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Bundesliga: Jesper Lindström bald zu groß für Eintracht Frankfurt?

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Bundesliga: Jesper Lindström bald zu groß für Eintracht Frankfurt?

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Bald zu groß für die Eintracht?

Jesper Lindström war gegen Schalke 04 erneut Matchwinner bei Eintracht Frankfurt. Die englischen Klubs haben ihn bereits auf dem Zettel. Wie lange können die Hessen den Dänen noch halten?
Nach der Niederlage bei Eintracht Frankfurt äußert sich Schalke-Trainer Thomas Reis zur Situation seiner Mannschaft.
Christopher Michel
Christopher Michel

Wenn Jesper Lindström das Dribbling sucht, dann zittern bei den gegnerischen Verteidigern schon einmal die Knie.

Henning Matriciani musste ins Eins-gegen-Eins gehen und ließ sich vom 22 Jahre alten Angreifer von Eintracht Frankfurt düpieren. Der anschließende Abschluss? Eiskalt und wuchtig und versenkt. Später, als es eng wurde für die Gastgeber, bereitete Lindström auch noch den zweiten Treffer beim 3:0 gegen den FC Schalke 04 sehenswert vor und krönte mit dem Assist für Rafael Borré seine Leistung. (DATEN: Ergebnisse der Bundesliga)

Lindström hat schon zwölf Scorerpunkte in dieser Saison gesammelt

„Danish Dynamite“ in Frankfurt beim Tabellenzweiten! Lindström war bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres regelmäßig auf Top-Niveau unterwegs. Sieben Treffer und drei Assists in der Bundesliga, dazu jeweils ein Tor in Champions League und DFB-Pokal. Die Entwicklungskurve zeigt steil nach oben bei dem Mann, der vor 18 Monaten für knapp sieben Millionen Euro aus Kopenhagen an den Main wechselte und ohne Ausstiegsklausel bis 2026 unterschrieb. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Lindström kündigte im Trainingslager in Dubai an: „Ich gebe alles, was ich geben kann, um mich zu entwickeln und dem Team mit guter Leistung zu helfen. Wir wollen wieder Geschichte schreiben. Dafür müssen wir alle viel investieren.“

Glasner sieht „sehr gute Leistung“ gegen Schalke

Nach einer enttäuschend verlaufenden Weltmeisterschaft in Katar, als die zum Geheimfavoriten erhobenen Dänen bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten mussten, schüttelte sich Lindström und knüpfte gegen das Tabellenschlusslicht aus Gelsenkirchen an sein starkes erstes Halbjahr bei der Eintracht an.

Trainer Oliver Glasner lobte auf SPORT1-Nachfrage einerseits: „Das war eine sehr gute Leistung von Jesper.“ Der Österreicher merkte andererseits an: „In der Vorbereitung hatte er schon noch Luft nach oben.“ Lindström hat pro Partie mindestens ein bis zwei herausragende Aktionen auf seiner Habenseite. Mit einem Topspeed von 35,73 km/h belegt er Rang acht in der Bundesliga, sein Antritt ist herausragend, auch körperlich hat er deutlich zugelegt.

Arsenal hat Lindström schon beobachtet

Stark ist auch seine Ballmitnahme in höchstem Tempo, beim Dribbling auf engstem Raum ist er kaum zu stoppen. Gegen Union Berlin (2:0), Borussia Mönchengladbach (3:1) oder nun gegen Schalke waren es starke Alleingänge vor den Treffern. Lindström taucht phasenweise zwar noch ab, verliert dann und wann den Faden, fängt an, mit sich selbst zu hadern und wird dadurch hektisch. (DATEN: Spielplan der Bundesliga)

Dennoch zählt er zweifelsohne nach 14 Toren und zwölf Assists in 62 Pflichtspielen zum Eintracht-Tafelsilber. Arsenal hat Lindström SPORT1-Informationen zufolge schon beobachtet, er könnte für den Sommer beim aktuellen Spitzenreiter der Premier League ein Thema werden. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Auch der FC Liverpool soll seine Fühler bereits nach dem Nationalspieler ausstrecken. Wie lange können die Frankfurter das große Talent noch halten? In dieser Verfassung jedenfalls wird er immer begehrter und möglicherweise bald schon zu groß für die Eintracht.

Krösche will im Winter keine Leistungsträger abgeben

Der quicklebendige und lebensfrohe Angreifer will sich allerdings nicht näher mit seiner Zukunft beschäftigen und weicht aus: „Jetzt konzentriere ich mich auf die Eintracht. Wir werden dann sehen, was passiert. Ich kann aber nicht sagen, ob ich noch fünf Jahre bleibe oder morgen schon weg bin.“

In diesem Winter ist die Geschichte von Lindström in Frankfurt noch nicht zu Ende erzählt. Sportvorstand Markus Krösche will keine Leistungsträger abgeben. Trainer Glasner wird es freuen, wenn Lindström weiterhin so sehenswert und leichtfüßig durch die gegnerischen Abwehrreihen tanzt.

Der 4. Dezember 1994 war für Jupp Hynckes ein neuer Höhepunkt eines Machtspiels zwischen Trainer und Spielern. Der Anfang des Endes von Hynckes als Trainer von Eintracht Frankfurt.
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