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Fremdkörper statt Superstar: Bayern-Sorgen um Mané

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Fremdkörper statt Superstar: Bayern-Sorgen um Mané

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Mané: Fremdkörper statt Superstar

Schwache Leistung gegen Leverkusen als vorläufiger Tiefpunkt: Sadio Mané wird den Erwartungen beim FC Bayern nicht gerecht. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Nach der bitteren Bayern-Pleite in Leverkusen hagelt es Kritik. Auch Trainer Julian Nagelsmann kritisiert seine Mannschaft, vor allem die Zweikampfführung.
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von Kerry Hau

Sorgenkind statt Superstar!

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Was ist mit bloß Sadio Mané los? Der Neuzugang aus Liverpool findet beim FC Bayern trotz ordentlicher Hinrunden-Bilanz mit elf Toren und fünf Assists nicht ansatzweise zu der Form, die ihn vor seiner Zeit in München zu einem der besten Außenstürmer der Welt gemacht hat.

Seinen vorläufigen Tiefpunkt erreichte er am Sonntagabend bei der 1:2-Auswärtspleite in Leverkusen, als Julian Nagelsmann ihn schon zur Pause vom Feld nahm.

Mané war gegen die Werkself einer der schwächsten Bayern-Stars! Seine Horror-Bilanz in 45 Minuten: acht Ballkontakte und ein Dribbling, das er sogar noch verlor. Ein unsichtbarer Auftritt, mit dem nicht nur er selbst total unzufrieden war.

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Bayern erwartet deutlich mehr von Mané

Von Afrikas Fußballer des Jahres, der immerhin 32 Millionen Euro kostete, erwarten auch Trainer Nagelsmann und die Verantwortlichen deutlich mehr!

Warum zündet der vermeintliche Königstransfer von Hasan Salihamidzic nicht?

Ein auf den ersten Blick naheliegende Erklärung für das Mané-Tief: Er war dreieinhalb Monate verletzungsbedingt raus, musste wegen einer Entzündung im Wadenbeinköpfchen sogar operiert werden.

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Seither wirkt er unfit, sucht und gewinnt kaum Eins-gegen-Eins-Duelle – was, wie im Umfeld der Mannschaft getuschelt wird, zuletzt auch schon im Training mehrfach aufgefallen sein soll.

Ex-Liverpool-Star lässt Stärken vermissen

Der Tenor: Gegen den Ball arbeitet Mané zwar immer fleißig, in Ballbesitz jedoch bringt er dem Team derzeit kaum einen Mehrwert.

Es mangelt ihm an Tempo und Explosivität – also ausgerechnet an den Qualitäten, die ihn über Jahre in Liverpool ausgezeichnet hatten. Ebenjenen Jahren in Liverpool zollt er nun aber offensichtlich auch Tribut.

Fakt ist: Mané hat bei den Reds pro Saison im Schnitt 50 Pflichtspiele absolviert. Zwischen Winter 2018 und seinem Abschied aus England im Sommer 2022 verpasste er nur 13 Partien aufgrund von kleineren Verletzungen.

Hat Jürgen Klopps Power-Fußball ihn ausgelaugt? Möglich! Damit ließe sich zumindest auch seine schlechte Chancenverwertung erklären.

Anzeichen für fehlende Konzentration

Mané gab in der Bundesliga in 18 Spielen 48 Torschüsse ab, also fast drei pro Spiel, traf aber im Schnitt nur mit jedem achten Torschuss (mit seinen letzten elf Torschüssen gar nicht). Von zehn Großchancen verwandelte er nur fünf. Ein klares Anzeichen für fehlende Konzentration!

Teil der Wahrheit ist aber auch: Seine taktische Rolle bei den Bayern ist eine völlig andere als in Liverpool.

Während Klopp ihn zumeist als klaren linken Flügelspieler mit einem unterstützenden Außenverteidiger (Andrew Robertson) aufbot, agierte er unter Nagelsmann bislang oft als Art hängende Spitze in den Halbräumen, weil die linke Außenbahn im System mit der Dreierkette „Roadrunner“ Alphonso Davies gehört.

Mané wie ein Fremdkörper

Mané fühlt sich dabei sichtlich unwohl, wirkt wie ein Fremdkörper, da er in Ballbesitz weitaus weniger Platz hat. Auf der Mittelstürmer-Position ist er ebenfalls verloren, läuft zudem häufig ins Abseits (18-mal in 18 Bundesliga-Spielen).

Und so ist es keine Überraschung, dass er weder spielerisch noch zahlenmäßig zu glänzen weiß. Mané wartet seit nunmehr acht Pflichtspielen (360 Minuten) auf ein Tor. Zuletzt traf er Ende Oktober gegen Mainz 05.

Nagelsmann und die Bayern-Bosse hoffen, dass sich das Blatt schnell wendet – bestenfalls schon am 1. April beim großen Titel-Duell mit Borussia Dortmund. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)