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Matthäus: "Ein Wunder wäre es nicht" - Bayern-Bosse müssen über Tuchel diskutieren

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Matthäus: "Ein Wunder wäre es nicht" - Bayern-Bosse müssen über Tuchel diskutieren

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Tuchel? „Ein Wunder wäre es nicht“

Lothar Matthäus erwartet beim FC Bayern eine interne Debatte über Trainer Thomas Tuchel. Er sieht Parallelen zu Carlo Ancelotti.
Thomas Tuchel setzte im Topspiel gegen Bayer Leverkusen auf eine Dreierkette. Diese taktische Variante hinterfragt die Runde im STAHLWERK Doppelpass.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Lothar Matthäus hält eine Debatte über Trainer Thomas Tuchel vom FC Bayern München nach dem vergeigten Bundesliga-Gipfel für zwingend erforderlich.

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„Ob Tuchel jetzt wackelt? Ein Wunder wäre es nicht. Intern wird bestimmt diskutiert. Muss es sogar. Alles andere wäre nicht Bayern-like“, schrieb der deutsche Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne.

Tuchel sei beim 0:3 bei Bayer Leverkusen „all-in gegangen und hat sich verzockt“, meinte Matthäus: „Man hatte den Eindruck, dass er es allen zeigen wollte und es hat leider nicht funktioniert. Ein bisschen wie Carlo Ancelotti damals in Paris.“ Der Italiener hatte sein Aus im September 2017 mit einer Aufstellung ohne zahlreiche Führungsspieler bei Paris Saint-Germain (0:3) provoziert.

„Beides ist Tuchel nicht gelungen“

„Ein Trainer kann die Anführer der Kabine reizen, ignorieren, links liegen lassen oder demontieren, aber dann muss er gewinnen, und zwar überzeugend“, schrieb Matthäus und betonte: „Beides ist Tuchel nicht gelungen. Ganz im Gegenteil. Ruhiger wird es in den kommenden Tagen nicht bei Bayern.“

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Überhaupt sei es bei seinem früheren Klub „seit viel zu langer Zeit viel zu unruhig. Und das Ergebnis sieht man auf dem Platz. Und zwar regelmäßig seit vielen, vielen Monaten.“

Leverkusen dominiert den FC Bayern im Topspiel und baut die Tabellenführung auf fünf Punkte aus.
06:05
FC Bayern: Trägt der Trainer Thomas Tuchel die Hauptschuld? | 2nach10

Rückblickend auf das Topspiel äußerte sich Matthäus kritisch: „Ich war sehr überrascht, dass die Bayern im Spiel der Spiele ausgerechnet auf die Stars mit Bayern-DNA verzichtet haben. Ich an Tuchels Stelle hätte vor allem in Leverkusen auf Matthijs de Ligt, Joshua Kimmich und Thomas Müller gesetzt.“

Matthäus: Das sorgt für „miese Stimmung“

„Aber nein, Bayern spielt seit einem Jahr mit Viererkette und wenn die Mannschaft die Sicherheit am nötigsten hat, wird auf Dreierkette umgestellt. Zu allem Überfluss mit einem Boey, der ausschließlich als Rechtsverteidiger gekauft wurde und am Samstag als linker Schienenspieler zaubern sollte“, ergänzte der Ex-Profi.

Solche personellen Maßnahmen hätten auch Auswirkungen auf die Chemie im Team. „Dass einige unzufriedene Spieler in der Kabine sitzen, ist nicht erst seit gestern klar. Und solche Experimente, bei denen der 70-Millionen-Abwehrmann (de Ligt, Anm. d. Red.) draußen bleiben muss, obwohl er topfit ist, weil ein Neuzugang, der Ergänzung sein sollte, den Vortritt bekommt, sorgen für miese Stimmung“, fügte er hinzu.

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„Unterm Strich alles falsche Entscheidungen im Nachhinein“, resümierte Matthäus. Der Experte ist sich „sicher“, dass Spitzenreiter Leverkusen die Meisterschaft gewinnen wird, „und wenn sie so weiterspielen, mehr als verdient. Diese Begeisterung, Leichtigkeit und der wunderbare Teamgeist führen wohl zu diesem tollen Triumph und vielleicht zu mehreren Titeln.“ Von den aufgezählten Eigenschaften der Mannschaft von Xabi Alonso habe Tuchels Team „nichts“.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)