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Bei diesen Bayern-Stars ist das Frust-Level hoch - Mané bereitet Sorgen

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Bei diesen Bayern-Stars ist das Frust-Level hoch - Mané bereitet Sorgen

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Das Frust-Level der Bayern-Stars

Das Frust-Level der Bayern-Stars

Nach vier Bundesliga-Spielen ohne Sieg wächst der Frust beim FC Bayern. Welche Profis sind aktuell besonders genervt?
Ryan Gravenberch war einer der Gewinner der Vorbereitung - doch in den ersten Spielen blieb dem Neuzugang nur die Rolle des Statisten. Nun äußerte der Neuzugang seinen Unmut.
Kerry Hau
Kerry Hau
Stefan Schnürle
Stefan Schnürle

Frust-Alarm beim FC Bayern!

Unzureichende Spielanteile, schwache Leistungen, negative Ergebnisse und jetzt auch noch Corona: Einige Stars im Kader von Julian Nagelsmann sind aus unterschiedlichen Gründen derzeit alles andere als zufrieden.

SPORT1 gibt einen Überblick, wie hoch das Frustlevel bei den einzelnen Spielern ist. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

FRUSTLEVEL GERING

Sven Ulreich: Kennt seine Rolle als Ersatztorhüter hinter Manuel Neuer und hat über viele Jahre bei den Münchnern gezeigt, dass er sich problemlos unterordnen kann. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Benjamin Pavard: Hatte vor der Saison Bedenken, nicht genügend Spielzeit zu erhalten und beschäftigte sich deshalb mit einem Wechsel, wurde letztlich aber von Nagelsmann zum Bleiben überredet. Der Bayern-Coach baut auf der rechten Abwehrseite auf den Franzosen, wenngleich dieser sich langfristig als Innenverteidiger sieht. Daher ist auch noch völlig offen, ob er seinen bis 2024 laufenden Vertrag überhaupt verlängern möchte. Gespräche gibt es diesbezüglich nach SPORT1-Informationen zumindest aktuell nicht.

Dayot Upamecano: Hat sich in dieser Saison stabilisiert und unter Nagelsmann gut entwickelt. Dieser schenkt ihm auch in großen Spielen wie beim 2:0 in der Champions League gegen Barca das Vertrauen von Beginn an. Als Belohnung für seine gute Form ist Upamecano auch erstmals seit fast einem Jahr wieder Teil der französischen Nationalmannschaft.

  • „Die Bayern-Woche“, der SPORT1 Podcast zum FCB: Alle Infos rund um den FC Bayern München – immer freitags bei SPORT1, auf meinsportpodcast.de, bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Lucas Hernández: Mittlerweile unverzichtbarer Stammspieler und Abwehrchef, der sich in München und unter Nagelsmann vollumfänglich wohl fühlt. Kein Wunder, dass alle Seiten an einer Verlängerung des bis 2024 laufenden Hernández-Vertrags arbeiten. Einziger Wermutstropfen: Hernández fällt mit einer Muskelbündelriss im linken Adduktorenbereich noch mindestens bis Mitte Oktober aus.

Josip Stanisic: Weiß um seine Rolle als Rotationsspieler. Bekam zuletzt auch immer wieder ein paar Kurzeinsätze für seine meist soliden und zuverlässigen Leistungen im Training.

Alphonso Davies: Hat seit dem Abgang von Omar Richards gen England keinen direkten Konkurrenten mehr auf der linken Abwehrseite - und demnach einen Freifahrtschein. Entsprechend gut leben kann Davies mit seiner persönlichen Situation. Beim traditionellen Wiesn-Besuch am Sonntag zählte er zu den wenigen Stars, die noch etwas länger blieben und ausgiebig feierten.

