeugt. Aber ich habe dazu selten Chancen bekommen. Unter Hansi Flick nur am Saisonende, bei Julian Nagelsmann vor allem in der Vorbereitung.“

Er habe ein Spiel gemacht, in dem er nicht seine beste Leistung gezeigt habe. „Das war es. Ich zeige den Trainern jeden Tag, was ich kann. Aber ich kann ihm nichts vorwerfen: Wir haben eine super Hinrunde gespielt!“ Bereuen tue er den Wechsel nicht.

Auf Vorwürfe, er habe nicht die richtige Einstellung, entgegnete Cuisance: „Ich habe einen guten Charakter. Fragen Sie Julian Nagelsmann! Ich bin ein harter Arbeiter.“ Diese Vorwürfe zu hören, sei manchmal schwierig, es treffe ihn jedoch nicht mehr. „So ist das Leben, ich muss es akzeptieren und einfach weitermachen.“

Er lerne jeden Tag, betonte der ehemalige Gladbacher. „Was öffentlich gesagt oder geschrieben wird, ist für mich zweitrangig. Und ich habe Vertrauen in meine Stärken.“

Es sei nicht einfach, aber er kenne diese Situation seit langem. „Ich muss im Kopf stark bleiben, dann bin ich mir sicher: Ich werde meine Einsatzminuten bekommen.“

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