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Bundesliga: Das Märchen des Niklas Castelle bei Schalke 04

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Bundesliga: Das Märchen des Niklas Castelle bei Schalke 04

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Ein echtes Schalker Märchen

Im Vorjahr kickte Niklas Castelle noch in der Landesliga für den VfL Senden, nicht viel deutete auf eine steile Karriere hin. Doch nach dem Wechsel nach Gelsenkirchen geht alles ganz schnell - jetzt sogar bis zu Schalkes Profis?
Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga ist der FC Schalke 04 in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet.
Michal Swiderski
Michal Swiderski

Terodde, Polter und Castelle - das war das Stürmeraufgebot des FC Schalke am vergangenen Mittwoch im Testspiel gegen den VfB Hüls. Ihnen sagt der letzte Nachname nichts?

Das ist kein Wunder, schließlich lief Niklas Castelle noch vor wenigen Monaten in der Landesliga auf. Innerhalb kürzester Zeit gelang dem 19-Jährigen allerdings ein Aufstieg wie aus dem Bilderbuch. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Im Januar hat das Abenteuer begonnen. Castelle war Spieler seines Heimatvereins, des VfL Senden, für den er wie am Fließband traf. Mit 24 Toren nach der Hinrunde (!) hatte er sogar mehr erzielt, als drei komplette Mannschaften in der Landesliga 4.

Das blieb natürlich nicht unbemerkt: Die Königsblauen klopften beim Rechtsfuß an. Als Schalke-Fan benötigte Castelle nicht viel Bedenkzeit und unterschrieb im etwa 60 Kilometer entfernten Gelsenkirchen seinen neuen Vertrag.

Von der Landesliga in die Regionalliga

„Wir haben damit gerechnet, Niklas hat sich enorm entwickelt, von daher kam das für ihn zum passenden Zeitpunkt“, erklärte damals Senden-Trainer Rabah Abed beim Heimspiel. So eine Chance bekäme man nicht dreimal im Jahr. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Castelles Stärken fasste sein neuer Coach zusammen: „Er ist sehr selbstbewusst, frech und spielt auch vorausschauend“, geriet Schalke-II-Fußballlehrer Torsten Fröhling ins Schwärmen.

Noch als Probespieler konnte der Knipser überzeugen. In Testspieleinsätzen ließ das erste Tor nicht lange auf sich warten.

Die Geschwindigkeit der Entwicklung der heutigen Knappen-Hoffnung dürfte Fröhling damals trotzdem nicht geahnt haben. Castelle explodierte nämlich auf Schalke und etablierte sich sofort als Stammspieler.

Castelle ohne Anlaufschwierigkeiten auf Schalke

In 17 Einsätzen kam der Mittelstürmer, der auch auf den Flügeln sowie als hängende Spitze agieren kann, auf stolze elf Scorerpunkte. Mit seinen fünf Toren und sechs Vorlagen war der 19-Jährige ein Garant für den Schalker Aufschwung in der Rückrunde.

Zur Winterpause belegten die Knappen noch Rang 14 und waren ernsthaft vom Abstieg bedroht.

Wenige Monate später sah das schon ganz anders aus: Die Fröhling-Elf beendete die Saison im Tabellenmittelfeld auf dem neunten Platz.

Zukunft bei den Profis?

Nun folgte die nächste Beförderung in Form der Nominierung für den Profikader, zumindest vorerst.

Am 29. Juni folgte schließlich das Premierenspiel für die erste Mannschaft. Der VfB Hüls machte es den Knappen zwar nicht sonderlich schwer, doch Castelle netzte auch hier schnell zum zwischenzeitlichen 13:0 ein. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Dabei verneinte Castelle im März noch Profimannschaft-Aspirationen: „Ich möchte einfach bestmögliche Leistungen in der U23 bringen“, stellte der Sendener damals im Gespräch mit RevierSport klar.

Ob der Youngster in der kommenden Saison sogar für das Sturm-Duo um Super-Knipser Terodde und Ex-Bochum-Star Polter eine ernsthafte Konkurrenz darstellen wird, bleibt fraglich.

Auszuschließen ist nach diesem Märchenaufstieg allerdings nur noch ganz wenig…

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