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"Es ging ums nackte Überleben" - Darmstadt-Keeper kämpft mit den Tränen

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"Es ging ums nackte Überleben" - Darmstadt-Keeper kämpft mit den Tränen

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„Es ging ums nackte Überleben ...“

Der SV Darmstadt 98 bekommt vom FC Augsburg ein halbes Dutzend Tore eingeschenkt. Nach der Partie meldet sich ein emotionaler Marcel Schuhen zu Wort.
Darmstadt 98 erlebt gegen den FC Augsburg einen desaströsen Nachmittag, gerät mit 0:6 unter die Räder. Die Reaktion von Trainer Torsten Lieberknecht spricht Bände.
SPORT1
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von SPORT1

Marcel Schuhen kämpfte mit den Tränen! Das historische Debakel des SV Darmstadt gegen den FC Augsburg (0:6) hat Spuren hinterlassen. Der Keeper sprach nach der Abreibung von einem der schlimmsten Momente seiner gar nicht mal so kurzen Karriere.

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Völlig aufgelöst stellte sich der Lilien-Keeper den Fragen von Sky. „Wir können uns nur bei allen Leuten entschuldigen, die auch nur ansatzweise ein bisschen Sympathie für Darmstadt 98 haben. Es war eine katastrophale Leistung mit individuellen Fehlern in allen Mannschaftsteilen“ befand der 31-Jährige.

“Für uns ist das heute ein Schlag in die Fresse“

Bereits nach 29 Minuten hatte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht mit 0:5 hinten gelegen, nur zwei Teams in der Bundesliga-Geschichte hatten einen 0:5-Rückstand schneller kassiert. „Wir haben alles über den Haufen geworfen. Dann hört es sich blöd an, weil wir über Fußball reden, aber dann ging es auf dem Platz ums nackte Überleben“, verdeutlichte Schuhen.

Wie es zu der herben Pleite kam, lasse sich nicht erklären. „Augsburg hat unsere Fehler bestraft und uns komplett abgeschossen. Es war desolat. Für uns ist das heute ein Schlag in die Fresse, der richtig wehtut.“

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Lieberknecht fand in seiner Halbzeitansprache deutliche Worte. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir das Spiel mit Stolz beenden sollten. Und uns klar sein muss, dass wir das Spiel in der ersten Halbzeit komplett verkackt haben“, erzählte der Kult-Coach im Nachgang.

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Emotionale Botschaft der Lilien-Fans

Trotz der katastrophal schlechten Darbietung bekundeten die Lilien-Fans nach Abpfiff ihre Unterstützung gegenüber den völlig verzweifelten Darmstadt-Spielern.

Das Lied ‚Wir sind Darmstädter‘ wurde angestimmt: „Jeder einzelne sollte nachher nach Hause fahren, zu seinen Liebsten, zu seiner Familie und sich das Lied ‚Wir sind Darmstädter‘ herunterladen, denn das war Wahnsinn. Es hat mir fast das Herz gebrochen. Der Moment war heute fast der Schlimmste – für einen Sportler“, sagte Schuhen.

So leere Gesichter habe er noch nie gesehen, die Aufmunterungsversuche der Fans „machen es für uns Sportler fast noch schlimmer. Selbst nach so einem Spiel und so einer Niederlage wurde uns extrem viel Respekt entgegengebracht. Und diesen Respekt hatten wir heute überhaupt nicht verdient. Ich hätte jegliche Art von Beschimpfungen verstanden, weil wir es heute nicht würdig waren, das Lilien-Trikot zu tragen. Ich hätte es am liebsten gehabt, wenn die mir (Darmstadts Fans; Anm. d. Red.) irgendwas gegen den Kopf schmeißen und mich beleidigen.“

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Marcel Schuhen musste am Samstagnachmittag gleich sechs Mal hinter sich greifen
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Schuhen übernahm nach der Auswechslung von Fabian Holland (41.) die Kapitänsbinde. „Ich durfte ja nachher die Kapitänsbinde tragen, das war fast das Schlimmste“, offenbarte der niedergeschlagene Torhüter. „Es ist ein sehr schwieriger und trauriger Moment gerade.“