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Leidensgeschichte endet mit Knalleffekt! Buta lässt Eintracht Frankfurt jubeln

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Leidensgeschichte endet mit Knalleffekt! Buta lässt Eintracht Frankfurt jubeln

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Leidenszeit endet mit Knalleffekt

Was für ein Comeback nach einem Jahr voller Verletzungspech! Aurélio Buta ist beim Eintracht-Sieg gegen Schalke 04 der Strahlemann des Abends.
Spätestens nach seinem Europa-League-Erfolg ist Oliver Glasner ein begehrter Trainer. Der Österreicher bleibt im Hinblick auf seine Vertragssituation aber gelassen.
Christopher Michel
Christopher Michel

Es lief die erste Minute der Nachspielzeit in der restlos ausverkauften Arena von Eintracht Frankfurt.

Die Hessen hatten die Partie gegen den FC Schalke 04 bereits für sich entschieden, da landete der Ball nach schöner Kombination bei Rafael Borré. Der Kolumbianer wühlte sich durch, spitzelte den Ball im Strafraum etwas nach rechts - und plötzlich rauschte Aurélio Buta heran, der das Leder mit einem satten Schuss wuchtig unter die Latte setzte. (DATEN: Ergebnisse der Bundesliga)

Eintracht-Leidensgeschichte endet märchenhaft

Der Jubel nach dem 3:0 war grenzenlos. Es war das Ende einer Leidensgeschichte mit Knalleffekt, wie Phoenix aus der Asche! „Das war ein tolles Gefühl mich“, ließ der defensive Außenspieler seinen Emotionen nach Abpfiff freien Lauf. (Bericht: Bitterer Negativrekord für Schalke)

Doch wer ist eigentlich dieser Aurélio Buta? Der 25-Jährige kam im Sommer ablösefrei von Royal Antwerpen zu den Hessen.

Im Oktober 2021 hatte eine Verletzungsmisere begonnen, die kein Ende mehr zu finden schien. Muskuläre Probleme, eine nicht optimal verlaufene Knie-Operation, der Rückschlag durch Keime im Knie. Bei Buta lief alles schief, was nur schieflaufen konnte. Im gesamten Jahr 2022 stand er für Antwerpen sechsmal auf dem Feld, für Frankfurt gar nicht. Ab und zu tauchte er mit Laufschuhen auf dem Trainingsplatz auf, war nur Beobachter. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Frankfurt-Boss Krösche: „Freut mich extrem für Buta“

Bei seinem Bundesliga-Debüt benötigte er 20 Minuten, um ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Junior Dina Ebimbe musste nach einem Zweikampf ausgewechselt werden. Buta kam, sah und siegte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Sportvorstand Markus Krösche war deshalb äußerst glücklich: „Es freut mich extrem für Buta. Er hat eine extrem lange Leidenszeit hinter sich gebracht. In der Vorbereitung haben sich dann aber schon Dinge angedeutet bei ihm.“

Krösche hob vor allem Butas „mentale Stärke“ hervor: „Du bekommst im Fußball das zurück, was du investierst. Deshalb freut es mich so für ihn.“ Auch Mitspieler Christopher Lenz war angetan: „Wir freuen uns unfassbar für ihn, vor allem, wenn man weiß, was er alles durchgemacht hat. Das gibt ihm Selbstvertrauen.“

Eine Alternative mehr für Oliver Glasner

Und Trainer Oliver Glasner eine ernsthafte Alternative mehr im Rennen um die Champions-League-Plätze - zumal Dina Ebimbe nach einer Verletzung am Syndesmoseband in den kommenden Wochen ausfallen wird. Buta jedenfalls richtet den Blick kämpferisch nach vorne: „Ich bin fit für 90 Minuten. Natürlich ist es ein Prozess, ich muss mich an den Rhythmus gewöhnen. Aber mit jedem Spiel werde ich stärker.“ (DATEN: Spielplan der Bundesliga)

Aus dem Strahlen kam der Portugiese, der mit seiner Schnelligkeit und Physis für die rechte Schienenspieler-Position bei den Hessen prädestiniert ist, nicht mehr heraus.

Und womöglich darf Buta schon am Mittwoch im nächsten Ligaspiel in Freiburg weiter an seiner Erfolgsgeschichte schreiben.