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Köln am Boden nach Abstieg: "Komplett kaputtgemacht"

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Köln am Boden nach Abstieg: "Komplett kaputtgemacht"

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Kölner Trauer: „Komplett kaputtgemacht“

Der 1. FC Köln steigt zum siebten Mal aus der Bundesliga ab. Aus den Rängen der Fans tönt nur noch Stille, die Spieler sind vollkommen gebrochen. Einige üben harsche Selbstkritik.
Stefan Effenberg kritisiert im STAHLWERK Doppelpass die Aussagen von Köln-Boss Werner Wolf. Der Präsident hatte zuvor davon gesprochen, dass man in Köln nie an den Abstieg geglaubt hatte.
. SID
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von SID
Der 1. FC Köln steigt zum siebten Mal aus der Bundesliga ab. Aus den Rängen der Fans tönt nur noch Stille, die Spieler sind vollkommen gebrochen. Einige üben harsche Selbstkritik.

Die Spieler des 1. FC Köln sanken zu Boden, im Block der mitgereisten Fans herrschte völlige Stille. Die Rheinländer müssen nach einem 1:4 (0:3) beim 1. FC Heidenheim zum siebten Mal den bitteren Gang in die 2. Fußball-Bundesliga antreten, der Schmerz darüber war allen Beteiligten anzumerken.

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„Wir sind Kölner und ihr nicht“, skandierten die enttäuschten Anhänger wütend, als sich die Spieler 20 Meter von ihnen entfernt aufstellten.

„Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich will nicht ausfallend werden, aber in der ersten Halbzeit haben wir es uns komplett kaputtgemacht“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe bei Sky: „Wir müssen jetzt sehen, wer den Weg mitgeht und wer nicht.“ Ähnlich reagierte Mark Uth: „Wir haben in der ersten Halbzeit keinen einzigen Zweikampf geführt. Das geht einfach nicht.“

Kölner Träume ausgeträumt

Während die Kölner trauerten, jubelten die Heidenheimer. Der Aufsteiger könnte als Achter in der kommenden Saison in der Conference League spielen, dazu müsste Meister Bayer Leverkusen auch den DFB-Pokal gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern gewinnen.

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Die Kölner hatten ihr Schicksal nicht mehr selbst in der Hand – sie durften nach ihrem wilden Last-Minute-Sieg im direkten Aufeinandertreffen mit Union Berlin (3:2) eine Woche zuvor aber noch von einem Fußball-Wunder im Fernduell mit den Eisernen um die Relegation träumen.

„Wir glauben dran, bis zum Ende. Rechnerisch ist noch alles möglich“, sagte Trainer Timo Schultz vor dem Anpfiff.

Von Zuversicht oder gar wilder Entschlossenheit war freilich nichts zu sehen, und sollte sie dagewesen sein, so verflüchtigte sie sich rasend schnell. Die Kölner spielten lange Zeit viel zu zögerlich, ganz im Gegensatz zu den längst aller Sorgen entledigten Gastgebern, die nach einer Fußoperation bei Trainer Frank Schmidt von dessen Assistenten Bernhard Raab gecoacht wurden.

Nach 25 Minuten riefen die Kölner Anhänger erstmals „Wir wollen Euch kämpfen sehen“ - da war es freilich schon zu spät. Erin Dinkci, der zur kommenden Saison zum SC Freiburg wechselt, nutzte die erschreckende Zweikampfschwäche der Kölner zweimal eiskalt aus (16. und 22.). Sein Schuss beim ersten Treffer wurde dabei von Jeff Chabot unhaltbar für Schwäbe abgefälscht.

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Köln wirkt zahnlos

Drei Punkte und mindestens drei Treffer Rückstand in der Tordifferenz hätten die Kölner aufholen müssen, um Union noch zu überflügeln – sie waren dazu aber von Beginn an erkennbar nicht in der Lage. Und erst recht nicht mehr, nachdem auch Kevin Sessa (36.) getroffen hatte.

Der 1. FC Köln muss zum siebten Mal in Liga zwei
1. FC Köln

Das 1:3 durch Steffen Tigges (64.) war allenfalls das Ergebnis der Kölner Bemühungen, das Spiel nicht zu einem Debakel ausarten zu lassen. Jan-Niklas Beste (78.) stellte aber den alten Abstand wieder her.

Kölner vor schweren Zeiten

Der dreimalige deutsche Meister steigt erstmals seit 2018 aus der Bundesliga ab, nur der 1. FC Nürnberg (9) und Arminia Bielefeld (8) mussten häufiger den Gang in die 2. Liga antreten.

Die Aussichten für die Kölner, wie nach dem letzten Abstieg sofort wieder aufzusteigen, sind äußerst trüb. Für die neue Saison darf der FC wegen seiner Transfersperre keine neuen Spieler verpflichten.