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Logan Paul und der FC Bayern: Ein kontroverser neuer Partner für den Fußball-Rekordmeister

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Logan Paul und der FC Bayern: Ein kontroverser neuer Partner für den Fußball-Rekordmeister

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Kontroverser neuer Partner für Bayern

YouTube- und Kampfsport-Superstar Logan Paul kooperiert zur Bewerbung seines Energy-Drinks Prime nun auch mit dem FC Bayern München. Das Produkt ist in verschiedenen Ländern - unter anderem den USA - aber scharf umstritten.
WWE-Star und YouTuber Logan Paul hat um die Hand seiner Model-Freundin Nina Agdal angehalten. Trotz eines kleinen Missgeschicks gab das Paar ihre Verlobung bekannt.
mhoffmann
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dschunko
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YouTube- und Kampfsport-Superstar Logan Paul kooperiert zur Bewerbung seines Energy-Drinks Prime nun auch mit dem FC Bayern München. Das Produkt ist in verschiedenen Ländern - unter anderem den USA - aber scharf umstritten.

Logan Paul ist ein Mann, der auf sich aufmerksam zu machen versteht.

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Um die 24 Millionen Follower hat sein Instagram-Profil, in etwa genauso viele Abonnenten sein YouTube-Kanal.

Der 28 Jahre alte US-Amerikaner hat sich von einem mit Spaßvideos groß gewordenen Influencer zum Gesicht eines Geschäftsimperiums entwickelt, das im Wesentlichen um die Vermarktung der eigenen Popularität bei jungen Menschen dreht.

Ein Zweig seines Unternehmens sind Kampfshows: Paul bestreitet Schaumatches als Boxer - unter anderem auch schon gegen Legende Floyd Mayweather - und als Wrestler für WWE, wo er mit seinem höchst respektablen athletischen Können viele erstaunt.

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Nun ist der umtriebige ältere Bruder des als groß vermarktetem Showboxer noch erfolgreicheren Jake Paul auch Geschäftspartner des FC Bayern München - was nicht jedem Fan gefällt, der mit Pauls Schaffen vertraut ist.

Vor seinem Match gegen Seth Rollins bei WrestleMania 39 gönnt sich Logan Paul einen triumphal Einzug - wie einst Shawn Michaels seilt er sich von der Hallendecke ab.
01:11
WWE WrestleMania 39: Der spektakulärste Einzug bei der Megashow

FC Bayern und Logan Paul mit Deal in beiderseitigem Nutzen

Wie die Bayern am Donnerstag - im Schatten der Transfer-Saga um Harry Kane - nebenbei verkündeten, kooperiert der deutsche Fußball-Rekordmeister nun mit Paul und dessen Influencer-Kumpel KSI aus England.

Konkret geht es um das von den beiden vermarktete Getränk „Prime Hydration“, das nun „Official Isotonic Drink Partner“ der Münchener ist und bei Heimspieltagen in der Allianz Arena verkauft werden soll.

Eine ähnliche Partnerschaft haben Paul bereits mit dem FC Barcelona und dem FC Arsenal, nun gibt es auch mit den Bayern eine Zusammenarbeit, die beiden Seiten nutzen soll.

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Paul will sein Produkt, das unter anderem in Konkurrenz zu dem in Leipzig beworbenen Red Bull steht, auf dem deutschsprachigen Markt bekannter machen. Der FC Bayern nimmt im Gegenzug die Aufmerksamkeit der großen Fanbase Pauls dankbar an.

„Der FC Bayern freut sich, mit Prime zusammenzuarbeiten und das Unternehmen auf den deutschen Markt zu bringen“, wird Marketing-Vorstand Andreas Jung in der offiziellen Mitteilung zitiert, für die sich Paul und KSI mit Bayern-Trikot in der Allianz Arena ablichten ließen: „Diese Partnerschaft mit einer jungen, dynamischen Marke bestätigt unser globales Wachstum und soll ein neues Publikum für den FC Bayern erreichen.“

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Paul-Brüder haben auch viele Kritiker

Ungeteilte Freude über den jungdynamischen Paul als neues Werbegesicht ist in Fankreisen des FC Bayern nun allerdings nicht zu hören.

Der Social-Media-Star hat auch viele Kritiker, die fragwürdig finden, mit welchen Geschäftspraktiken die Paul-Brüder ihre Popularität beim jungen Publikum zu Geld machen.

Größere Aufregung gab es in den USA jüngst auch konkret um die Marke Prime, die als Importprodukt für aktuell zwischen knapp 10 und 20 Euro pro 0,5-Liter-Flasche verkauft wird.

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Ein einflussreicher Politiker hat im vergangenen Monat scharfe Kritik an dem Produkt geübt - und die staatlichen Behörden alarmiert.

Logan Pauls Drink ist in den USA ein großes Politikum

Chuck Schumer, als Mehrheitsführer im Senat einer der mächtigsten Stimmen der Demokratischen Partei, der auch Präsident Joe Biden angehört, kritisierte Pauls Produkt - das in den USA große Käuferanstürme ausgelöst hatte - im Juli öffentlich.

„Käufer und Eltern sollten aufpassen, denn es gibt große gesundheitliche Bedenken mit Blick auf die Kinder, die aggressiv umworben werden“, warnte Schumer und forderte die staatliche Gesundheitsbehörde FDA zu einer Untersuchung auf.

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Chuck Schumer sieht die Aktivitäten von Logan Paul kritisch
Chuck Schumer sieht die Aktivitäten von Logan Paul kritisch

Kern der Kritik: Eine Dose Prime beinhaltet 200 Milligramm Koffein - in etwa doppelt so viel wie eine Dose Red Bull und sechsmal so viel wie eine Coca Cola. Auch in anderen Ländern wie England und Australien gibt es deshalb Diskussionen und teils lokale Verbote in Schulen.

CNN zitierte im Juli die Kinderarzt-Vereinigung American Academy of Pediatrics, dass Kinder unter 12 Jahren zu sich nehmen sollten und auch für Kinder von 12 bis 18 Jahren nur eine Tagesdosis bis zu 100 Milligramm unbedenklich sei, um gesundheitliche Folgen - unter ihnen auch Herzprobleme - zu vermeiden.

FC Bayern bewirbt das koffeinfreie Produkt

Der FC Bayern geht der Kontroverse einerseits aus dem Weg, denn es wirbt nicht für das eigentliche Prime: Prime Hydration ist das koffeinfreie Alternativangebot.

Als Reaktion auf Schumers Alarmbrief reagierte die Unternehmenskommunikation von Prime mit einem Verweis auf dieses Angebot und darauf, dass das koffeinhaltige Pendant mit einem Warnhinweis versehen sei, dass das Getränk für Kinder unter 18 nicht empfohlen sei. „Verbrauchersicherheit ist unsere oberste Priorität“, hieß es, man begrüße alle Diskussionen mit der Regierungs und andere Organisationen, was in dieser Hinsicht noch nötig sei.

Schumer hatte in seiner Warnung vor dem Logan-Paul-Drink aber auch explizit kritisiert, dass auch der vom FC Bayern nun beworbene Hydration-Drink Teil des Problems sei: Die großflächige Werbung für Hydration Prime sei auch für das Schwesterprodukt ein Türöffner, die Marketing-Kampagnen für die beiden Produkte seien kaum zu unterscheiden, das sei im Hinblick auf den Jugendschutz bedenklich.

Es bestehe Verwechslungsgefahr, speziell auch für Eltern, die das Logan-Paul-Universum nicht so sehr durchblicken würden. Die meisten hätten „noch nicht einmal von diesem Zeug gehört, nach dem ihre Kinder betteln“.