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FC Bayern: Pikanter Ibiza-Trip nach Mainz-Pleite - Matthäus und Magath fassungslos

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FC Bayern: Pikanter Ibiza-Trip nach Mainz-Pleite - Matthäus und Magath fassungslos

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Bayern-Urlaub: Magath fehlen die Worte

Bayern-Urlaub: Magath fehlen die Worte

Die Bayern gehen in Mainz unter und brechen einen Tag später zum verspäteten Meister-Trip nach Ibiza auf. Lothar Matthäus kann das nicht nachvollziehen - und hätte sich ein Durchgreifen von Julian Nagelsmann gewünscht.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht die Dominanz des FC Bayern aufgrund einer schlechten Kader-Zusammensetzung in Zukunft nicht mehr gegeben.
. SPORT1
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von SPORT1

Der FC Bayern hat gegen den FSV Mainz am Samstag eine bittere Niederlage hinnehmen müssen - am Tag nach dem nächsten ernüchternden Auftritt in einer von mehreren Tiefschlägen überschatteten Saison bekamen die Stars des Rekordmeisters dennoch frei.

Nach Informationen von SPORT1 ist der Großteil des Teams nach Ibiza aufgebrochen, um die schon letzte Woche errungene Meisterschaft zu feiern. Die Bild-Zeitung hatte zuerst von dem Trip berichtet. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Reise war sowohl mit den Klubbossen als auch mit dem Trainerteam um Julian Nagelsmann abgesprochen - hinterlässt aber vor allem nach dem Chancenlos-Auftritt von Mainz aber nicht das beste Bild.

Finden auch der ehemalige Bayern-Profi Lothar Matthäus und der aktuelle Hertha-Trainer Felix Magath.

Matthäus: Nagelsmann hätte Ibiza-Trip streichen sollen

„Das passt gar nicht, vor allem nach so einem Spiel“, sagte Matthäus bei Sky 90. „Wenn sie gestern gewonnen hätten, würde ich sagen: bleibt drei Tage auf Ibiza.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Matthäus hätte sich hier auch eine andere Vorgehensweise vom Trainer gewünscht: In Anbetracht der Niederlage „würde ich als Julian Nagelsmann auch da härter durchgreifen: Die freien Tage werden gestrichen nach so einem Spiel.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Mit einer solchen Maßnahme mache man sich bei den Spielern zwar sicher nicht beliebt, aber als Trainer könne er sich das „rausnehmen“. Mit diesen Sätzen sprach Matthäus Magath aus der Seele: „Ich würde so etwas auf jeden Fall nicht erlauben, so etwas käme mir nicht in den Sinn“, sagte der Hertha-Coach, der selbst einst mit Bayern Meister wurde, bei der Bild.

Magath fehlen bei Bayern die Worte

„Mal sehen, wie es weitergeht. Einmal ist eine Meisterfeier ja verständlich, aber nicht drei Wochen lang“, führte Magath weiter aus. Beim Blick auf den Ibiza-Trip fällt dem Routinier nicht mehr viel ein: „Ich habe das eben gelesen. Was soll ich dazu sagen? Englische Teams machen das schon lange, aber ich weiß nicht, ob es da solche Ergebnisse gibt.“

Schon am Vortag hatte er die Bayern scharf kritisiert. Magath gab zu bedenken, dass Bayern mit lustlosen Auftritten massiven Einfluss auf andere Tabellenregionen wie den Abstiegskampf haben könnte.

Und in diesem befindet sich Magath nach wie vor.

Matthäus sieht derweil auch die Gefahr eines Image-Problems bei den Münchnern: „Nach diesem Spiel geht das schonmal gar nicht! Nicht nur wegen den Spielern, auch wegen der Außendarstellung des FC Bayern. Die Bayern-Fans ärgern sich und dann fahren die Spieler in den Urlaub, haben ihre Meisterschaft gewonnen und dann ist es vorbei.“

Effenberg sicher: Gegen Stuttgart wird‘s anders

Im Kontext der Diskussion um den Mainz-Auftritt und den Flug übte auch SPORT1-Experte Alfred Draxler im STAHLWERK Doppelpass am Sonntagmorgen scharfe Kritik an Bayern.

„Man kann eine Meisterschaft vernünftig feiern, da hat keiner was dagegen. Das hat Bayern getan, die Frage ist dann, wie sie im nächsten Spiel auftreten“, meinte Draxler. Der Auftritt in Mainz sei eine „Unverschämtheit“ gewesen - auch mit Blick auf die diversen aktuell laufenden Vertrags- und Gehaltsverhandlungen bei Bayern: „Wir müssen im Beruf auch Leistung bringen. Da versteht kein Mensch, wenn sie drei Spieltage vor Schluss sagen: Wir spielen heute einfach mal nicht.“

Der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg äußerte sich an gleicher Stelle milder - und zeigte sich vor allem zuversichtlich, dass sich die von Hertha-Coach Felix Magath geäußerten Sorgen um eine von Bayern verursachte Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf als unbegründet erweisen werden: „Sie werden gegen Stuttgart ein anderes Gesicht zeigen. Der Auftritt in Mainz war unter aller Sau, aber das wissen die Jungs. Nach dem Auftritt wird man ihnen nicht mehr sagen müssen, worauf es jetzt ankommt.“

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