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Bremen schimpft wegen Elfer-Szene über Schiri: "Unfair!"

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Bremen schimpft wegen Elfer-Szene über Schiri: "Unfair!"

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Bremen schimpft: „Unfair!“

Die Bremer hadern nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart mit der Schiedsrichterleistung. Vor allem eine Szene sorgt für Unmut bei Werder.
Vor dem Elfmeter, den der VfB zum 2:0-Endstand nutzte, fühlten sich die Bremer ungerecht behandelt. Ole Werner drückt im Nachgang seine Empörung aus.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Während der VfB Stuttgart mit geballter Offensiv-Power seine bemerkenswerte Saison in der Bundesliga fortgesetzt hat, ärgerte sich Werder Bremen beim mehr als verdienten 2:0 (1:0) der Schwaben vor allem über eine Szene.

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Phasenweise überfordertes Bremer waren mit den Gegentreffern durch Deniz Undav (17.) und Serhou Guirassy (74., Foulelfmeter) gut bedient, der Strafstoß war allerdings sehr umstritten, weil ein Fehlpass von Werder-Keeper Michael Zetterer direkt bei Chris Führich landete - der gerade erst nach einer Verletzungspause wieder den Rasen betreten hatte.

„Wenn man ein bisschen weiß, wie Fußball funktioniert...“

Der Bremer Coach Ole Werner schilderte die Situation bei Sky wie folgt: “Führich ist am Rand und muss das Feld verlassen, da er behandelt wird. Der Torhüter legt sich den Ball hin und schaut sich an, wo die Gegenspieler sind. Wir bringen den Ball kurz ins Spiel und der Torwart hat den Ball am Fuß. In diesem Moment wird der Spieler wieder ins Feld gegeben. Jeder, der auf diesem Niveau mal Fußball gespielt hat, weiß, welcher Pass als nächstes kommt.”

Der 35-Jährige vertrat die Meinung, Schiedsrichter Bastian Dankert hätte Nationalspieler Chris Führich auf keinen Fall in diesem Moment auf das Feld zurückschicken dürfen: “Speziell dann, wenn sie schwarze Trikots tragen und dahinter alle auf der Stuttgarter Bank schwarz tragen. Es gibt keine Möglichkeit, den Spieler zu sehen, und man muss auch null Komma null damit rechnen, dass der Spieler in diesem Moment wieder aufs Feld kommt. Wenn man ein bisschen weiß, wie Fußball funktioniert, gibt man den Spieler in dieser Situation nicht wieder aufs Feld.”

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Auch Zetterer schimpfte über die Szene: “Der Stuttgarter steht vor der Ausführung draußen und eine Minute vorher muss unser Spieler eine Minute warten, bis der Ball auf der anderen Seite ist. Ich spiele den Ball rüber, da ich weiß, dass Führich beim VfB fehlt, und in der Aktion wird er scheinbar reingelassen. Ich habe nicht gesehen, dass der Spieler dort auf der Höhe steht. Es ist extrem unglücklich und ich finde es auch ein bisschen unfair.”

Allerdings hatte Zetterer besagten Pass auch weit an seinen Mitspielern in der Nähe vorbeigespielt. So oder so durfte Stuttgart einen völlig verdienten Sieg feiern.

VfB-Doppelspitze: Ein voller Erfolg!

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte wie angekündigt seine beiden Torjäger Guirassy (jetzt 16 Treffer) und Undav (jetzt 8) erstmals gemeinsam in die Anfangself beordert und ihnen Chris Führich und Silas zur Seite gestellt.

Es war ein Quartett, mit dem die Bremer von Beginn an ihre liebe Müh und Not hatten: Der VfB, der seinen dritten Tabellenplatz behauptete, kombinierte sich flott durch die gegnerische Hälfte - es war schön anzusehen.

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Torschütze Deniz Undav gab sich nach dem Spiel gegen seinen Ex-Verein bescheiden. Darauf angesprochen, dass Lothar Matthäus, wenn er Bundestrainer wäre, ihn sofort anrufen würde - entgegnete der Torjäger ganz gelassen: “Das ist schön zu hören.”

Offensiv-Kollege Führich war nach der Partie ebenfalls sehr zufrieden: “Es macht riesig Spaß gerade. Wir haben eine gute Idee und spielen einen super Fußball.” Ob Undav bald für die deutsche Nationalmannschaft stürmt, wollte - beziehungsweise konnte - der Nationalspieler nicht beantworten.

Werder mit Undav und Guirassy überfordert

Im Stuttgarter Offensivwirbel verlor Werder mehrfach den Überblick, erstmals entscheidend beim Führungstreffer durch Undav. Der frühere Bremer Jugendspieler staubte ganz im Stile eines Torjägers ab, nachdem Torhüter Zetterer keine gute Figur gemacht hatte. Glück für die Gäste, dass es kurz darauf nicht schlimmer kam: Guirassy stand bei seinem Treffer im Abseits (21.).

Serhou Guirassy trifft gegen den SV Werder Bremen vom Elfmeterpunkt
Serhou Guirassy trifft gegen den SV Werder Bremen vom Elfmeterpunkt

Die beste Nachricht für Werder: Der VfB machte aus seiner Vielzahl an Chancen zu wenig - schon zur Pause hätte das Spiel für die stürmischen Schwaben entschieden sein können. So aber wussten die Bremer, dass ihnen nur eine gute Aktion reichen würde, um wieder im Spiel zu sein. Ihre erste Gelegenheit dazu besaßen sie durch Rafael Borre, dessen Schuss aber wurde gerade noch geblockt (35.).

Die Bremer leisteten sich gegen die aggressiven Stuttgarter aber auch zu häufig Fehler im Spielaufbau, um die Gastgeber ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Werder profitierte dafür auch in der zweiten Halbzeit vom Unvermögen des abschlussschwachen VfB, den Vorsprung auszubauen. So setzte etwa Guirassy den Ball nach wunderschöner Vorlage des sehr guten Silas aus kurzer Distanz am langen Eck vorbei (55.).

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Undav erhält wohlverdiente Pause

Nach 70 Minuten beendete Hoeneß das Zusammenspiel von Guirassy und Undav, indem er den Torschützen zum 1:0 auswechselte. Was nicht weiter schlimm war: Mit seinem siebten Torschuss machte Guirassy dann in typischer Panenka-Manier Deckel drauf. Niklas Stark hatte Guirassy zuvor gefoult. Und Zetterer einen Fehlpass gespielt.

Es war das sechste Bundesliga-Heimspiel in Folge mit einem Guirassy-Treffer. Der letzte Stuttgarter, dem das gelang, war Mario Gomez 2007/08 (sogar 7 Heimspiele in Folge).