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DER Gänsehaut-Moment des 2. Spieltags: "Besser geht es gar nicht"

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DER Gänsehaut-Moment des 2. Spieltags: "Besser geht es gar nicht"

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Der Gänsehaut-Moment des Spieltags

Maximilian Philipp hat schon bei seiner Einwechslung „Gänsehaut“. Wenig später wird er zum Helden des SC Freiburg und trifft zum Sieg. Ist das die große Wende für den 29-Jährigen?
Nach dem Siegtor von Maximilian Philipp für den SC Freiburg spricht Trainer Christian Streich über ihn.
Vincent Wuttke
Vincent Wuttke

Als Maximilian Philipp neben seinen Teamkollegen vor der Fankurve stand und sich feiern ließ, huschte ihm ein Lächeln durch das Gesicht. Immer wieder wurde er in den Arm genommen und geherzt.

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Kein Wunder: Immerhin hatte der Offensivmann des SC Freiburg eine triumphale Rückkehr mit dem entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0) gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen in der sechsten Minute der Nachspielzeit gekrönt.

Als die letzten Sekunden liefen, war der große Moment gekommen für den Stürmer. Als Noah Weißhaupt in die Mitte flankte, stand Philipp genau richtig und zimmerte den Ball humorlos per Volley ins Netz.

Während Philipp den Treffer gar nicht ausgelassen feiern konnte und stattdessen in einer Jubeltraube unterging, löste der Moment bei Mitspieler Matthias Ginter große Emotionen aus. Der DFB-Star kniete sich hin, schlug seine Hände auf den Rasen und schrie seine Freude heraus.

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Erstes Heimspiel nach sechs Jahren Abwesenheit

Dabei wäre ein großer Ausbruch der Gefühle eher bei Philipp zu vermuten gewesen. Denn es war sein erstes Heimspiel für den SC Freiburg nach sechs Jahren Abwesenheit.

Bei der ARD-Sportschau gab der Matchwinner offen zu, dass schon seine Einwechslung in der 61. Minute für ihn sehr emotional war: „Die Fans haben sich auch gefreut, mich zu sehen. Das hat man gehört. Ich hatte schon Gänsehaut, als ich reingekommen bin. Dann dieser perfekte Abschluss in der Nachspielzeit - besser geht es gar nicht.“

Bei Sky meinte Philipp: „Ich kann es noch gar so richtig in Worte fassen, muss es erstmal sacken lassen. Es war ein besonderes Spiel, ein besonderer Moment. Es war Schicksal.“

Matthias Ginter (vorne) bejubelte den Treffer von Maximilian Philipp emotional
Matthias Ginter (vorne) bejubelte den Treffer von Maximilian Philipp emotional

Philipp sollte neben Reus beim BVB wirbeln

Als der 29-Jährige den SC Freiburg vor sechs Jahren verlassen hatte, wollte er nach ganz oben und ging für 20 Millionen Euro zum BVB. Dort sollte er neben Marco Reus wirbeln - und tat dies in der ersten Saison auch. Mit neun Treffern war er einer der gefährlichsten Borussen.

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Doch im zweiten Jahr wurde er immer mehr zum Bankdrücker und kam nur noch auf 18 Partien und ein Tor. Der Stürmer zog also weiter und verabschiedete sich zunächst aus den Top-Ligen Europas nach Russland zu Dynamo Moskau. Erneut betrug die Ablöse 20 Millionen Euro.

Dort blieb er, bis 2020 der VfL Wolfsburg anklopfte, und immerhin noch 7,5 Millionen Euro auf den Tisch legte.

Doch auch bei den Wölfen fand Philipp nicht sein Glück und pendelte zwischen Bank und Startelf. In der Rückrunde der vergangenen Saison wurde der Offensivmann schließlich aufgrund fehlender Perspektive nach Bremen verliehen.

An Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch gab es jedoch kein Vorbeikommen und so stand am Ende nur ein Tor zu Buche. Wolfsburg hatte in diesem Sommer aber immer noch keine große Verwendung für den ehemaligen U21-Nationalspieler und verlieh ihn für eine Saison zurück nach Freiburg.

Schafft Philipp bei Freiburg die Wende?

Bei den Breisgauern arbeitet der Stürmer nun wieder mit seinem großen Förderer Christian Streich zusammen. Der Coach beförderte Philipp 2014 in die erste Mannschaft, machte ihn direkt zum Stammspieler und brachte ihn an der Seite von Vincenzo Grifo in Topform.

Nun soll Streich auch die Wende bei Philipp nach sechs schweren Jahren einleiten.

Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier erklärte bei Sky die Gründe für die Rückholaktion: „Dass er es kann und in sich hat, wissen wir und wussten wir immer. Aber klar, „Milli“ braucht das Umfeld und Selbstvertrauen. In den Stationen nach uns war es in Phasen gut, hat es aber in der Konstanz nicht hinbekommen. Es lag deshalb auf der Hand für uns, ihn zurückzuholen.“

An alter Wirkungsstätte will Philipp nun zurück zur Topform finden. Das Tor gegen Bremen ist jedenfalls ein guter Anfang.