Nach nur zwei Jahren wollte Michael Cuisance seine Zelte in Mönchengladbach schon wieder abbrechen. Im Sommer 2019 lockte schließlich der FC Bayern München. Doch bekanntlich stand der Wechsel des Franzosen unter keinem allzu guten Stern.
Ex-Bayern-Talent Cuisance tritt gegen Kramer nach
Cuisance tritt gegen Kramer nach
Im Zuge des Transfers des Wechsels wurde ein Zwischenfall des Öfteren thematisiert, der Cuisances vermeintliche Lustlosigkeit symbolisieren sollte: Er soll mit offenen Schnürsenkeln an einem Training teilgenommen haben. Ein Vorwurf, der den 24-Jährigen nach wie vor beschäftigt. In einem Interview mit dem französischen Portal SoFoot sprach er nun über den damaligen Umgang mit seiner Person.
„Wenn ich sage, dass ich stur war, dann liegt das daran, dass ich immer dann die Nerven verloren habe, wenn ich gemerkt habe, dass man mir von außen das Image eines Typen anheftet, der nicht gerne trainiert oder für einen Trainer schwer zu handhaben ist. Und das hat man mich deutlich spüren lassen“, betonte Cuisance. Anschließend trat er öffentlich gegen seinen Ex-Teamkollegen Christoph Kramer nach.
Zum erwähnten Schuh-Zwischenfall sagte Cuisance: „Man hat mir das Etikett des Jungen angeheftet, der ein bisschen zu selbstbewusst ist. Als ich zum Beispiel von Gladbach zu den Bayern gewechselt bin, sagte Christoph Kramer, dass ich mir weder im Training noch im Spiel die Schuhe binden würde, was mich als einen Kerl erscheinen ließ, dem alles egal war. Aber meine Schnürsenkel waren immer zugebunden!“
Cuisance: „Ich habe gelernt, mich anzupassen“
„Es ist nicht schön, wenn Außenstehende dein Image an sich reißen und damit machen, was sie wollen. Aber ich habe gelernt, mich anzupassen und mich nicht mit solchen Dingen aufzuhalten“, fügte Cuisance hinzu.
Bei den Bayern konnte Cuisance nie an die Leistungen anknüpfen, die er zuvor in Gladbach gezeigt hatte. Nur elf Pflichtspiele - zumeist als Einwechselspieler - brachte der Mittelfeldspieler beim deutschen Rekordmeister zusammen. Nach weiteren Stationen bei Olympique Marseille, dem FC Venedig und Sampdoria Genua steht er mittlerweile wieder in Deutschland unter Vertrag und spielt beim VfL Osnabrück.
Sein Debüt für den Zweitligisten verlief allerdings denkbar unglücklich. Am Wochenende wurde Cuisance im Niedersachsenduell für die letzte halbe Stunde eingewechselt und kassierte mit dem neuen Arbeitgeber eine heftige 0:7-Abreibung gegen Hannover 96.