„Doc, you got some pain killers for my head?!“
BVB: Jude Bellingham spielt trotz Kopf-Zusammenprall weiter - Lob von Witsel: "Wird bester Achter der Welt“
Rätsel um Bellingham
Jude Bellingham lief nach dem hart umkämpften 1:0-Sieg mit einem Brummschädel durch die Katakomben der Mainzer Arena.
Seine großen Kopfschmerzen wollte der 19 Jahre alte Engländer, der zufälligerweise für die Doping-Kontrolle auserwählt wurde, mit Schmerztabletten unterdrücken. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Bellingham sorgt für Schockmoment
Es war ein Schockmoment in der 75. Minute, als Bellingham und Gegenspieler Niklas Tauer mit den Köpfen in der Luft zusammenprallten und für einen kurzen Moment regungslos auf dem Rasen liegen blieben. Selbst Coach Marco Rose eilte sorgsam herbei.
Der sichtlich benommene Bellingham musste anschließend gestützt werden und wankte in die Kabine. Immer wieder kniff er dabei seine Augen zusammen.
Kurioserweise ärgerte er sich, dass er vom Feld gehen musste. „No! No!“, sagte er zu den Medizinern. Schließlich wollte der Jungspund sofort weiterspielen.
Rose: „Das ist eben Jude“
„Er war in der Kabine mit dem Doktor, plötzlich stand er wieder neben mir“, erzählte Rose. „Eigentlich wollten wir schon wechseln.“ Natürlich sei man verantwortungsbewusst mit der Situation umgegangen, betonte der Dortmunder Coach.
Zuletzt waren immer wieder richtige und wichtige Diskussionen im Zuge eines zu laschen Umgangs mit Kopfverletzungen im Profi-Fußball aufgekommen.
„Ich habe extra noch mal nachgehört“, versicherte der Trainer. „Wir haben alle nötigen Tests gemacht. Wir haben Jude in den ersten Minuten danach auf dem Platz genau beobachtet. Aber das ist eben Jude. Er kommt dann einfach zurück.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Tauer hingegen erwischte es schwerer. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler konnte nicht mehr weiterspielen. „Wenn du einen Spieler wegen einer Kopfverletzung runternehmen musst, dann ist das nicht ohne“, sagte Trainer Bo Svensson.
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Bellingham spielt nach Zusammenstoß bis zum Schluss
Bellingham spielte bis zum Schluss mit, pushte seine Teamkollegen, warf sich gewohnt in jeden Zweikampf und bejubelte in der 87. Minute das Last-Minute-Siegtor durch Axel Witsel.
Vom routinierten Belgier, der vor zwei Wochen erst – wie im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ enthüllt wurde – nach dem Augsburg-Spiel (0:0) in der Kabine mit Bellingham aneinandergeraten war, gab es ein Mega-Lob. Bellingham sei voll von Energie.
„Hoffentlich bleibt er noch viele Jahre hier“, so Witsel. „Er ist unglaublich. Wenn er gesund bleibt, wird er der beste Achter der Welt.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)