Marcel Sabitzer: Hat sich mit guten Auftritten in der Vorbereitung und „positiver Sturheit“ (Nagelsmann) ins Team gekämpft und spielt inzwischen sogar eine wichtige Rolle als defensiverer Pendant zu Joshua Kimmich. Dieser gilt als großer Befürworter von Sabitzer, sagte schon nach dem Supercup in Leipzig zu SPORT1: „Ich spiele sehr gerne mit Sabi zusammen, er macht es wirklich gut!“

Kingsley Coman: Versteht sich blendend mit Nagelsmann und hat zum Großteil wegen ihm auch seinen Vertrag bei den Münchnern in der vergangenen Saison verlängert. Spielt eigentlich immer, wenn er fit ist, war zuletzt jedoch wegen einer Muskelverletzung außen vor. Nach der Länderspielpause soll Coman nach SPORT1-Informationen aber wieder ins Teamtraining zurückkehren. Ein Einsatz im kommenden Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen ist möglich.

Eric Maxim Choupo-Moting: Wird nicht mehr über seine Rolle als Backup hinauskommen, ist sich dessen aber auch bewusst. Durfte zuletzt immerhin für ein paar Minuten gegen Stuttgart und Augsburg ran.

Mathys Tel: Ist mit seinen 17 Jahren noch weit davon entfernt, einen Stammplatz zu verlangen. Zeigt im Training ansprechende Leistungen und hat sowohl bei seinen Einsätzen im DFB-Pokal gegen Viktoria Köln als auch zuletzt gegen Stuttgart seine Torgefahr unter Wettbewerbsbedingungen unter Beweis gestellt. Der Plan des Trainerteams und der Bosse ist klar: Tel soll in nächster Zeit weitere Chancen bekommen.

FRUSTLEVEL NORMAL

Manuel Neuer: Spielt immer, ist als Kapitän mit der momentanen Situation und Platz 5 in der Tabelle aber selbstredend unzufrieden. Bitter, dass sich Neuer nun auch noch zu Hause in fünftägige Quarantäne begeben muss und die Länderspiele mit Deutschland verpasst, weil er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Noussair Mazraoui: War über seine Reservistenrolle zu Saisonbeginn alles andere als glücklich. Seine starke Leistung nach seiner Einwechslung gegen Barca gab ihm aber Auftrieb. Auch gegen Augsburg durfte der 24-Jährige von Beginn an ran, fand dort aber wie der Rest des Teams nicht zu seinem Spiel. Nun muss der Marokkaner wegen Knöchelproblemen ein paar Tage aussetzen.

Matthijs de Ligt: Kam mit Fitnessproblemen nach München und musste erst eine Mini-Vorbereitung durchlaufen, ehe Nagelsmann ihn für startelftauglich erachtete. Das war für den Niederländer selbst durchaus nachvollziehbar, seinen Bankplatz gegen Barca registrierte de Ligt aber mit einem Zähneknirschen. Sein Anspruch ist klar: Er will der Boss der Abwehr werden.

Leroy Sané: Befindet sich auf dem aufsteigenden Ast, ist vor allem in der Königsklasse überragend aufgelegt. Wurde nach dem 0:1 in Augsburg allerdings wieder vermehrt für seine schlampige Chancenverwertung kritisiert - auch intern. Dabei würde Sané, wie SPORT1 aus seinem Umfeld erfuhr, am liebsten einfach in Ruhe Fußball spielen - ohne überschwängliches Lob, wenn es läuft, und ohne sich nahezu ausschließlich auf ihn beziehende Kritik, wenn es nicht läuft.

Thomas Müller: Bekommt viel Einsatzzeit und kann darüber nicht meckern. Doch die aktuellen Resultate der Mannschaft und die Kritik an der Offensive stören ihn sehr.

Jamal Musiala: Ist seinem Status als Talent entwachsen und hat mittlerweile den Anspruch, immer zu spielen - und nicht wie beim Champions-League-Auftakt in Mailand nur für ein paar Minuten, was ihn gestört hat. Das sehen die Verantwortlichen um Hasan Salihamidzic ähnlich.

