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FC Bayern: Hat Karl-Heinz Rummenigge etwas gegen Julian Nagelsmann?

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FC Bayern: Hat Karl-Heinz Rummenigge etwas gegen Julian Nagelsmann?

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Hat Rummenigge was gegen Nagelsmann?

Karl-Heinz Rummenigge will ein Lob für Julian Nagelsmann loswerden, bei dem kommt das jedoch anders an. Auch, weil er in der Vergangenheit schon öfter Gegenwind bekam?
Coach Julian Nagelsmann zeigt sich vermeintlich Dünnhäutigkeit auf die Aussagen, er sei ein Trainertalent. Stefan Effenberg und Maik Franz raten dem Bayern-Trainer, Tipps anzunehmen.
Carsten Arndt
Carsten Arndt

Es reichen ihm künftig zwei Karten für die Heimspiele, hatte Karl-Heinz Rummenigge angesichts seines bevorstehenden Abschieds vom FC Bayern im Frühjahr 2021 erklärt.

Loslassen sei die einzige Möglichkeit, fügte er später hinzu, denn „wenn man noch einen Fuß in der Tür hat, ist es schwierig, diese zuzumachen.“

Was das interne Geschehen an der Säbener Straße angeht, mag die Tür zu sein, doch ein paar Blicke von der gegenüberliegenden Straßenseite müssen ja auch weiterhin erlaubt sein. Und wenn dann - was in Rummenigges Fall naturgemäß häufig vorkommt - auch noch jemand wissen will, was man so denkt, wird aus dem stillen eben doch schnell mal ein redseliger Beobachter. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Trainer-Talent? Rummenigge verärgert Julian Nagelsmann

Und hin und wieder wird man dabei den Eindruck nicht los, dass Rummenigge besonders gerne über Julian Nagelsmann plaudert.

Jüngst bezeichnete er den Trainer des FC Bayern als „Trainer-Talent“, was diesen sichtlich anpikste, wie er nach der Partie gegen Dortmund im Sky-Interview nicht verhehlen konnte.

Rummenigge zeigte sich zwar überrascht von Nagelsmanns Reaktion und wollte seine Worte als Lob verstanden haben, doch es wäre nicht das erste Mal, dass der ehemalige Bayern-Boss dem jungen Trainer einen kleinen Seitenhieb verpasst.

Schon 2017! Rummenigge weist Nagelsmann zurecht

Los ging es bereits 2017, als Rummenigge beim FC Bayern noch alle Türen offen standen. Nagelsmann war damals 30 Jahre alt, noch bei der TSG Hoffenheim in Amt und Würden und galt schon seinerzeit als möglicher Nachfolger von Jupp Heynckes bei den Münchnern.

Nagelsmann hatte damals die Rotationsmaschine angeworfen, da sein Team in der Gruppenphase der Europa League ohnehin keine Chance mehr auf das Weiterkommen hatte und war mit der TSG nicht über ein 1:1 gegen Ludogorez Rasgrad hinausgekommen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Klar waren die draußen - aber man muss trotzdem nicht mit einer B-Mannschaft auflaufen! Es gibt Geld dafür und zwar aus national wie internationalen Töpfen. Ich würde mir ganz einfach mehr Ehrgeiz erhoffen“, schimpfte daraufhin Bayern-Boss Rummenigge.

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Und da er gerade so schön in Fahrt war, kommentierte er auch den anstehenden Transfer von Stürmer Sandro Wagner von Hoffenheim zum FCB, den Nagelsmann quasi als perfekt vermeldet hatte, mit süffisanten Worten.

„Wir haben noch keine Einigung. Ich glaube, der Trainer von Hoffenheim war mir da ein bisschen zu forsch mit der Aussage“, stichelte der Ex-Nationalspieler. Nicht mal Nagelsmanns Name kam ihm über die Lippen.

„Julian sollte keine politischen Aussagen machen“

Das sollte sich später ändern, doch ein wirklicher Nagelsmann-Fan scheint Rummenigge bis heute nicht zu sein.

Nach dem Aus der Bayern in der Champions League gegen Villarreal empfahl ihm der langjährige Bayern-Vorstand, dessen Aufgaben inzwischen Oliver Kahn übernommen hat, sich doch auf seine Kompetenzen zu beschränken.

„Dinge wie beispielsweise Vertragsverlängerungen sind Angelegenheiten des Vorstand und Aufsichtsrats. „Julian sollte keine politischen Aussagen machen“, teilte er unmissverständlich mit und spielte damit unter anderem auf Nagelsmanns Kritik am FC Barcelona an.

Als der Adressat darauf angesprochen wurde, gab er sich gelassen. So gebe es immer „angenehme Kritik, aber auch ganz unangenehme. Die von Karl-Heinz Rummenigge ist ganz gut zu verkraften für mich.“

Der gewohnte Erfolg bei den Bayern bleibt Julian Nagelsmann verwehrt. Man stellt sich die Frage ob Nagelsmann ein ewiges Talent ist.
06:20
2nach10: Julian Nagelsmann steht nach dem 2:2 Remis in der Kritik

Deckel drauf? Nein. Ein paar Tage später legte Rummenigge erneut nach, bescheinigte Nagelsmann in der Rückrunde „die eine oder andere diskussionswürdige Entscheidung“.

Und nun also die neueste Episode rund um das Thema Talent, und in welchem Kontext diese Betitelung aufgefasst werden kann.

Blickt man auf all die Geschehnisse der Vergangenheit kann man durchaus darauf kommen, warum Nagelsmann nicht unbedingt ein Lob herausgehört hatte.

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