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Bundesliga: Reschke - Coman-Ersatz? Ein "Traumtanz"

Coman-Ersatz? Ein „Traumtanz“

Michael Reschke hat sich zu der aktuellen Transferperiode des FC Bayern München geäußert und lobt das bisherige Vorgehen. Ein Star sei allerdings nicht einfach zu ersetzen. Auch zur umstrittenen Transfer-Oase Saudi-Arabien hat der ehemalige Bayern-Funktionär eine eindeutige Meinung.
Kingsley Coman fällt längere Zeit aus
Kingsley Coman fällt längere Zeit aus
© IMAGO/Lackovic
Michael Reschke hat sich zu der aktuellen Transferperiode des FC Bayern München geäußert und lobt das bisherige Vorgehen. Ein Star sei allerdings nicht einfach zu ersetzen. Auch zur umstrittenen Transfer-Oase Saudi-Arabien hat der ehemalige Bayern-Funktionär eine eindeutige Meinung.

Lediglich zwei Winter-Transfers konnte der FC Bayern München bislang in der aktuellen Transferphase verzeichnen. Mit Sacha Boey (Galatasaray Istanbul) und Eric Dier (Tottenham Hotspur) konnte man vornehmlich zwei Spieler für die Defensive verpflichten.

„Dass die Bayern im Winter nachlegen wollen, war ja schon im Sommer klar“, meint Bayerns ehemaliger Technischer Direktor Michael Reschke im Interview mit Ran.de und bezeichnet die bisherigen Verpflichtungen als „sehr intelligente Transfers“.

„Dier ist ein sehr interessanter Spieler, der zuletzt bei Tottenham zwar nicht mehr erste Wahl war, aber über Jahre seine Qualitäten gezeigt hat, der vielseitig ist und auch im Mittelfeld spielen kann“, erläutert Reschke. Auch Boey habe das Potenzial, ein „belebender Faktor für den Kader zu sein“.

„Das ist ein sehr interessanter Transfer für Bayern München, da er nicht nur bereits nachgewiesen hat, auf Champions-League-Niveau spielen zu können, sondern auch noch Perspektive hat. Er ist lustig, intelligent und hat vor allem auch noch Ziele. Er will sich unglaublich gerne beweisen“, folgert der 66-Jährige.

Coman-Ersatz nur eine „Ergänzungslösung“

Doch die Verletzung von Kingsley Coman (Innenbandriss im linken Knie) und dessen längerfristiger Ausfall, sorgen für eine weitere Problemzone im Kader der Münchner. Zumal auch Serge Gnabry noch an seinem Comeback arbeitet.

Einen Blitz-Transfer im Winter einzutüten, der die Qualität von Coman eins zu eins ersetzten könne, sei laut Reschke allerdings ein „Traumtanz“, stattdessen könne man sich nur nach einer „Ergänzungslösung für die Tiefe des Kaders“ umsehen.

Insgesamt findet der ehemalige Fußballfunktionär: „Es fehlt vielleicht schon der ein oder andere Kaderspieler. Irgendwann kommst du in eine Spielfrequenz rein, die extrem hoch und extrem belastend ist. Um Meisterschaft und Champions League einzufahren, brauchst du einen tiefen Kader. Und das ist auch mit den beiden Nachverpflichtungen immer noch eine enge Nummer.“

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund bestätigte angesichts der aktuellen Verletzungsmisere Gespräche mit dem FC Granada über einen vorzeitigen Wechsel von Bryan Zaragoza, der eigentlich erst im Sommer zum FC Bayern kommen wird.

Saudi-Arabien? „Bleib in Europa, ganz klar“

In Sachen Transfers sorgte im vergangenen Jahr auch das Thema Saudi-Arabien immer wieder für Diskussionen. Während viele Spieler bereits wieder den Rückzug antreten, halten sich weiterhin Gerüchte über neue Transfers in den Wüstenstaat.

Reschke bezieht eine klare Position zu dieser Thematik und rät insbesondere jungen Spielern: „Bleib in Europa, ganz klar. Wenn du diesem Sport mit Seele und Energie verschrieben bist, dann würde ich jedem Spieler empfehlen, in Europa zu bleiben. Es ist einfach eine andere Seele im Spiel hier im Vergleich zu Saudi-Arabien.“

Auch wenn er zustimmen muss, dass „die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ in der Saudi Pro League sehr „lukrativ“ seien. Aus diesem Grund, vermutet Reschke, werde die Qualität der Liga zwar langfristig steigen, jedoch nicht in ernsthafte Konkurrenz zu den europäischen Top-Ligen treten.