Serge Gnabry: Nach ordentlichem Start in die neue Spielzeit zeigt Gnabrys Formkurve besorgniserregend nach unten. In den vergangenen acht Spielen gelang dem 27-Jährigen lediglich ein Tor bei zwei Assists. Dabei stand Gnabry auch nur zwei Mal in der Startelf, weil er unter Nagelsmann aktuell nur noch zweite Wahl ist. Eine Situation, mit der er nicht zufrieden sein kann - wenngleich er sich zuletzt bei seinen Kurzeinsätzen nicht anmerken ließ, besonders frustriert wegen seiner derzeitigen Rolle zu sein.

FRUSTLEVEL HOCH

Joshua Kimmich: Kann sich über seine Einsatzzeiten nicht beklagen, ist mit seinem Ehrgeiz aber einer der Spieler, der am meisten von der Situation genervt ist. „Man ärgert sich brutal. Ich bin der Meinung, die Niederlage und die Unentschieden waren nicht nötig, wir hatten eine Vielzahl an Chancen“, sagte Kimmich im Lager des DFB. Ihn ärgerten nach SPORT1-Informationen zusätzlich auch Spekulationen, wonach er in Augsburg mit seinem Kurzeinsatz als Rechtsverteidiger unzufrieden gewesen sei und auf eine Umstellung ins zentrale Mittelfeld gedrängt habe. Denn dabei handelte es sich um eine taktische Entscheidung von Nagelsmann, die nicht auf Geheiß von Kimmich passierte. Dieser gilt ohnehin als einer der größten Verfechter des Trainers, beide tauschen sich regelmäßig aus.

Der FC Bayern München konnte die letzten vier Spiele in der Bundesliga nicht gewinnen. Das ist auch an den anderen Nationalspielern nicht spurlos vorbeigegangen.
01:42
Wegen Bayern-Krise: Joshua Kimmich über Sprüche von Niklas Süle bei DFB-Team

Leon Goretzka: Hat sich nach seiner Verletzung wieder (und vor allem dank einer starken Hälfte gegen Barca) ins Rampenlicht gespielt und verfolgt natürlich mit Blick auf die WM das klare Ziel, sich neben Kimmich im Bayern-Mittelfeld zu etablieren. Extrem bitter und frustrierend für ihn: seine Corona-Infektion, durch die er nun nicht die letzten beiden Länderspielen vor der WM nutzen kann, um sich Bundestrainer Hansi Flick (anders als Konkurrent Ilkay Gündogan) aus nächster Nähe zu empfehlen.

Ryan Gravenberch: 218 Pflichtspielminuten sind für den Neuzugang eine dürftige Bilanz. In einem Interview mit ESPN machte er deshalb nun klar, mit seinem Start in München nicht zufrieden zu sein. Er hofft daher „auf mehr Minuten“ - auch, weil er noch um sein WM-Ticket kämpft.

Sadio Mané: Hat nach starkem Start in München stark abgebaut. Übte deshalb schon nach dem Barca-Spiel im Gespräch mit SPORT1 Selbstkritik und versprach Besserung: „Ich werde schon bald wieder zeigen, was ich kann. Man muss sich jetzt keine Sorgen um mich machen.“ Sein Auftritt im darauffolgenden Spiel in Augsburg bereitete aber sehr wohl Sorgen, denn er zeigte seine bislang schwächste Leistung im FCB-Trikot. Beim traditionellen Wiesn-Besuch war er entsprechend niedergeschlagen und bedient.

In den letzten vier Bundesligaspielen hat der FC Bayern nur 3 Punkte sammeln können, nun kehren die Spieler in der Länderspielpause zum Ex-Trainer Hansi Flick zurück.
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2 nach 10: Hansi Flick könnte den Bayern-Spielern aus Bundesliga-Krise helfen

NICHT BERÜCKSICHTIGT

Johannes Schenk (Tor/vornehmlich für die 2. Mannschaft im Einsatz), Bouna Sarr (Abwehr/nach Knie-OP bis 2023 außen vor), Paul Wanner (Mittelfeld/vornehmlich für der U19 im Einsatz)

Alles zur Bundesliga auf SPORT1:

Uli Hoeneß ist der wohl erfolgreichste Manager im deutschen Fußball. Zwischen vielen Titeln und Triumphen gab es aber auch eine ganz dunkle Stunde für den Münchner.
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