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FC Bayern: Joshua Kimmich ist der Kapitän ohne Binde - wichtigster Spieler für Nagelsmann

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FC Bayern: Joshua Kimmich ist der Kapitän ohne Binde - wichtigster Spieler für Nagelsmann

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Der heimliche Bayern-Boss

Der FC Bayern steuert einem Generationswechsel entgegen. Wichtigster Ansprechpartner von Trainer Julian Nagelsmann und heimlicher Kabinen-Chef ist aber schon jetzt ein Spieler, der noch nicht die Kapitänsbinde trägt.
Der 1. FSV Mainz 05 hat den frisch gebackenen deutschen Meister mit 3:1 bezwungen. Dabei zeigten die 05er dem FC Bayern die Grenzen auf.
Kerry Hau
Kerry Hau

Julian Nagelsmann – das ist nicht erst seit der jüngsten 1:3-Pleite in Mainz bekannt – pocht auf einen Umbruch beim FC Bayern.

Was die Hierarchie in der Kabine des Rekordmeisters angeht, hat in seiner ersten Saison aber bereits einer stattgefunden. (BERICHT: Wer Bayerns Ibiza-Trip organisierte)

Obwohl Manuel Neuer die Kapitänsbinde trägt und Thomas Müller und Robert Lewandowski die ersten Stellvertreter des Torhüters sind, heißt Nagelsmann wichtigster Ansprechpartner nach SPORT1-Informationen Joshua Kimmich. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Enger Austausch zwischen Kimmich und Nagelsmann

Das liegt in erster Linie an dessen sportlicher Rolle als Stratege im zentralen Mittelfeld, wo Kimmich das Spiel der Münchner maßgeblich zu strukturieren hat, seine Vorder- und Hinterleute viel coachen muss.

Kimmich ist Nagelsmanns verlängerter Arm auf dem Platz. Beide verstehen und schätzen sich. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dem Coach gefällt, dass sich der Spieler viel mit der Spielanlage der Mannschaft beschäftigt und auch nach Erfahrungen mit Welttrainern wie Pep Guardiola, Jupp Heynckes oder Hansi Flick weiterhin lernwillig ist.

Dem 27-Jährigen wiederum imponiert Nagelsmanns Experimentierfreude und Wunsch nach mehr Variabilität. In den vergangenen Monaten diskutierten beide viel über die gesamttaktische Ausrichtung.

Kimmich für taktische Umstellung

Gerade die in der Rückrunde von Nagelsmann intensivierte, aber zwischenzeitlich wieder verworfene Umstellung vom etablierten 4-2-3-1 auf ein weitaus offensiveres „Hybridsystem“ mit fünf Offensivspielern stieß nach SPORT1-Informationen auf Zustimmung bei Kimmich.

Da die Bayern im Kollektiv aber zu selten damit zurechtkamen und ein paar arrivierte Spieler – insbesondere Torjäger Lewandowski – über die Überfrachtung des letzten Drittels in Ballbesitz klagten, war eine vorübergehende Rückkehr zum Altbewährten auch aus Kimmichs Sicht die sinnvollste Lösung.

SPORT1 Experte Peter Neururer kommt aus dem Schimpfen gar nicht mehr raus wenn er an das blamable Spiel der Bayern in Mainz sowie die anschließende Ibiza-Reise denkt.
01:18
"Verarscherei am Fußball!“ Bayern bringt Neururer zur Weißglut

„Die Mannschaft war es lange gewohnt, das Gleiche zu spielen. Wenn die Situation etwas instabil ist, dann ist es nicht schlecht, auf etwas Gewohntes zurückgreifen können“, gestand Nagelsmann nach dem jüngsten Heimsieg gegen Borussia Dortmund - um aber auch klarzumachen, in Zukunft weiter auf taktische Neuerungen bauen zu wollen.

Den Segen von Kimmich dazu hat er, was der Trainer durchaus als großen Erfolg für sich verbuchen darf.

Kimmich kümmert sich um Mitspieler

Denn: Der Mittelfeldspieler ist nicht nur fester Bestandteil des Mannschaftsrats, er wächst seit dem Abgang von David Alaba auch immer mehr in die Rolle des heimlichen Kabinen-Chefs.

Sogar noch mehr als „Radio“ Müller, berichten mehrere Quellen, soll er den Austausch mit seinen Teamkollegen suchen – auch mit der französischen Gruppe und insbesondere den Nachwuchskickern vom Campus.

Mentor für Wanner, Musiala und Co.

Er nahm zum Beispiel die Talente Paul Wanner (16) und Gabriel Vidovic (18) von Anfang an unter seine Fittiche, gab ihnen Feedback. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Wanner erhielt sogar eine längere Nachricht von Kimmich bei WhatsApp mit lobenden und ermutigenden Worten.

Ähnlich erging es auch Jamal Musiala (19) und Tanguy Nianzou (19), die nach ihrer Ankunft an der Säbener Straße in Kimmich sofort einen Kümmerer an ihrer Seite wussten und sich so schnell integrierten.

Zusammenhalt als Grundstein für den Erfolg!

Der FC Bayern ging in Mainz sang- und klanglos unter. Nach dem Spiel ging es für einige Stars direkt in den Meister-Urlaub nach Ibiza. Der Trip wurde von den Bayern-Bossen genehmigt.
05:52
Bayern-Stars auf Ibiza: "Wer Meister wird, darf feiern!"

Kimmich organisiert Ibiza-Trip mit Hernández und Gnabry

Wie wichtig Teambuilding für Kimmich ist, zeigt sich auch an der Ibiza-Reise der Bayern-Stars.

Nach SPORT1-Informationen organisierte er den Trip federführend mit Spanien-Experte Lucas Hernández und Serge Gnabry, seinem engsten Kumpel im Team.

Die Idee dahinter: Die Mannschaft soll nach einer insgesamt weniger zufriedenstellenden Saison weiter zusammenwachsen, sich nicht immer nur auf dem Platz sehen.

Von den älteren Führungsspielern war übrigens nur Lewandowski mit auf Ibiza. Müller fehlte allerdings nur krankheitsbedingt, sonst wäre er mitgekommen.

Kapitän Neuer sagte wegen eines privaten Termins ab.

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