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Bayer Leverkusen im Höhenflug - aber bei ihm "könnte es besser laufen"

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Bayer Leverkusen im Höhenflug - aber bei ihm "könnte es besser laufen"

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Bayern-Leihgabe: „Würde lügen ...“

Josip Stanisic entdeckt in Leverkusen ungekannte Stärken in der Offensive. Doch insgesamt ist der Kroate mit seinem Leihgeschäft nicht rundum zufrieden.
Bayer Leverkusen zieht gegen den SC Paderborn in die nächste Pokalrunde ein. Kurz vor der Halbzeit verliert die Werkself aber Florian Wirtz, der humpelnd in die Kabine muss.
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Sieben Tage, drei Vorlagen - für den überwiegend defensiv ausgerichteten Josip Stanisic ist das ein doch eher ungewohntes Gefühl. „Aber man entwickelt sich ja immer weiter“, sagte der Abwehrspieler von Bayer Leverkusen mit einem kleinen Augenzwinkern. Konnte der kroatische Nationalspieler bei seinem neuen Arbeitgeber lange Zeit kaum Akzente setzen, geht es für ihn nun leicht bergauf.

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Beim glanzlosen 3:1-Pokalsieg gegen den SC Paderborn manövrierte Stanisic die hoch favorisierte Werkself erneut auf die Siegerstraße. Sehenswert flankte die rechts freistehende Bayern-Leihgabe nach zwölf Minuten auf den einlaufenden Victor Boniface, der die Innenseite hinhielt und ideal aufs lange Eck verlängerte. Schon am Donnerstag gegen Häcken (2:0) machte Stanisic auf sich aufmerksam, steuerte gleich zwei Assists bei - seine ersten nach über zwei Jahren.

Ansonsten meisterte Stanisic im Pokal seine Aufgaben in der Defensive weitgehend problemlos. Einziger Makel: In der Entstehung des Paderborner Anschlusstores ließ er seinem Gegenspieler zu viel Raum, was am souveränen Einzug ins Viertelfinale aber nichts mehr änderte. „Wir müssen jetzt fokussiert bleiben“, forderte Stanisic im Hinblick auf das Endspiel in Berlin, zu dem er es mit dem FC Bayern München nie schaffte.

Stanisic: „Bin jemand, der immer spielen will“

Doch während der mannschaftliche Erfolg bei Bayer gerade nicht viel größer sein könnte, blickt Stanisic auf seine eigene Rolle weitaus kritischer. In Leverkusen ist der 23-Jährige mit seiner Spielzeit nämlich nur bedingt zufrieden. „Es könnte besser laufen. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass alles perfekt ist. Aber ich bin hier, um der Mannschaft zu helfen,“ ordnete Stanisic seine Situation ungeschönt ein.

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Zwar darf der Neuzugang regelmäßig im DFB-Pokal und der Europa League ran, dafür kommt er in der Bundesliga nicht über die Reservistenrolle hinaus. Seine bisherige Spielzeit: 162 Minuten. Für Stanisic ist das definitiv zu wenig, wie er unmissverständlich klarstellte: „Natürlich gibt es Tage, an denen ich besser drauf bin und Tage, an denen ich schlechter drauf bin. Ich bin jemand, der immer spielen will.“

Das große Problem für den Verteidiger: Odilon Kossounou. Weil der Ivorer eine durchweg bärenstarke Saison absolviert, gibt es für Stanisic einfach kein Vorbeikommen. „Es ist wie es ist“, kommentierte der Kroate seinen Bankplatz bei Bayer. „Ich bin später dazugekommen, dann war ich krank und Odi macht es überragend.“

Hätte Stanisic in München mehr gespielt?

Trotzdem wolle Stanisic „keine schlechte Stimmung“ in die Mannschaft bringen. Für ihn sei es „das Wichtigste“, dass Leverkusen nun seit 21 Pflichtspielen ungeschlagen ist und in dieser Saison noch keine Niederlage kassiert hat.

Kurios bleibt aber: Mittlerweile hätte er in München wohl sogar mehr Einsätze bekommen, was ihm offenbar auch nicht aus dem Kopf geht. Nach dem Stanisic-Wechsel verließ im Sommer auch Benjamin Pavard noch den Verein. Seither klagt Bayern-Trainer Thomas Tuchel über einen Engpass in der Defensive - vor allem auf der rechten Seite.

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Stanisic abgegeben zu haben, räumten die Bayern intern bereits als Fehler ein. Zwischenzeitlich versuchte der Rekordmeister, die Leihe abzubrechen - das wiederum lehnte Leverkusen ab, wie SPORT1 berichtete.