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"Weiß nicht, warum er keinen Einfluss nimmt" - Matthäus fordert mehr Input von Sammer beim BVB

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"Weiß nicht, warum er keinen Einfluss nimmt" - Matthäus fordert mehr Input von Sammer beim BVB

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Matthäus rätselt über Sammer

Trotz Borussia Dortmunds Sieg gegen Gladbach sieht Lothar Matthäus beim BVB weiterhin viele Probleme. Der Rekordnationalspieler bemängelt auch fehlende Führungsspieler.
Borussia Dortmund muss gegen Milan in der Champions League auf einige Spieler verzichten. Dennoch macht besonders eine Sache dem BVB Hoffnung.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Es läuft wieder für Borussia Dortmund in der Bundesliga. Durch das 4:2 über Borussia Mönchengladbach ist der BVB als Vierter nun wieder auf einen Champions-League-Rang gesprungen - und geht in der Königsklasse mit breiter Brust in das Spiel beim 19-maligen italienischen Meister AC Mailand am Dienstagabend (ab 21 Uhr im LIVETICKER).

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Für Lothar Matthäus ist der Fall dennoch ein wenig anders gelagert. Zwar könnten die Borussen nun „etwas selbstsicherer in die wichtigen Spiele der kommenden Tage und Wochen gehen“, meinte der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne. Dortmund aber „darf und wird sich nicht blenden lassen.“

BVB: Matthäus fordert mehr Sammer-Einfluss

Denn auch Gladbach habe dem Team von Chefcoach Edin Terzic „Probleme bereitet, und es hätte um ein Haar sogar zwischenzeitlich 0:3 gestanden.“ „Das ist für mich noch lange nicht der BVB, wie ich ihn mir vorstelle“, fügte Matthäus an.

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Dabei nimmt der 62-Jährige auch die Chefetage der Schwarz-Gelben in die Pflicht, zumal Terzic es bisher nicht hinbekommen habe, die Mannschaft in der Defensive zu stabilisieren: „Wenn man in die Gesichter der Verantwortlichen auf der Tribüne geblickt hat, sahen Hans-Joachim Watzke (BVB-Geschäftsführer, Anm. d. Red.) und Matthias Sammer (externer Berater, Anm. d. Red.) unzufrieden aus.“

Für Matthäus ist klar: „Terzic und Sportvorstand Sebastian Kehl sind für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich, Sammer müsste ihr Flüsterer sein. Matthias kennt sich im Fußball aus, aber ich weiß nicht, warum er keinen Einfluss auf die Kaderzusammenstellung genommen hat.“

Auch die teaminternen Hierarchie sieht der Weltmeister von 1990 bedenklich: „Wenn es läuft, sind alle Anführer, aber wo sind Mats Hummels, Marco Reus und Emre Can, wenn es nicht läuft? Keiner ist von seinen Leistungen her stabil genug, um die Mannschaft mitzureißen.“

Niklas Süle habe mit sich selbst zu kämpfen, Nico Schlotterbeck wiederum sei „nicht in der Form wie man es sich wünscht. Der Einzige, der konstant seine Leistung bringt, ist Gregor Kobel im Tor.“

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„Niemand da, der lauter oder emotionaler wurde“

„Mein Eindruck ist: Wenn es gewackelt hat, wie gegen Bayern oder in Stuttgart, war niemand da, der lauter oder emotionaler wurde“, so Matthäus weiter.

Es sei wichtig, „dass zwei, drei Spieler vom Trainer auch nach außen hin so gestärkt werden und man erkennt, dass sie ihre Teamkollegen mitziehen und für Zusammenhalt im Team sorgen.“

Zu den fehlenden Führungspersönlichkeiten komme noch dazu, dass die Abwehr mit sechs Spielern für vier Positionen zu dünn aufgestellt sei.

„Neben den drei Innenverteidigern hat man mit Benesbaini, Wolf und Ryerson drei Außenverteidiger - aber haben sie die Qualität, die ein Guerreiro hatte?“, zeigt sich Matthäus skeptisch.