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FC Bayern: Das ist der Fahrplan im Poker um Robert Lewandowski

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FC Bayern: Das ist der Fahrplan im Poker um Robert Lewandowski

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Bayerns riskanter Lewandowski-Poker

Bayerns riskanter Lewandowski-Poker

Der FC Bayern spielt im Vertragspoker um Robert Lewandowski auf Zeit. SPORT1 kennt die Beweggründe und den Fahrplan der Verantwortlichen.
Leon Goretzka ist endlich wieder zurück im Mannschaftstraining! Für die defensive Stabilität des FC Bayern wird der Schlüsselspieler im Saisonendspurt dringend gebraucht.
Kerry Hau
Kerry Hau
Patrick Berger
Patrick Berger

Bahnt sich da etwa ein spektakulärer Transfer-Sommer an?

Robert Lewandowski will den FC Bayern offenbar wieder einmal verlassen. Behauptete am Dienstagabend zumindest Jan Aage Fjörtoft, einst Bundesliga-Stürmer von Eintracht Frankfurt und heute TV-Experte – sowie Freund der Familie von Erling Haaland.

Die Münchner, sagte Fjörtoft beim TV-Sender Sky, würden deshalb ebenjenen Haaland unbedingt als Lewandowski-Nachfolger an die Isar locken wollen. Eine Aussage, die im Umfeld des Bayern-Vorstandes durchaus für Verwunderung sorgte – und den Verdacht erweckte, Fjörtoft benutze den Namen des deutschen Rekordmeisters, um Hauptbuhlern wie Manchester City Druck zu machen. (Matthäus schießt gegen Bayern-Bosse)

SPORT1 weiß, dass die Bosse um Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn die Situation rund um den BVB-Stürmer zwar beobachten, das bis zu 300 Millionen Euro schwere Gesamtpaket aus Ablöse, Gehalt für fünf Jahre plus Provision für dessen Entourage aber nicht zu stemmen bereit sind.

Scheichklub ManCity bietet Haaland schon jetzt ein Brutto-Gehalt von um die 35 Millionen Euro pro Jahr! Zum Vergleich: Die sportliche Leitung der Bayern hat sich intern auf eine Gehaltsobergrenze von 25 Millionen Euro brutto geeinigt – mit dem Ziel, nicht zu einem zweiten FC Barcelona zu werden, der sein Gehaltsgefüge in den vergangenen Jahren regelmäßig für Superstars wie Lionel Messi sprengte und schließlich einen Schuldenberg in Milliardenhöhe vorfand.

Nächster Machtkampf mit Zahavi in Sicht

Der FC Bayern ist anders als die meisten anderen, zum Großteil allerdings auch von Investoren finanzierten Top-Klubs, vorsichtig – und geht damit auch ein bewusstes Risiko im Fall Lewandowski ein.

Denn ihr bester Torjäger kassiert mit Prämien in etwa die vereinbarte Maximalsumme von 25 Millionen Euro, die mit Blick auf die noch immer nicht stattgefundenen Vertragsgespräche auch das Hauptproblem darstellt.

Nach SPORT1-Informationen wollen die Münchner den 33-Jährigen halten, am liebsten über 2023 hinaus. Sie wissen um dessen Wichtigkeit für ihre Mannschaft und haben ihm das auch mithilfe von Trainer Julian Nagelsmann zugesichert.

Andererseits sehen sie sich 15 Monate vor Vertragsende nicht in der Position, umgehend Verhandlungen mit Lewandowski-Berater Pini Zahavi zu führen. Denn der würde selbst in Corona-Zeiten eine Gehaltserhöhung für den Weltfußballer verlangen, die klar über die festgelegte Summe von 25 Millionen Euro hinausgehen würde. Von einer satten Beraterprovision ganz zu schweigen.

Die Bayern-Bosse scheuen sich nach dem verlorenen Poker um David Alaba (noch) vor dem nächsten teuren Machtkampf mit Zahavi!

Sie wollen sich weder von dem gewieften Israeli noch von Experten oder anderen Außenstehenden unter Druck setzen lassen – wohl wissend, dass sie früher oder später Verhandlungen führen müssen, wenn sie den mittlerweile irritierten Lewandowski mit ihrer Hinhaltetaktik nicht weiter verstimmen oder vollends vergraulen wollen.

Wie sieht Bayerns Fahrplan aus?

Doch wie sieht ihr Fahrplan aus? Nach SPORT1-Informationen ist das Ziel, bis zum Saisonende Fakten in Bezug auf Lewandowskis Zukunft zu schaffen! Ihn im Juni mit reichlich Spekulationen im Gepäck in die Sommerpause gehen zu lassen, ist nicht im Sinne von Salihamidzic und Kahn.

Der Pole selbst hat – anders als von Fjörtoft behauptet – noch keine klare Entscheidung über seine Zukunft gefällt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Sein ursprünglicher Karriere-Plan bestand einst darin, Deutschland irgendwann für Spanien zu verlassen – um anschließend seine Karriere in der US-amerikanischen MLS zu beenden. Doch den verfolgte er in dem Glauben, mit den Bayern nicht all seine großen Ziele (vor allem Champions-League- und Weltfußballer-Titel) erreichen zu können. Das hat er, was wiederum aber auch für eine neue Herausforderung sprechen könnte.

Klar ist aber auch: Sollte Lewandowski in der kommenden Transferperiode gehen wollen, bräuchten die Bayern einen Ersatz für ihn. Anderenfalls würden sie ihm nach SPORT1-Informationen nicht zwangsläufig eine Freigabe erteilen - und stattdessen das Risiko eingehen, ihn ein Jahr später im Worst Case ablösefrei zu verlieren.

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