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Müller? "Bei Bayern hängt der Haussegen schief"

„Bei Bayern hängt der Haussegen schief“

Thomas Müllers Vertrag beim FC Bayern wird nicht verlängert. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ordnet die Entscheidung der Münchner ein - und gibt Uli Hoeneß Recht.
Es herrscht Klarheit: Thomas Müller erhält für die neue Saison keinen Vertrag beim FC Bayern München. Bereits im Januar hatte das Münchner Urgestein den Eindruck gemacht, eine Vorahnung zu haben.
Thomas Müllers Vertrag beim FC Bayern wird nicht verlängert. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ordnet die Entscheidung der Münchner ein - und gibt Uli Hoeneß Recht.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kann die Entscheidung des FC Bayern, den auslaufenden Vertrag mit Thomas Müller nicht zu verlängern, nachvollziehen - sieht bei den Münchnern dennoch ein Kommunikationsproblem.

„Bei Bayern hängt der Haussegen ein bisschen schief. Da gehen die Meinungen auseinander. Die Causa Müller zeigt es ganz deutlich“, sagte Matthäus am Samstag bei Sky.

Eberl habe mit Müller verlängern wollen, doch „Uli Hoeneß hat gleich gesagt: ‚Eigentlich bringt es dem Thomas nichts, eigentlich bringt es uns nichts. Wir zahlen hier sehr viel Geld für einen Spieler, von dem man nicht mehr diese sportliche Leistung erwarten kann.‘“

„Ich bin der Meinung von Uli Hoeneß“

Das sei „ein ganz normaler Vorgang. Das ist gar nichts gegen Thomas Müller, aber der FC Bayern hat große Ziele, der FC Bayern will diese besten Spieler haben. Und Thomas Müller kann mit diesen wenigen Minuten Einsatz nicht zufrieden sein - nach dem, was er für den FC Bayern Großes geleistet hat. Und nicht nur für den FC Bayern, sondern für den deutschen Fußball.“

Matthäus‘ abschließendes Urteil: „Ich bin der Meinung von Uli Hoeneß. Thomas hat ganz sicher noch andere Möglichkeiten. Ich weiß nicht, was er denkt. Will er weiterspielen? Will er aufhören? Will er ins Ausland? Will er neue Erfahrungen sammeln? Dazu würde ich ihm raten, denn fit ist er noch. Die USA sind für ihn ein Weg, wo er neue Erfahrungen sammeln kann, wo er auch mal ein bisschen abschalten kann.“

Hoeneß vs. Eberl

Müller hatte am Samstagvormittag bekannt gegeben, dass sein Vertrag in München nicht verlängert wird. Der 35-Jährige soll trotzdem an der Klub-WM mitwirken. Dafür nötig: Eine Mini-Verlängerung über den 30. Juni hinaus.

Brisant: Sportvorstand Max Eberl hatte noch im Januar eine Vertragsverlängerung mit Müller in Aussicht gestellt. Ehrenpräsident Uli Hoeneß kassierte diesen Vorstoß bei der Kinopremiere der Müller-Doku im Februar aber wieder ein - und pfiff Eberl damit öffentlich zurück.

Matthäus sah in diesen Vorgängen jüngst mangelnde Harmonie beim Rekordmeister: „Ich glaube, Max Eberl und Uli Hoeneß sprechen nicht alles ab. Es sieht so aus, als würde die Chemie nicht ganz stimmen“, sagte der 64-Jährige bei der Bild.