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Macht euch an die Arbeit!

Macht euch an die Arbeit!

Das Regelwerk der Bundesliga gehört aufgrund der Corona-Umstände dringend überarbeitet - ein Kommentar von SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk.
Gladbach hat sich erneut gegen Bayern durchgesetzt und mit 2:1 in München gewonnen. Durch das Corona-Chaos der Münchner kam es zum Bundesliga-Debüt des 16-jährigen Paul Wanner.
Pit Gottschalk
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von Pit Gottschalk

Wann muss ein Bundesliga-Spiel wegen zu vieler Corona-Fälle ausfallen? Die Regelung sagt: Solange 15 Spieler zur Verfügung stehen, darunter neun Lizenzspieler und ein Torwart, soll die Begegnung stattfinden.

Zu den einsatzfähigen Spielern zählen auch jene, die wegen eines Platzverweises gesperrt sind oder eine Verletzung auskurieren. Was abstrus klingt, hat einen pragmatischen Hintergrund. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Regelung muss dringend überholt werden

Man wollte verhindern, dass Spieler Verletzungen vorgaukeln, damit der Kader schrumpft und ein Spiel verschoben werden kann. Nun ist die Regelung inzwischen uralt und muss dringend überholt werden.

Die Regelung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wurde nämlich verfasst, als noch niemand an Corona dachte. Inzwischen gab es aber so viele Grenzfälle, dass man sagen möchte: Macht euch an die Arbeit!

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder spricht im STAHLWERK Doppelpass über die Folgen die Corona für den Profi-Fußball hat.
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"Wäre eine Extrawurst für Bayern": Gegenwind für Söder

Denn Thomas Müller hat schon recht: Man kann bei der Entscheidung, ob ein Bundesliga-Spiel wegen zu vieler Corona-Fälle ausfallen soll, nicht die gesperrten und verletzten Spieler als einsatzfähig mitzählen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bayerns Partie kein Einzelfall

Das Bayern-Spiel gegen Gladbach (1:2) wird nicht das letzte sein, das auf der Kippe steht. Omikron greift um sich. Man fragt sich eher: Warum haben die DFL und ihre Klubs das Thema nicht schon früher angepackt? (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Man muss befürchten: weil die Bayern bisher nicht betroffen waren.

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