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Bundesliga: Dank der Joker: BVB siegt in Freiburg

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Bundesliga: Dank der Joker: BVB siegt in Freiburg

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Moukoko! BVB dreht das Spiel

Moukoko! BVB dreht das Spiel

Borussia Dortmund gewinnt das schwere Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Dafür verantwortlich sind die Joker um Moukoko.
Der BVB tut sich gegen den SC Freiburg lange schwer, dreht aber spät einen 0:1-Rückstand beim SC Freiburg zum 3:1. Ein Shootingstar und ein schlimmer Bock von Mark Flekken verhelfen Edin Terzic zum zweiten Sieg.
. SPORT1
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von SPORT1

Edin Terzic beweist sein goldenes Händchen!

Borussia Dortmund hat dank seiner Joker das schwere Auswärtsspiel beim SC Freiburg mit 3:1 gewonnen. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens, Youssoufa Moukoko und Marius Wolf sorgten für den späten Sieg des BVB in Freiburg, der dank des Treffers von Michael Gregoritsch in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war.

Terzic bringt Modeste von Beginn an

Terzic hatte sein Team vor einem „extrem gefährlichen“ Gegner gewarnt. „Wir müssen bereit sein, dagegen zu halten“, forderte der 39-Jährige. Nico Schlotterbeck beorderte er nur 83 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel für den Sport-Club in die Startelf, für den Innenverteidiger war es eine besondere Begegnung:

„Die Anspannung war schon groß, weil du das Gefühl hast, dass du es den Leuten zeigen willst, obwohl du es gar nicht braucht. Aber Matthias Sammer hat mir heute gesagt, er hat immer schlecht gespielt, wenn er zurückkam. Ich soll mir keinen Druck und mein Ding machen“, sagte der 22-Jährige nach der Partie.

Auch Anthony Modeste durfte wenige Tage nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln von Beginn an ran. Der Stürmer sollte zwar kein Tor erzielen, konnte aber dennoch zufrieden mit dem Ergebnis sein: „Es war ein verrücktes Spiel. Wir sind erst nicht so gut reingekommen, aber ein Spiel dauert 90 Minuten. Am Ende haben wir uns belohnt und das Spiel gewonnen. Es war eine gute Premiere“, erzählt Modeste am DAZN-Mikrofon nach der Partie.

Vor 34.700 Zuschauen entwickelte sich eine temporeiche Begegnung, in der beide Teams nach spielerischen Lösungen suchten. Klare Torchancen blieben dabei zunächst Mangelware, da beide Defensivreihen in den Zweikämpfen sehr griffig waren. Donyell Malen (4.) auf der einen und Maximilian Eggestein (10.) auf der anderen Seite blieben mit ihren Distanzschüssen harmlos.

Dann musste Gregor Kobel einmal in höchster Not vor dem einschussbereiten Gregoritsch retten (17.), ansonsten blieb es bei einem Spiel zwischen den Strafräumen. Modeste wirkte zunächst wie ein Fremdkörper, aus dem Nichts scheiterte er dann plötzlich aus halblinker Position an Mark Flekken (23.). Nach einer halben Stunde übernahm die Streich-Elf das Kommando.

Gregoritsch belohnt mutige Freiburger

Kobel kratzte einen Freistoß von Vincenzo Grifo mit den Fingerspitzen aus dem Eck (34.), bei Gregoritschs Bogenlampe nach Ablage des Ex-Dortmunders Matthias Ginter war er dann machtlos. Wenig später verhinderte Gregoritsch das mögliche 0:2 von Grifo, als er beim Schlenzer des Italieners im Weg stand (41.).

Terzic brachte zur Pause Wolf für den gegen die starke linke Freiburger Seite überforderten Thomas Meunier. Der Vizemeister bekam nun mehr Zug in sein Offensivspiel, Mo Dahoud (55.) traf aus 25 Metern das Außennetz. Doch ansonsten fehlte im letzten Drittel weiterhin die Genauigkeit, der taktisch sehr variabel agierende Sport-Club blieb defensiv unangenehm und offensiv über Konter gefährlich. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Roland Sallai (65.) prüfte erneut Kobel von der Strafraumkante, ehe Gregoritsch (69.) völlig freistehend den vermeintlichen Matchball liegen ließ. Mit der Einwechslung von Moukoko läutete die Borussia dann 20 Minuten vor dem Ende die Schlussoffensive ein.

Joker drehen die Partie

In dieser Schlussoffensive stachen vor allem die Joker hervor, die einen entscheidenden Anteil am Spiel des BVB haben sollten: Der eingewechselte Jamie Bynoe-Gittens zog in der 77. Minute mit seinem schwächeren linken Fuß aus der Distanz ab - und erwischte SC-Keeper Mark Flekken im falschen Moment.

Der Torhüter schätzte den Ball falsch ein und ließ ihn über sich hinweg ins Tor abprallen. In der Folge machte Dortmund enormen Druck auf das 2:1, was in der 84. Minute durch den eingewechselten Youssoufa Moukoko fallen sollte. Der ebenfalls kurz zuvor gebrachte Julian Brandt stocherte den Ball im Sechzehner auf den 17-Jährigen, der zur Führung einschob.

In der 88. Minute machte dann der ebenfalls eingewechselte Marius Wolf den Deckel auf die Partie und erzielte das 3:1 per Schlenzer ins lange Eck.

Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter zeigte sich nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Die Niederlage ist extrem bitter. Wir haben wahnsinnig viel investiert. Vor der Pause hätten wir mit etwas Ruhe das 2:0 machen können. Wir lagen verdient in Führung. Zweite Halbzeit haben wir alles in die Waagschale gelegt. Am Ende haben wir die Qualität von Dortmund im letzten Drittel gesehen“, erklärte er am DAZN-Mikrofon.

Terzic lobt Bynoe-Gittens: „Er ist ein Gamechanger“

Edin Terzic hingegen war nach dem Spiel erwartungsgemäß besser gelaunt und lobte BVB-Youngster Jamie Bynoe-Gittens in vollsten Zügen: „Wir haben uns bewusst für die Qualität von Jamie entschieden. Dann hat er so einen Strahl ausgepackt mit dem linken Fuß (lacht). Das Tor ist natürlich glücklich, aber ich finde, er hat das Spiel sehr gut belebt und war an vielen Aktionen beteiligt. Er hat Fähigkeiten, Spiele zu entscheiden. Er ist ein Gamechanger.“

Der BVB startet somit mit zwei Siegen in die Saison, der SC Freiburg muss hingegen die erste Saisonniederlage hinnehmen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

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