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Terzic raus? Die verpuffte BVB-Idee - und ein offenes Geheimnis

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Terzic raus? Die verpuffte BVB-Idee - und ein offenes Geheimnis

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Ein offenes Geheimnis umgibt den BVB

Der BVB dreht sich aktuell im Kreis. Auch, weil die Arbeit des neuen Trainerteams noch keine Früchte zeigt. Der Druck auf Edin Terzic wächst - und ein offenes Geheimnis umgibt die Personalie.
Bei Borussia Dortmund läuft es derzeit nicht rund. Die gewünschte Entwicklung der Mannschaft blieb aus.
Manfred Sedlbauer
Manfred Sedlbauer

Die Euphorie war riesig, das Lob fast überschwänglich. Als der BVB die Verpflichtung des neuen Co-Trainer-Duos Nuri Sahin und Sven Bender bekanntgab, war die Aufbruchstimmung in Dortmund nach einer bis dato schwierigen Saison spürbar. Zwei ehemalige Aushängeschilder des Vereins, die eine enorme Fußballkompetenz besitzen, zurückzuholen - ein vermeintlich genialer Schachzug. Doch der Effekt ist verpufft.

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Co-Trainer Sahin und Bender als Terzics Wunsch

Sahin kam aus der Türkei, wo er als „Head of Football“ bei Antalyaspor das sportliche Sagen hatte. Bender arbeitete zuvor beim DFB, als Co-Trainer der U16 und U17. Sahin sprach von „nach Hause kommen“, Bender von „einem großen Wunsch“.

Und auch die BVB-Seite war überglücklich. „Wir sind überzeugt davon, dass die beiden uns als Team stärker machen werden, um unsere gesteckten Ziele in der zweiten Saisonhälfte noch zu erreichen“, meinte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl. Trainer Edin Terzic sprach davon, dass „sein Wunsch Realität“ wurde. Es schien alles perfekt zu sein.

Erhoffter BVB-Umschwung bleibt aus

Im Winter-Trainingslager in Marbella legten Sahin und Bender direkt los und hinterließen einen exzellenten Eindruck: Kommunikationsstark, mit vollem Einsatz und sowohl beliebt als auch anerkannt bei Spielern und Verantwortlichen. Von der ersten Sekunde an gaben sie den Ton auf dem Trainingsplatz an. Die Rollenverteilung war von Anfang an klar: Sahin kümmert sich um die Offensiv-Abteilung, um das Spiel mit dem Ball, Bender ist sein Pendant im defensiven Bereich.

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Terzic hält sich seitdem bewusst im Hintergrund und legt seinen Blick auf das große Ganze.

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Die Ziele des BVB für die zweite Saisonhälfte wurden klar kommuniziert: Weniger Gegentore und mehr Akzente in der Offensive. In den ersten Spielen im neuen Kalenderjahr zeigte sich durchaus eine positive Entwicklung. Zumindest, wenn man nur auf die Ergebnisse blickt: Sieben ungeschlagene Pflichtspiele in Folge (vier Siege; drei Unentschieden).

Doch eine spielerische Weiterentwicklung, die sich der BVB von dem neuen Team erhofft hatte, blieb bislang aus. Immerhin die Defensive, das Hauptaugenmerk von Bender, hatte minimale Fortschritte erzielt.

Vor dem Hoffenheim-Spiel kassierte der BVB nur drei Gegentore im Jahr 2024. Am Wochenende dann direkt drei in einem Spiel. Auch diese Entwicklung wurde also zerrüttet. Das Minimalziel von Borussia Dortmund, das Erreichen der Champions League, ist nach wie vor stark gefährdet - auch wenn die Dortmunder einen Platz in der Tabelle gutmachen konnten.

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Druck auf Terzic wächst - offenes Geheimnis um Sahin

Von der Installation von Sahin und Bender und der daraus resultierenden Aufgabenverteilung erhofften sich die Dortmunder auch, dass der Druck, der auf Terzic lastete, auf mehreren Schultern verteilt wird. Doch der BVB-Coach ist bislang der Einzige aus dem Trainerteam, der im Fokus der öffentlichen Kritik steht.

Schon vor Weihnachten stand Terzic auf der Kippe. In einer Elefantenrunde sprachen sich die Verantwortlichen aber für eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit aus. Doch nun kursiert in Dortmund erneut die Trainerfrage.

Vor allem durch Sahins selbstbewusstes und bestimmendes Auftreten, sprach mancher BVB-Fan schon vom zukünftigen „Terzic-Nachfolger“. Dass Sahin sehr wohl Ambitionen darauf hat, ist ein offenes Geheimnis. Doch so wahnsinnig weiterhelfen konnte auch er bislang nicht.