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Hertha-Debakel auf Schalke! Es wird eng für Schwarz

Jetzt droht Schwarz das Hertha-Aus

Die desolate Leistung auf Schalke könnte Hertha-Trainer Sandro Schwarz zum Verhängnis werden. Der Coach zeigt sich bei SPORT1 sehr offen, eine Jobgarantie gibt es nicht.
Investor Lars Windhorst und die Hertha gehen nun endgültig getrennte Wege.
Die desolate Leistung auf Schalke könnte Hertha-Trainer Sandro Schwarz zum Verhängnis werden. Der Coach zeigt sich bei SPORT1 sehr offen, eine Jobgarantie gibt es nicht.

War es das bei Hertha BSC für Sandro Schwarz?

Die krachende Niederlage bei Schalke 04 könnte für den Trainer das Ende in der Hauptstadt einläuten.

Auf SPORT1-Nachfrage äußerte sich Schwarz nach dem 2:5 am Freitagabend selbst sehr offen. „Mir ist bewusst, dass es in der Lage viele Argumente dafür gibt“, meinte er zu einem möglichen Rauswurf.

„Ich bin realistisch mit der Situation. Ich bin der Cheftrainer und verantwortlich“, ergänzte der 44-Jährige: „Ich weiß, wie es läuft.“

Keine Job-Garantie für Schwarz bei Hertha

Sein Boss, Sportdirektor Benjamin Weber, vermied nach der Schalke-Klatsche eine Job-Garantie für den Trainer.

„Wir werden jetzt nach Hause fahren, es natürlich analysieren, mit allen sprechen. Aber natürlich ist es, dass wir jetzt jeden Stein umdrehen werden“, sagte der Berliner Funktionär nach dem Sturz ans Tabellenende bei DAZN: „Wir sind brutal enttäuscht und werden die nächsten Tage richtig eins auf die Nase kriegen.“

Es sei "jetzt der falsche Moment, eine Personaldiskussion loszutreten", führte Weber aus. Schwarz selbst nahm die Aussagen mit Fassung. "Ich bin Teil der Gruppe und hauptverantwortlich dafür. Ich bin in der Verantwortung, wir sind auf Tabellenplatz 18. Dass sich Benjamin Weber so äußert, ist völlig legitim."

Marvin Plattenhardt sagte SPORT1 zur Trainerfrage hingegen: „Das Trainerteam arbeitet akribisch und bereitet uns gut vor. Das ist jetzt nicht die richtige Frage. Ich glaube, dass sie die richtigen sind.“

„Defensivverhalten hat uns das Genick gebrochen“

Schwarz wollte das Ergebnis erst einmal „sacken lassen und eine Nacht drüber schlafen. Dann gilt es das zu analysieren, was wir nicht gut gemacht haben.“

Auch ohne Distanz zum Spiel war für den Trainer klar: "Das Defensivverhalten hat uns das Genick gebrochen. Es waren viel zu viele Fehler, die sofort bestraft wurden."

Weber betonte derweil immer wieder, dass man eine „klare“ Herangehensweise habe, ohne diese näher zu definieren. „Wir hatten so viele Wechsel, wir brauchen Ruhe im Verein“, sagte er. Dies sei mit sportlichem Erfolg deutlich leichter.

Für Herthas Abwehrspieler Plattenhardt war es „in vielen Bereichen keine Leistung“, schimpfte er: „Wir waren in den Zweikämpfen nicht da, hatten defensiv Fehler und Probleme“. Dass sein Team fünf Gegentreffer von Schalke kassiere, sei „unfassbar“.

Hertha so schlecht wie seit dem Abstieg nicht mehr

Die Hertha spielt indes die zweitschlechteste Bundesliga-Saison ihrer Vereinsgeschichte seit Einführung der aktuellen Punkteregelung, schlechter waren die Berliner nur 2009/10 – und stiegen am Saisonende ab.

Zum fehlenden Bekenntnis zu Schwarz passt: Einmal mehr geistert bereits der Name Pal Dardai traditionell durch Berlin.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)