Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern München hat die mangelnden Einnahmen der Bundesliga aus internationalen TV-Verträgen gegenüber der englischen Premier League beklagt.
FC-Bayern-Boss Oliver Kahn sauer: "Erdrutschartiges Missverhältnis!"
Kahn: „Erdrutschartiges Missverhältnis“
„Hier ist ein erdrutschartiges Missverhältnis entstanden, und dafür braucht es Lösungen von Seiten der Bundesliga, wie diese gewaltige Differenz wieder verringert werden kann“, sagte Kahn im Gespräch mit tz/Münchner Merkur. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Oliver Kahn wegen TV-Verträgen in Sorge
„Aktuell betragen die jährlichen Einnahmen aus den internationalen TV-Verträgen der Bundesliga weniger als 150 Millionen Euro pro Jahr - die Premier League kassiert im gleichen Zeitraum mehr als zwei Milliarden Euro“, rechnete Kahn vor.
Um künftig auch weiterhin sportlich mit Investoren-Klubs mithalten zu können, setzt der FC Bayern auf einen Vier-Punkte-Plan. Eine Schlüsselrolle spielten dabei die zahlreichen Werbepartner des Klubs: „Wir sind im Bereich Sponsoring unter den Top drei in der Fußballwelt. Diese Position werden wir in Zukunft auf Basis unserer weltweiten Strahlkraft weiter ausbauen.“
Wichtig sei außerdem „ein kluges und effizientes Agieren auf dem Transfermarkt und die ständige Weiterentwicklung unserer Nachwuchsarbeit“.
Kahn setzt auch auf „DNA des FC Bayern“
Zudem wolle man „die Nähe und Qualitätsbeziehung zu unseren Fans weiter ausbauen“, dabei spiele auch das Thema Digitalisierung eine Rolle: „Hier wird uns die ständige Weiterentwicklung der digitalen Welt neue Möglichkeiten des Fußballerlebnisses im Stadion und über andere Kanäle bieten.“
Der vierte Faktor sei „die Siegesfähigkeit und Mentalität, die den Klub über Jahrzehnte auszeichnet und die fest in der DNA des FC Bayern verankert ist“.
Präsident Herbert Hainer ergänzt zu dem Thema, dass ihn zuversichtlich stimme, „dass es unsere internationalen Top-Spieler selten vom FC Bayern weggezogen hat“. Das gelte sowohl für Stars „aus dem Ausland wie Franck Ribéry, Arjen Robben, Robert Lewandowski und Kingsley Coman oder aus Deutschland wie Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich oder Leon Goretzka - sie alle haben sich entschieden, die längste Zeit ihrer Karriere bei uns zu verbringen, weil sie hier ihre sportliche Heimat gefunden haben.“
Wenn es gelinge, in diesen Bereichen erfolgreich zu agieren, „werden wir eine weitere sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Dekade des FC Bayern erleben“, sagte Kahn.
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Mit Sportinformationsdienst (SID)