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Bundesliga: "Absolute Maschine" - Rückkehrer belebt BVB-Spiel

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Bundesliga: "Absolute Maschine" - Rückkehrer belebt BVB-Spiel

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„Absolute Maschine“ belebt BVB

Der BVB gewinnt dank gnadenloser Effizienz gegen den SC Freiburg. Auch ohne spielerische Glanzmomente sticht ein Dortmunder Rückkehrer vor allem mit Verlässlichkeit und Einsatz heraus.
Die Proteste gegen den Investoreneinstieg bei der DFL häufen sich. Auch beim Heimspiel des BVB gab es eine lange Unterbrechung. Edin Terzic hofft auf eine schnelle Lösung.
Manfred Sedlbauer
Manfred Sedlbauer

Es lief die 14. Spielminute im Signal Iduna Park. Freiburg konterte. Lucas Höler trieb den Ball nach vorne. Julian Ryerson eilte zurück, foulte den Freiburger Stürmer und sah bei seiner Rückkehr früh im Spiel die Gelbe Karte.

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Auch wenn die Aktion etwas ungestüm war, setzte der Norweger damit gleich ein Zeichen: Ich bin wieder zurück und bin mir für nichts zu schade!

Mentalitätsmonster Ryerson überzeugt

Nicht nur defensiv war Ryerson ein echter Abräumer. Auch offensiv wusste er auf sich aufmerksam zu machen, kurbelte das Dortmunder Spiel über seine rechte Seite immer wieder an.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte er sogar die große Chance auf sein viertes Saisontor. Eine Malen-Flanke grätschte der 26-Jährige aus fünf Metern knapp am Freiburger Gehäuse vorbei.

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Kurzes Kopfschütteln, Mund abwischen und weiter ging es. Wenige Momente später klärte Ryerson im eigenen Strafraum in höchster Not per Flugkopfball zur Ecke. Einsatz pur!

Ryerson belebt nach Verletzungs-Comeback BVB-Spiel

„Ich finde es richtig cool, für eine Grätsche gefeiert zu werden“, beschrieb Ryerson im Winter seine Spielweise. Wie passend! Denn der 22-malige norwegische Nationalspieler grätsche, köpfte, biss sich durch das Spiel. Sein Comeback nach längerer Verletzungspause tat den Dortmundern richtig gut.

„Dass der Julian eine absolute Maschine ist, das wissen wir. Aber auch die Klarheit in seinem Spiel tut uns gut. Er hat eine Menge Energie, die er der Mannschaft gibt“, lobte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.

Seine lange Abwesenheit schmerzte. Insgesamt acht Pflichtspiele fehlte er der Borussia. Beim bitteren Pokal-Aus des BVB beim VfB Stuttgart (0:2) Anfang Dezember verdrehte er sich in der letzten Spielminute das Knie, verließ das Stadion im Anschluss auf Krücken - Innenbandverletzung.

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Davon war am Freitag nichts mehr zu sehen. Ryerson war ein ständiger Aktivposten auf der zuletzt so oft als Problemposition bezeichneten Außenverteidigung. Nach dem Abgang von Thomas Meunier fehlen dem BVB zwar weiter Alternativen, mit Ryerson ist aber die Wunschlösung zurück auf dem Feld.

„Da ist wieder ein Spieler auf dem Platz, der viel Energie gibt“, freute sich sein Teamkollege Niclas Füllkrug, drückte aber gleichzeitig auf die Euphoriebremse: „Wir hoffen, dass er das Spiel gut verkraftet hat.“

Schnäppchen Ryerson überzeugt beim BVB

Etwas über ein Jahr ist Ryerson jetzt beim BVB. Der 26 Jahre alte Außenverteidiger wechselte im Januar 2023 für fünf Millionen Euro von Union Berlin ins Ruhrgebiet. Ein Schnäppchen!

Von Anfang an gehörte der flexible Ryerson zum Stammpersonal, spielte mal rechts, mal links auf der Außenverteidiger-Position – ähnlich wie bei Union Berlin, als er des Öfteren auch noch offensiver eingesetzt wurde.

In seinem ersten halben Jahr beim BVB brachte er es auf 17 von 19 möglichen Einsätzen. In der bisherigen Saison stehen für Ryerson bislang elf Einsätze und drei Tore (eine Vorlage) zu Buche.

Auch, wenn Ryerson sich in keinem Moment den Trainingsrückstand anmerken ließ, wechselte ihn BVB-Coach Edin Terzic in der 79. Spielminute aus. Die Dortmunder Fans honorierten seinen Auftritt mit lautstarken Standing Ovations. Ein Beweis dafür, wie glücklich sie in Dortmund sind, dass ihre „Maschine“ Julian Ryerson wieder zurück ist.