Anzeige

Anzeige? BVB reagiert auf Eindringling Pufpaff

Anzeige? BVB reagiert auf Eindringling Pufpaff

Vor dem Topspiel in der Bundesliga kommt es zu einem kuriosen Zwischenfall. Ein als Marco Rose verkleideter Comedian wird erst kurz vor der BVB-Kabine gestoppt.
Aufgrund der Coronamaßnahmen dürfen beim BL-Klassiker zwischen Dortmund und Bayern nur 15.000 Fans ins Stadion. BVB-Coach Marco Rose zeigt sich enttäuscht, freut sich aber trotzdem auf die Partie.
Patrick Berger
Patrick Berger
Stefan Junold
Stefan Junold
von Patrick Berger, Stefan Junold

Comedian Sebastian Pufpaff hat nach SPORT1-Informationen zusammen mit einer Personengruppe versucht, vor dem Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) in die BVB-Kabine einzudringen. Die Bild hatte zuerst darüber berichtet.

Der Moderator der ProSieben-Comedysendung „TV total“ fuhr mit einem gefälschten Mannschaftsbus der Schwarzgelben, in dem sich eine komplette Fake-Mannschaft des Dortmunder Klubs befand, gegen 16.30 Uhr am Signal Iduna Park vor. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Personen trugen Trainingsanzüge des Tabellenzweiten. Pufpaff selbst war als BVB-Trainer Marco Rose verkleidet.

Pufpaff wollte als Rose verkleidet in BVB-Kabine

Die Eindringlinge konnten offenbar mehrere Kontrollpunkte überwinden, ohne enttarnt worden zu sein. Erst kurz vor dem Kabinentrakt fiel der Betrug auf.

Dort verhinderten Sicherheitskräfte, dass Pufpaff und Co. die Umkleideräume des BVB betreten konnten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nachdem der Schwindel entdeckt worden war, wurden die Eindringlinge über den Ausgang Rote Erde aus dem Stadion geführt. Der Bus musste das Gelände über eine Feuerwehrausfahrt verlassen.

BVB-Bus 2017 Ziel eines Anschlags

Pufpaff, der selbst in dieser Situation SPORT1-Informationen zufolge noch zu Scherzen aufgelegt war, und seiner Crew kamen um eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch herum. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Der BVB als Hausrechtsinhaber hat auf jegliche strafrechtlichen Ansprüche verzichtet“, sagte ein Sprecher der Dortmunder Polizei am Sonntag. Es gebe daher keine Ermittlungen. „Dieser Bus muss wirklich so ausgesehen haben wie der Original-Mannschaftsbus des BVB“, berichtete der Polizeisprecher.

Angesichts des Anschlags auf den BVB-Bus vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco am 11. April 2017 hat die als Comedy-Einlage gedachte Aktion dennoch einen mehr als faden Beigeschmack.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte Stadionverbot „für alle Beteiligten“ an.

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: