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Mbappé und FC Bayern: Unrealistisch, aber nicht unmöglich

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Mbappé und FC Bayern: Unrealistisch, aber nicht unmöglich

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Mbappé: Mehr als ein Scherz?

Thomas Tuchel scherzt über einen möglichen Transfer von Kylian Mbappé zum FC Bayern. Doch sind seine Aussagen ausschließlich als Spaß einzuordnen? Klar ist: Der französische Superstar wird an der Säbener Straße enorm geschätzt. Klar ist aber auch: Für einen Wechsel – auch nach Madrid oder Liverpool – müsste er auf sehr viel Geld verzichten.
Der Vertrag von Kylian Mbappé läuft im kommenden Sommer aus. Bietet sich dem FC Bayern eine Möglichkeit, den PSG-Star nach München zu locken? Thomas Tuchel reagiert scherzhaft.
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von Kerry Hau

„Ja, er wird für uns spielen, das ist klar.“

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Thomas Tuchel schaltete in den Spaßmodus, als er in einem Interview mit dem französischen TV-Sender Canal+ auf seinen früheren Schützling Kylian Mbappé angesprochen wurde. „Wenn er kommen will“, sagte der Coach des FC Bayern breit grinsend, „dann hole ich ihn mit dem Fahrrad ab!“

War es wirklich nur ein Scherz? Oder steckt doch ein Fünkchen Ernst dahinter? Tuchel, der Mbappé zwischen 2018 und 2020 bei Paris Saint-Germain trainiert hatte, betonte: „Ich denke nicht, dass das realistisch ist.“

„Mbappé würde ich sofort kaufen! Der Spieler ist toll“

Als unmöglich stuft jedoch weder der Trainer noch die Chefetage des deutschen Rekordmeisters eine potenzielle Verpflichtung des Weltmeisters von 2018 ein!

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Mbappé wird beim FCB enorm geschätzt, gerade die langjährigen Vereinsoberhäupter Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sind riesige Fans des treffsicheren und pfeilschnellen Superstars. Hoeneß hatte bereits 2019 zur dpa gesagt: „Mbappé würde ich sofort kaufen! Der Spieler ist toll.“

Seither soll der Name des Ausnahmekönners in mehreren Diskussionen unter den Bayern-Verantwortlichen über den Kader lose zur Sprache gekommen sein. Sollte sich irgendwann eine Gelegenheit bieten, die hoch dekorierte Sahne-Offensive des FC Bayern mit der Kirsche namens Mbappé zu garnieren: Die Münchner würden sich nach SPORT1-Informationen mindestens Gedanken darüber machen.

An der Säbener Straße wird groß gedacht!

Zur Erinnerung: Mit dem Transfer von Harry Kane haben die Bayern in diesem Sommer bereits ein Signal an die europäische Konkurrenz gesendet, nicht vor herausfordernden Unternehmungen auf dem Transfermarkt zurückzuschrecken – und auch trotz der oft als „Ausbildungs- oder Durchgangsstationsliga“ abgestempelten Bundesliga immer noch „sexy“ genug für ausländische Top-Spieler mit hoher Reputation und Bekanntheit zu sein.

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Astronomisches Gehalt als größte Hürde

FCB-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag klargemacht hat, 100-Millionen-Transfers à la Kane sollen auf keinen Fall zur Normalität werden, doch Fakt ist: Mbappés Vertrag bei PSG läuft nächstes Jahr aus, er wäre ab dem 1. Juli 2024 also ablösefrei zu bekommen.

Die größte Hürde – im Übrigen auch für den seit Jahren als Favoriten im Rennen um den Stürmer geltenden spanischen Top-Klub Real Madrid sowie den ebenfalls interessierten FC Liverpool – stellt das Gehalt dar. Mbappé soll bei PSG an die 100 Millionen Euro pro Jahr (!) verdienen. Kein Verein ohne starke Investoren im Hintergrund kann ihm auch nur ansatzweise einen solchen Betrag bieten.

Und weil der FCB auch in den kommenden Jahren eigentlich an seiner internen Jahresgehaltsobergrenze von 25 Millionen Euro festhalten möchte - Kane ist mit 24 Millionen Euro (ohne Prämien) aktueller Bestverdiener – müsste Mbappé deutliche Abstriche machen, wenn ein Bayern-Wechsel für ihn in Frage käme.

Generell wird sich der mittlerweile 24 Jahre alte Stürmer die Frage stellen müssen, was ihm für seine Karriere wichtiger ist: Viel Geld oder eine hohe Aussicht auf viele Titel. Er weiß auf jeden Fall, was er an Tuchel hat. Beide erreichten 2020 mit PSG das Champions-League-Finale – und verloren es gegen einen gewissen FC Bayern.