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VAR-Drama und Peinlich-Schwalbe! Lilien leiden

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VAR-Drama und Peinlich-Schwalbe! Lilien leiden

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„Skandal“: Lieberknecht-Wut im TV!

Darmstadt 98 verpasst einen Sieg bei Werder Bremen, weil der VAR zweimal eingreift. Im TV-Interview zeigt sich Trainer Torsten Lieberknecht angefressen, spricht von einem „Skandal“.
Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht hadert nach dem 1:2 gegen Stuttgart mit einem aberkannten Tor und einer zu Unrecht gegebenen Ecke.
. SID
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von SID

Darmstadt-Trainer Torsten Lieberknecht hat auf die Entscheidungen beim 1:1-Unentschieden in Bremen extrem angefressen reagiert. Insbesondere das Eingreifen des VAR beim vermeintlichen 2:1 der Lilien durch Tim Skarke (90.+7) brachte den 50-Jährigen auf die Palme.

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So sprach er im TV-Interview bei Sky von einem „Skandal“ und ergänzte: „Wer diese Regel erfunden hat, der würde ich echt gerne mal kennenlernen, am besten heute noch.“

Was genau meinte der Lilien-Coach? Tief in der Nachspielzeit hatte Werders Torhüter Michael Zetterer den heraneilenden Skarke angeschossen, dieser verwertete anschließend zur Führung. Doch der 27-Jährige hatte den unglücklich Ball an die Hand bekommen, nach VAR-Hinweis nahm Schiedsrichter Florian Badstübner den Treffer zurück - zum zweiten Mal aus Darmstädter Sicht.

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Lieberknecht: „Gäbe es dafür einen Elfmeter?“

„Wenn es diese Regel gibt, dürfte sie nie Anwendung finden. Gäbe es dafür einen Elfmeter? Wahrscheinlich nicht, weil es keine Absicht ist. Und das ist, wo du emotional am Rad drehst“, sagte Lieberknecht weiter. „Ich weiß nicht, was diese Mannschaft noch an Einschlägen überstehen muss, um sich endlich zu belohnen.“

Christoph Zimmermann thatte zunächst zur Bremer Führung ins eigene Tor (8.) getroffen. Julian Justvan (33.) besorgte den Ausgleich für die tapfer kämpfenden Darmstädter, deren Horrorserie trotz des Achtungserfolges einfach nicht enden will. Seit dem 7. Oktober 2023 warten die Hessen, die auf ihren gelbgesperrten Trainer Torsten Lieberknecht verzichten mussten, inzwischen auf einen Sieg.

Aufgrund der beispiellosen Personalmisere in der Innenverteidigung hatte Werder-Trainer Werner vor der Partie seine Mannschaft umbauen müssen. Der gelernte Sechser Christian Groß rückte auf die Position im Abwehrzentrum, auf der seit dem Syndesmoseriss von Kapitän Marco Friedl inzwischen vier potentielle Stammspieler ausfallen.

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Dennoch begannen die Gastgeber in feinstem norddeutschen Nieselregen aus einer stabilen Defensive heraus furios. Nach einer ersten vergebenen Großchance von Romano Schmid, der aus kurzer Distanz vorbeischoss, sorgte ein Eigentor für die frühe Bremer Führung. Der starke Schmid flankte flach in die Mitte, Zimmermann grätschte den Ball vor dem einschussbereiten Justin Njinmah ins Netz.

Rund zehn Minuten später zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner auf den Punkt, nachdem Marvin Ducksch im Zweikampf mit Lilien-Keeper Marcel Schuhen im gegnerischen Strafraum zu Fall gekommen war. Das Foul stellte sich als Schwalbe heraus, sodass Badstübner den Elfmeter zurücknehmen musste.

Am Sky-Mikrofon sagte Ducksch: „Ich war mir nicht sicher bei der Aktion, deswegen habe ich den Ball auch direkt in die Hand genommen. Ich hab irgendwas gespürt.“ Der 29-Jährige fuhr fort: „Er (Anm. d. Red. Marcel Schuhen) hat mich gefragt und ich habe gesagt ‚Ich glaube ich habe einen Kontakt gespürt‘.“

Darmstadts Führungstreffer werden aberkannt

Werder, das unter der Woche den derzeitigen Profifußball-Leiter Clemens Fritz als Nachfolger des im Sommer scheidenden Geschäftsführers Frank Baumann bekannt gegeben hatte, musste sich trotz weiterer Chancen zur Pause aber mit einem Unentschieden zufrieden geben. Bremen-Torwart Michael Zetterer rutschte ein doppelt abgefälschter Schuss von Justvan durch die Arme - ganz zur Freude von Ovid Hajou, der Lilien-Trainer Lieberknecht nach dessen vierter Gelber Karte in der laufenden Saison an der Seitenlinie vertrat.

Auch die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen. Marvin Mehlem zielte aus guter Schussposition zu hoch (47.). Marvin Ducksch, der in der erste Hälfte nach einer Schwalbe Gelb gesehen hatte, prüfte wenig später auf der Gegenseite per Distanzschuss Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen (52.), der sich auch nach rund einer Stunde auszeichnen durfte. Sowohl gegen den freistehenden Njinmah als auch gegen Ducksch aus spitzem Winkel reagierte er stark.

In der Schlussphase jubelten die Gäste, doch der vermeintliche Führungstreffer von Tim Skarke zählte wegen Abseits nicht (78.). Sekunden vor dem Ende traf Skarke nach einem schweren Patzer von Werders Torhüter Michael Zetterer erneut, doch diesmal hatte Skarke den Ball zuvor mit der Hand berührt.

Nach dem Spiel äußerte sich auch Werder-Verteidiger Anthony Jung zu der strittigen Handspiel-Entscheidung. „Die ganze Regelung hinter dem Handspiel, da sind immer viele Fragezeichen dabei. Ich glaube, wenn es auf unserer Seite passierte wäre, hätten wir uns sehr geärgert über die Situation. Definitiv Glück für uns“, betonte der 32-Jährige.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)